Eisheilige bringen Schnee: Kälteeinbruch in Österreich
Pünktlich zu den Eisheiligen steht Österreich ein markanter Wetterwechsel bevor. Nach einem ungewöhnlich warmen und trockenen Frühjahr bringt eine Kaltfront kühlere Temperaturen, Regen und in höheren Lagen sogar Schnee. Besonders betroffen sind die höheren Regionen des Landes, wo die Schneefallgrenze sinken wird.

Hintergrund: Was sind die Eisheiligen?
Die Eisheiligen sind ein meteorologisches Phänomen, das jedes Jahr vom 11. bis 15. Mai auftritt. Diese Tage gelten als die letzten möglichen Frosttage im Frühling. Der Name leitet sich von den Gedenktagen fünf christlicher Heiliger ab: Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophia (15. Mai), auch bekannt als die “Kalte Sophie”. Besonders in der Landwirtschaft und im Gartenbau werden die Eisheiligen beachtet, da Spätfröste empfindliche Pflanzen schädigen können. Die Bauernregel “Vor Bonifaz kein Eis, nach Sophie kein Frost” verdeutlicht die Bedeutung dieser Tage. (Lesen Sie auch: Aprilwetter bringt Schnee und Regen: Österreich erlebt)
Aktuelle Entwicklung: Kaltfront bringt Schnee nach Österreich
Wie VOL.AT berichtet, steht Österreich eine deutliche Abkühlung bevor. Während das Wochenende (10./11. Mai 2026) noch vergleichsweise warm und teils gewittrig verläuft, wird es ab Montag deutlich kühler. Die Kaltfront bringt nicht nur Regen und Gewitter, sondern auch Schnee in höheren Lagen. Der Mai zeigte sich bisher von seiner milden und trockenen Seite, doch nun steht eine nachhaltige Umstellung bevor. Am Samstag startet der Tag meist sonnig, später bilden sich vor allem im Bergland Quellwolken. Am Nachmittag sind dort sowie im Mühl- und Waldviertel lokale Schauer und Gewitter möglich, die vereinzelt kräftig ausfallen können. Die Temperaturen erreichen 18 bis 25 Grad.
Auch der Sonntag beginnt sonnig, ehe sich in der Westhälfte zunehmend Wolken bilden. Mit dem Eintreffen der Kaltfront sinkt die Temperatur spürbar. (Lesen Sie auch: Aprilwetter bringt Schnee und Regen nach Österreich)
Die Eisheiligen und die Frostgefahr
Die vienna.at erklärt, dass die Eisheiligen zu den bekanntesten Wetterphänomenen im deutschsprachigen Raum gehören. Jedes Jahr zwischen 11. und 15. Mai richten sich viele Menschen nach ihnen. Vor allem Hobbygärtner in Wien und Umgebung fragen sich dann: Kommt noch einmal Frost oder ist der Frühling endgültig da? Die Theorie dahinter ist einfach: Während sich das Festland im Mai bereits stark erwärmt, bleiben die Meere noch vergleichsweise kühl. Diese Temperaturunterschiede können Luftströmungen verschieben. In der Folge gelangt kalte Polarluft nach Mitteleuropa. Das kann zu einem späten Kälteeinbruch führen. Ein Blick auf die Daten zeigt ein differenziertes Bild. Die Wahrscheinlichkeit für Frost nimmt im Mai deutlich ab. Am höchsten ist sie im ersten Drittel des Monats.
Ausblick: Was bedeutet der Kälteeinbruch?
Der Kälteeinbruch durch die Eisheiligen kann besonders für die Landwirtschaft problematisch sein. Spätfröste können empfindliche Kulturen schädigen und zu Ernteausfällen führen. Auch Hobbygärtner sollten ihre Pflanzen schützen, beispielsweise durch Abdecken mit Vlies oder Folie. Für die kommenden Tage ist es ratsam, die Wetterentwicklung genau zu beobachten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Autofahrer sollten sich auf winterliche Bedingungen in höheren Lagen einstellen. Es ist ratsam, die Fahrweise den Straßenverhältnissen anzupassen und gegebenenfalls Winterreifen zu verwenden. Informationen zur aktuellen Wetterlage bietet beispielsweise die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). (Lesen Sie auch: Wetteronline: Wetterumschwung bringt Schnee und Frost: Was)
Tabelle: Temperaturen während der Eisheiligen
Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Höchst- und Tiefsttemperaturen für Wien während der Eisheiligen 2026:

| Tag | Datum | Höchsttemperatur | Tiefsttemperatur |
|---|---|---|---|
| Mamertus | 11. Mai | 15°C | 7°C |
| Pankratius | 12. Mai | 13°C | 5°C |
| Servatius | 13. Mai | 14°C | 6°C |
| Bonifatius | 14. Mai | 16°C | 8°C |
| Sophia | 15. Mai | 17°C | 9°C |
Häufig gestellte Fragen zu Schnee
Häufig gestellte Fragen zu schnee
Was genau sind die Eisheiligen und wann treten sie auf?
Die Eisheiligen sind eine meteorologische Erscheinung vom 11. bis 15. Mai. Sie sind bekannt für mögliche Kälteeinbrüche und Spätfröste. Die Namen stammen von den Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia, deren Gedenktage in diesen Zeitraum fallen. (Lesen Sie auch: Deutsche Langläuferinnen verlieren sich im Schnee von…)
Warum bringen die Eisheiligen oft einen Kälteeinbruch mit sich?
Die Kälteeinbrüche entstehen durch Temperaturunterschiede zwischen dem bereits erwärmten Festland und den noch kalten Meeren. Diese Unterschiede können kalte Polarluft nach Mitteleuropa lenken, was zu einem plötzlichen Temperatursturz führt.
Welche Auswirkungen haben die Eisheiligen auf die Landwirtschaft und den Gartenbau?
Spätfröste während der Eisheiligen können erhebliche Schäden anrichten. Empfindliche Pflanzen können erfrieren, was zu Ernteausfällen führt. Bauern und Gärtner schützen ihre Pflanzen oft durch Abdecken mit Vlies oder Folie.
Wie wahrscheinlich ist es, dass es während der Eisheiligen zu Frost kommt?
Die Wahrscheinlichkeit für Frost nimmt im Mai generell ab, ist aber im ersten Drittel des Monats noch relativ hoch. Die Eisheiligen markieren somit die letzte Periode, in der Spätfröste auftreten können, bevor der Frühling endgültig Einzug hält.
Was kann man tun, um Pflanzen vor Frost während der Eisheiligen zu schützen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Pflanzen vor Frost zu schützen. Dazu gehören das Abdecken mit Vlies oder Folie, das Aufstellen von Frostkerzen oder das Bewässern der Pflanzen vor Einbruch der Nacht, da das gefrierende Wasser Wärme abgibt.

