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Lawine Südtirol: Zwei Tote und Verletzte in den Stubaier Alpen

Bei einem tragischen Lawinenunglück in Südtirol sind mindestens zwei Alpinisten ums Leben gekommen. Die Lawine südtirol ereignete sich in den Stubaier Alpen nahe Ratschings, wo ein Schneebrett mehrere Tourengeher erfasste. Fünf weitere Personen wurden verletzt, darunter auch deutsche Staatsbürger.

Symbolbild: Lawine Südtirol (Bild: Picsum)

Einsatz-Übersicht

  • Datum/Uhrzeit: Aktuelles Datum, 11:40 Uhr
  • Ort: Hohe Ferse, Ratschings, Südtirol, Italien
  • Art des Einsatzes: Lawinenunglück, Bergung von Verschütteten
  • Beteiligte Kräfte: Italienische Bergwacht, Rettungskräfte, Hubschrauber
  • Verletzte/Tote: 2 Tote, 5 Verletzte (davon 3 Deutsche)
  • Sachschaden: Noch nicht bezifferbar
  • Ermittlungsstand: Untersuchung des Lawinenabgangs
  • Zeugenaufruf: Nein
11:40 Uhr
Erste Meldung: Lawinenabgang an der Hohen Ferse bei Ratschings. Mehrere Tourengeher verschüttet.
Kurz nach 11:40 Uhr
Eintreffen der Einsatzkräfte: Bergwacht und Rettungshubschrauber erreichen den Unglücksort.
Laufend
Bergungsarbeiten: Verschüttete werden lokalisiert und geborgen. Verletzte werden erstversorgt und abtransportiert.

Was ist bisher bekannt?

Am heutigen Tag ereignete sich gegen 11:40 Uhr ein Lawinenabgang an der Hohen Ferse nahe Ratschings in Südtirol. Ein etwa 150 Meter breites und mehrere hundert Meter langes Schneebrett erfasste eine Gruppe von etwa zwei Dutzend Tourengehern in hochalpinem Gelände. Zwei Personen, ein 62-jähriger Bergführer und ein 56-jähriger Mann aus der Region, konnten nur noch tot geborgen werden. Fünf weitere Skifahrer wurden verletzt, darunter drei deutsche Staatsbürger. Eine 26-jährige Italienerin wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus geflogen.

Wie kam es zu dem Lawinenunglück in Südtirol?

Die Lawine löste sich an einem Steilhang der 2.669 Meter hohen Hohen Ferse. Die genauen Ursachen für den Lawinenabgang werden derzeit von den zuständigen Behörden untersucht. Es wird vermutet, dass die Schneeverhältnisse in Kombination mit der Steilheit des Geländes und möglicherweise auch menschlichem Einfluss eine Rolle spielten. Die Lawinengefahr in den Alpen ist in diesem Winter aufgrund der wechselhaften Wetterbedingungen und der großen Schneemengen generell erhöht.

Wer waren die Opfer des Lawinenunglücks?

Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um einen 62-jährigen Bergführer, der mit einer Gruppe unterwegs war, und einen 56 Jahre alten Mann, beide aus Südtirol. Die Identität der verletzten Personen wurde von den Behörden noch nicht vollständig bekannt gegeben, jedoch ist bestätigt, dass sich unter ihnen drei deutsche Staatsbürger befinden. Eine 26-jährige Italienerin erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus geflogen. Die italienische Bergwacht hat die Familien der Opfer informiert und leistet psychologische Betreuung. (Lesen Sie auch: Kanaren Unwetter Kreuzfahrtschiff: unter Sturm “Therese”)

🚨 Ermittlungsstand

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung des Lawinenunglücks eingeleitet. Dabei soll geklärt werden, ob fahrlässiges Verhalten oder andere Umstände zum Lawinenabgang beigetragen haben. Auch die Ausrüstung der Tourengeher und ihre Kenntnisse über die Lawinengefahr werden geprüft.

Wie lief der Rettungseinsatz ab?

Nach dem Lawinenabgang wurde ein Großeinsatz der italienischen Bergwacht ausgelöst. Mehr als 60 Helfer waren mit mehreren Hubschraubern im Einsatz. Da mehrere der verschütteten Skifahrer Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) trugen, konnten sie von den Rettungskräften relativ schnell lokalisiert werden. Die Bergung der Verletzten und Toten gestaltete sich jedoch aufgrund des unwegsamen Geländes und der weiterhin bestehenden Lawinengefahr schwierig. Die Rettungskräfte arbeiteten unter Hochdruck, um alle Verschütteten zu bergen und die Verletzten zu versorgen. Wie Stern berichtet, gestaltete sich die Anfahrt zum Unglücksort aufgrund der Schneeverhältnisse schwierig.

Welche Gefahren bestehen beim Tourengehen in den Alpen?

Tourengehen in den Alpen ist eine beliebte, aber auch risikoreiche Sportart. Lawinen sind eine der größten Gefahren im winterlichen Gebirge. Sie entstehen, wenn Schneemassen ins Rutschen geraten und alles unter sich begraben. Die Wahrscheinlichkeit eines Lawinenabgangs hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Schneemenge, der Schneequalität, der Temperatur, der Hangneigung und der Windrichtung. Auch menschliches Verhalten kann eine Lawine auslösen. Tourengeher sollten sich daher vor jeder Tour gründlich über die aktuelle Lawinengefahr informieren und ihre Route entsprechend planen. Der Europäische Lawinenwarndienst (EAWS) bietet aktuelle Informationen zur Lawinensituation in den Alpen. Eine gute Ausrüstung, bestehend aus Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde und Schaufel, ist unerlässlich. Zudem sollten Tourengeher über fundierte Kenntnisse im Umgang mit Lawinenausrüstung und Lawinenkunde verfügen.

Die italienische Bergwacht weist darauf hin, dass die Lawinengefahr in den Stubaier Alpen weiterhin besteht. Tourengeher werden dringend gebeten, die markierten Pisten nicht zu verlassen und sich an die Anweisungen der Behörden zu halten. In den Wintersaisonen 2025/26 und 2017/18 kam es in Tirol ebenfalls zu mehreren Lawinenunglücken. (Lesen Sie auch: Unabomber Bruder: Kann Er Seinem Je Verzeihen?)

📌 Hintergrund

Die Alpen sind ein beliebtes Ziel für Wintersportler aus aller Welt. Jedes Jahr kommen Millionen von Touristen in die Region, um Ski zu fahren, zu snowboarden oder zu tourengehen. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Alpenregion, birgt aber auch Risiken. Die hohe Anzahl an Menschen im Gebirge erhöht die Wahrscheinlichkeit von Unfällen und Lawinenabgängen.

Wie hoch ist die Zahl der Lawinentoten in Europa in diesem Winter?

Laut aktuellen Zahlen des European Avalanche Warning Service (EAWS) sind in Europas Gebirgen in dieser Wintersaison seit Anfang Oktober bereits mindestens 127 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit 34 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer. Diese Zahlen zeigen, dass Lawinen eine erhebliche Gefahr in den Alpen darstellen und dass es wichtig ist, sich vor jeder Tour gründlich über die aktuelle Lawinensituation zu informieren.

Der Deutsche Alpenverein bietet umfangreiche Informationen zum Thema Lawinensicherheit.

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Symbolbild: Lawine Südtirol (Bild: Picsum)

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Häufig gestellte Fragen

Wo genau ereignete sich das Lawinenunglück in Südtirol?

Das Lawinenunglück ereignete sich in den Stubaier Alpen, genauer gesagt an der Hohen Ferse nahe Ratschings in Südtirol. Dieser Berg liegt in einem hochalpinen Gelände und ist bei Tourengehern beliebt.

Welche Ausrüstung ist für Tourengeher in lawinengefährdetem Gebiet unerlässlich?

Für Tourengeher in lawinengefährdetem Gebiet ist eine Standardausrüstung unerlässlich, bestehend aus einem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), einer Lawinensonde und einer Lawinenschaufel. Diese Ausrüstung ermöglicht es, Verschüttete zu orten und auszugraben.

Wie kann man sich vor Lawinenunglücken schützen?

Um sich vor Lawinenunglücken zu schützen, ist es wichtig, sich vor jeder Tour über die aktuelle Lawinengefahr zu informieren, die Route sorgfältig zu planen und die entsprechende Ausrüstung mitzuführen. Zudem sollte man über fundierte Kenntnisse im Umgang mit Lawinenausrüstung und Lawinenkunde verfügen.

Wer ist für die Lawinenwarnung in Südtirol zuständig?

Für die Lawinenwarnung in Südtirol ist der Lawinenwarndienst zuständig. Dieser Dienst gibt regelmäßig Lawinenlageberichte heraus, die über die aktuelle Lawinengefahr informieren und Empfehlungen für Tourengeher geben. (Lesen Sie auch: Prozess Peterlik: Kneissls Ex-General vor Gericht am…)

Welche Rolle spielen Lawinenhunde bei der Rettung von Verschütteten?

Lawinenhunde spielen eine wichtige Rolle bei der Rettung von Lawinenverschütteten. Sie können menschliche Witterung unter den Schneemassen wahrnehmen und so dazu beitragen, Verschüttete schnell zu lokalisieren und die Überlebenschancen zu erhöhen.

Symbolbild: Lawine Südtirol (Bild: Picsum)
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