Tariq Ramadan – Tariq Ramadan: Aktuelle Urteile & Kontroversen des Islamwissenschaftlers
Der Schweizer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan steht am 26. März 2026 erneut im Fokus der Öffentlichkeit, nachdem er in Frankreich in Abwesenheit zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Dieser Artikel beleuchtet die jüngsten Entwicklungen in den Gerichtsverfahren gegen ihn und seine umstrittene Rolle als Intellektueller des europäischen Islam.
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Tariq Ramadan ist ein Schweizer Islamwissenschaftler und Publizist ägyptischer Herkunft, der als Vordenker eines europäischen Islam gilt, jedoch auch wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe und Verurteilungen in der Schweiz und jüngst in Frankreich in den Schlagzeilen steht. Am 25./26. März 2026 wurde er vom Pariser Strafgericht in Abwesenheit wegen der Vergewaltigung dreier Frauen zu 18 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, ein Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist.
Tariq Ramadan, geboren am 26. August 1962 in Genf, Schweiz, ist eine Persönlichkeit, die seit Jahrzehnten die Debatte um den Islam in Europa prägt. Als Enkel von Hassan al-Banna, dem Gründer der einflussreichen Muslimbruderschaft, wuchs er in einer Familie auf, die tief im islamischen Denken verwurzelt war. Er studierte französische Literatur und erwarb einen Doktortitel in Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Genf. Zudem erhielt er eine Ausbildung in klassischer islamischer Gelehrsamkeit an der Al-Azhar-Universität in Kairo.
Ramadan bekleidete verschiedene angesehene akademische Positionen, darunter eine Professur für Zeitgenössische Islamwissenschaft an der Oxford University, die er seit 2009 innehatte, bevor seine Tätigkeit 2017 aufgrund der ersten Anschuldigungen ruhte und er die Universität 2021 im gegenseitigen Einvernehmen verließ. Er war auch Gastprofessor an Universitäten in Katar und Marokko. Seine öffentlichen Auftritte und Schriften machten ihn zu einem prominenten Vordenker eines europäischen Islam, der sich für eine selbstbewusste muslimische Identität einsetzt, die sowohl westliche Ideen aufgreift als auch kritisiert. Er bezeichnete sich selbst als „Salafi-Reformist“ und sprach sich gegen alle Formen der Todesstrafe und Selbstmordattentate aus.
Die öffentliche Wahrnehmung von Tariq Ramadan änderte sich drastisch, als im Zuge der #MeToo-Bewegung ab 2017 mehrere Frauen Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe gegen ihn erhoben. Die ersten Vorwürfe kamen aus Frankreich, wo vier Frauen ihn bis 2016 des sexuellen Missbrauchs bezichtigten. Eine Schweizerin, die unter dem Pseudonym
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