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Glatteis-Welle in Deutschland: DWD warnt vor extremer Glätte

📖 Lesezeit: 6 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2026, 08:30 Uhr

Glatteis-Welle in Deutschland: DWD warnt vor extremer Glätte

Nach Sturmtief „Elli” rollt die nächste Gefahr auf Deutschland zu: Tief „Gunda” bringt gefrierenden Regen und löst eine massive Glatteis-Welle aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Deutschlands Unwetterwarnungen der Stufe 3 bis 4 ausgegeben. Schulen in NRW, Niedersachsen, Bremen und dem Saarland sind geschlossen. Hier alle aktuellen Infos zur Glatteis-Lage!

⚠️ Aktuelle Lage (12. Januar 2026, 08:30 Uhr): Von West nach Ost erst Schnee, dann Glatteis – gebietsweise UNWETTER! Betroffen sind NRW, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Schulausfall in mehreren Bundesländern. Höhepunkt der Glatteis-Welle am Montagvormittag – im Südosten bis Dienstag!

Die aktuelle Glatteis-Welle ist eine direkte Folge des strengen Frosts der vergangenen Tage. Warme, feuchte Luft von Tief „Gunda” trifft auf den gefrorenen Boden und verwandelt Straßen und Gehwege in Eisbahnen. DWD-Meteorologe Oliver Reuter spricht von einer „überregional unwetterartigen Glatteis-Lage”.

Wo ist die Glatteis-Gefahr am größten?

Die Glatteis-Welle zieht von Westen nach Osten über Deutschland. Hier die aktuelle Übersicht der betroffenen Regionen:

Region Warnstufe Zeitraum
Westhälfte (NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz) Stufe 3-4 (Unwetter) Bis Montagvormittag
Mitte (Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt) Stufe 3 (Unwetter) Montag bis Dienstagmorgen
Südosten (Bayern, Sachsen) Stufe 3-4 (extremes Unwetter möglich) Montag bis Dienstag
Osten (Brandenburg, Vorpommern) Stufe 2-3 Nacht zu Dienstag

🚨 Extremes Unwetter im Südosten: In Bayern – besonders in Niederbayern und dem Bayerischen Wald – ist extremes Unwetter mit erheblichem Eisansatz an Vegetation und Infrastruktur möglich. Die Glatteis-Gefahr kann hier bis Dienstag andauern!

Was ist Blitzeis und warum ist es so gefährlich?

Bei der aktuellen Wetterlage handelt es sich um sogenanntes „Blitzeis” oder gefrierenden Regen. Dabei fällt Regen aus wärmeren Luftschichten auf den noch tiefgefrorenen Boden und gefriert innerhalb von Sekunden zu einer geschlossenen Eisschicht.

Das Tückische: Anders als bei Schnee oder Reif ist Blitzeis oft nicht sofort erkennbar. Straßen wirken nass, sind aber spiegelglatt. Selbst Winterreifen verlieren auf reinem Eis nahezu komplett die Haftung.

Nach Angaben des ADAC sollten Autofahrer bei Blitzeis das Fahrzeug stehen lassen. Bremsmanöver auf reinem Eis sind kaum kontrollierbar, selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Schulausfall am Montag: Diese Bundesländer sind betroffen

Wegen der extremen Glatteis-Gefahr haben mehrere Bundesländer den Präsenzunterricht abgesagt:

Bundesland Status Montag 12.01. Hinweis
NRW Landesweit Distanzunterricht Nur Notbetreuung in Schulen
Niedersachsen Flächendeckend Schulausfall Zahlreiche Landkreise betroffen
Bremen Kein Präsenzunterricht Schulen geschlossen
Saarland Schulen geschlossen Regulärer Betrieb ausgesetzt
Bayern (Teile) Regional Schulausfall Aschaffenburg, Miltenberg u.a.
Sachsen Eigenverantwortung der Schulen Eltern können Kinder zu Hause lassen

Verkehrsminister warnt: „Gefahr noch nicht vorbei”

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mahnt zur Vorsicht: „Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei. Jetzt werden wir Tauwetter haben. Es wird Regen fallen auf gefrorenen Boden.” Er warnt davor, die Glatteis-Gefahr zu unterschätzen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt: „Es ist mit teils massiven Auswirkungen zu rechnen.” Insbesondere im Berufsverkehr am Montagmorgen und in den kommenden Nächten sei erhöhte Vorsicht geboten.

So schützt du dich vor Glatteis-Unfällen

Der ADAC und das DRK geben folgende Tipps für die Glatteis-Welle:

Für Autofahrer:

  • Fahrt vermeiden: Wenn möglich, das Auto stehen lassen
  • Tank füllen: Bei notwendigen Fahrten vollgetankt losfahren
  • Abstand halten: Mindestens dreifachen Sicherheitsabstand einhalten
  • Langsam fahren: Geschwindigkeit deutlich reduzieren
  • Sanft bremsen: Ruckartige Bremsmanöver vermeiden
  • Notfallausrüstung: Decken, warme Getränke, Ladekabel mitnehmen

Für Fußgänger:

  • Spikes oder Schneeketten: An Schuhen befestigen für besseren Halt
  • Kleine Schritte: Wie ein Pinguin gehen – kurze Schritte, Füße flach aufsetzen
  • Hände frei: Nicht in den Taschen, um sich bei Sturz abfangen zu können
  • Gestreute Wege nutzen: Hauptwege bevorzugen
  • Risiko meiden: Ältere Menschen sollten Wege nach draußen vermeiden

🏥 Krankenhäuser im Dauereinsatz: Das Berliner Unfallkrankenhaus behandelt derzeit zahlreiche Menschen nach Glatteis-Unfällen – mit Knochenbrüchen, Platzwunden und Schädelhirntraumata. Die Rettungsstellen sind überlastet. Jedes Risiko sollte vermieden werden!

Deutsche Bahn: Diese Strecken sind betroffen

Die Deutsche Bahn hat den Betrieb auf mehreren Strecken eingeschränkt:

Status Strecken
Verkehr mit Einschränkungen Hamburg-Berlin, Kiel/Hamburg-Frankfurt, Hamburg-NRW, NRW-Hannover-Berlin
Kein Fernverkehr Westerland-Hamburg, Norddeich/Emden-Hannover, Hamburg/Berlin-Rostock/Binz
Reduzierte Geschwindigkeit Hannover-Frankfurt, Wolfsburg-Berlin, Köln-Frankfurt

Fahrgäste können bereits gebuchte Tickets für Fahrten bis einschließlich 7. Februar flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren.

Wie lange dauert die Glatteis-Welle?

Die gute Nachricht: Ab Mittwoch entspannt sich die Lage deutlich. Hier die Prognose des DWD:

Tag Westhälfte Osthälfte
Montag, 12.01. Vormittags Entspannung Glatteis bis abends
Dienstag, 13.01. Tauwetter Südosten und Osten noch Glatteis
Mittwoch, 14.01. Winter verabschiedet sich – keine markanten Wettergefahren mehr
Ab Donnerstag Mildes Wetter, kein Wintereinbruch in Sicht

DWD-Meteorologe Oliver Reuter: „Am Mittwoch tagsüber hat sich der Winter so weit aus Deutschland verabschiedet und die Brechstange wieder eingepackt.”

Häufig gestellte Fragen zur Glatteis-Welle

Was ist Blitzeis?
Blitzeis entsteht, wenn Regen oder Nieselregen auf gefrorenen Boden fällt und dort sofort zu einer geschlossenen Eisschicht gefriert. Anders als Schnee ist Blitzeis oft unsichtbar und extrem glatt – selbst Winterreifen haben kaum Haftung.
Welche Bundesländer sind von der Glatteis-Welle betroffen?
Der DWD warnt vor Glatteis in Niedersachsen, NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Die Glatteis-Welle zieht von West nach Ost über Deutschland.
Fällt am Montag die Schule aus?
In NRW, Niedersachsen, Bremen und dem Saarland ist der Präsenzunterricht am 12. Januar abgesagt. In Bayern entscheiden einzelne Landkreise. In Sachsen können Eltern ihre Kinder bei gefährlichem Schulweg zu Hause lassen.
Wie lange dauert die Glatteis-Gefahr?
In der Westhälfte entspannt sich die Lage am Montagvormittag. Im Südosten (Bayern, Sachsen) kann die Glatteis-Gefahr bis Dienstag andauern. Ab Mittwoch sind keine markanten Wettergefahren mehr zu erwarten.
Soll ich bei Glatteis Auto fahren?
Nein, wenn es sich vermeiden lässt. Der ADAC empfiehlt, bei Blitzeis das Auto stehen zu lassen. Bei unbedingt notwendigen Fahrten: Tank füllen, Abstand halten, langsam fahren, Decken und warme Getränke mitnehmen.
Wo finde ich aktuelle Warnungen?
Die aktuellen Warnungen des DWD findest du auf wettergefahren.de und in den Warn-Apps NINA, KATWARN und WarnWetter. Für Schulausfälle informieren die Landkreise über ihre Webseiten und Social-Media-Kanäle.

Fazit: Glatteis-Welle ernst nehmen

Die aktuelle Glatteis-Welle durch Tief „Gunda” ist eine ernste Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer „überregional unwetterartigen Glatteis-Lage”. Wer kann, sollte am Montag zu Hause bleiben und unnötige Wege vermeiden.

Die gute Nachricht: Ab Mittwoch entspannt sich die Lage. Bis dahin gilt: Vorsicht auf allen Wegen, angepasstes Verhalten im Straßenverkehr und im Zweifel lieber zu Hause bleiben. Bleib sicher! ❄️

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