Wolfgang Grupp, der ehemalige Chef des bekannten Textilherstellers Trigema, hat sich nach seinem Suizidversuch im Juli 2025 nun öffentlich zu den Hintergründen geäußert. In einem Interview mit dem SWR sprach er offen über die schwierige Zeit und die Gründe, die ihn zu diesem Schritt getrieben haben.
Wolfgang Grupp führte Trigema über Jahrzehnte und war bekannt für seine konservativen Ansichten und sein Festhalten am Produktionsstandort Deutschland. Er übernahm das Unternehmen 1969 in der zweiten Generation und übergab es im Jahr 2024 an seine Kinder. Trigema, mit Sitz in Burladingen, ist Deutschlands größter Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung. Das Unternehmen Trigema steht für “Trigema – Made in Germany”.
Mitte des vergangenen Jahres, im Juli 2025, machte Wolfgang Grupp seinen Suizidversuch öffentlich. In einem Brief an seine ehemaligen Mitarbeiter sprach er von Altersdepression und der Frage, ob er überhaupt noch gebraucht werde. Wie der Schwarzwälder Bote berichtet, betonte Grupp, dass er den Schritt sofort bereut habe. Er sprach von einer belastenden Phase nach der Übergabe des Unternehmens, in der er sich vorgemacht habe, nicht mehr gebraucht zu werden. (Lesen Sie auch: Wolfgang Grupp: Trigema senkt Spritpreise und kritisiert)
In einem seiner ersten Interviews nach dem Suizidversuch, das er dem SWR gab, sagte Wolfgang Grupp: „All das Geld ist nichts wert, wenn die Menschen einen nicht schätzen.“ Er blickt auf ein Leben zurück, das von Pflichtgefühl, Disziplin und Erfolgsdruck geprägt war. Mittlerweile sei ihm bewusst geworden, dass Anerkennung und das Gefühl, gebraucht zu werden, der wahre Maßstab für ein erfülltes Leben seien. Laut Yahoo Nachrichten hat Grupp nach dem Suizidversuch auch seinen Jagdschein abgegeben und seinen Revolver, den er aus Sicherheitsgründen besaß, seinem Sohn übergeben.
Nach eigenen Angaben nimmt Wolfgang Grupp inzwischen Medikamente und arbeitet weiterhin im Unternehmen mit, wenn auch mit geringerer Belastung. Die Verantwortung liegt heute bei seinen Kindern. Er habe nach dem Suizidversuch mehr als 2.000 Zuschriften erhalten, viele davon von Menschen, die sich in ähnlichen Situationen befunden hätten. „Das hat mich sehr bewegt“, so Grupp.
Die Offenheit, mit der Wolfgang Grupp über seinen Suizidversuch spricht, hat in der Öffentlichkeit für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Viele Menschen zollen ihm Respekt für seinen Mut, sich zu diesem schwierigen Thema zu äußern. Es zeigt, dass auch erfolgreiche Unternehmer mit psychischen Problemen zu kämpfen haben können und dass es wichtig ist, darüber zu sprechen und sich Hilfe zu suchen. (Lesen Sie auch: Wolfgang Lippert bei "Wer weiß denn sowas?":…)
Wolfgang Grupp selbst sieht seinen Suizidversuch als einen gravierenden Fehler, den er gerne ungeschehen machen würde, wie er gegenüber Schwäbische.de äußerte. Er möchte nun ein Großvater sein, zu dem die Enkel gerne kommen. Er wünscht sich, gebraucht zu werden und Anerkennung zu erfahren. Seine Erfahrungen haben ihm gezeigt, dass Geld und Erfolg nicht alles im Leben sind.
Die Übergabe des Unternehmens an seine Kinder ermöglicht es ihm, kürzer zu treten und sich auf die Dinge zu konzentrieren, die ihm wirklich wichtig sind. Er bleibt dem Unternehmen aber weiterhin verbunden und steht seinen Kindern mit Rat und Tat zur Seite.
| Fakt | Details |
|---|---|
| Name | Wolfgang Grupp |
| Position | Ehemaliger Chef von Trigema |
| Suizidversuch | Juli 2025 |
| Unternehmensübergabe | 2024 an seine Kinder |
| Anzahl der Mitarbeiter von Trigema | ca. 1.200 |
| Standort von Trigema | Burladingen, Deutschland |
Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter Depressionen oder Suizidgedanken leiden, suchen Sie sich bitte umgehend Hilfe. Sie erreichen die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222. Auf der Seite der Deutschen Depressionshilfe finden Sie weitere Informationen und Anlaufstellen. (Lesen Sie auch: GZSZ: Thriller-Autor Sebastian Fitzek sorgt für Aufregung)
Wolfgang Grupp litt nach eigenen Angaben unter Altersdepressionen und dem Gefühl, nach der Übergabe des Unternehmens an seine Kinder nicht mehr gebraucht zu werden. Dies führte zu dem Suizidversuch im Juli 2025.
Wolfgang Grupp nimmt inzwischen Medikamente und arbeitet weiterhin im Unternehmen mit, wenn auch mit geringerer Belastung. Er bereut seinen Suizidversuch und konzentriert sich nun auf seine Familie und darauf, gebraucht zu werden.
Wolfgang Grupp hat erkannt, dass Geld nicht alles im Leben ist. Er betonte, dass „all das Geld nichts wert ist, wenn die Menschen einen nicht schätzen“. Für ihn sind Anerkennung und das Gefühl, gebraucht zu werden, wichtiger geworden. (Lesen Sie auch: Assassins Creed Hexe: Assassin's: Leak enthüllt Details…)
Nach seinem Suizidversuch hat Wolfgang Grupp seinen Jagdschein abgegeben und seinen Revolver seinem Sohn übergeben. Er nimmt Medikamente und arbeitet weiterhin im Unternehmen mit, allerdings mit reduzierter Verantwortung.
Die Offenheit, mit der Wolfgang Grupp über seinen Suizidversuch sprach, hat in der Öffentlichkeit für viel Aufmerksamkeit und Respekt gesorgt. Viele Menschen zollen ihm Mut, sich zu diesem schwierigen Thema zu äußern.
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