Das Fsme Risiko ist trotz eines kalten Winters nicht gesunken, sondern könnte im kommenden Sommer sogar steigen. Experten warnen vor einer Zunahme der Zeckenpopulation und damit einhergehend vor einem erhöhten Risiko, sich mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu infizieren. Diese Viruserkrankung kann schwerwiegende Folgen haben, weshalb Vorsichtsmaßnahmen besonders wichtig sind.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass kalte Winter automatisch zu einem Rückgang der Zeckenpopulation führen. Tatsächlich sind Zecken sehr widerstandsfähig und können auch längere Kälteperioden überleben, indem sie sich beispielsweise im Boden oder unter einer Schneedecke verkriechen. Entscheidender für die Zeckenpopulation ist die Feuchtigkeit im Frühjahr und Sommer. Ein feuchtes Klima begünstigt die Entwicklung der Zecken, während trockene Perioden ihnen schaden. Wie Stern berichtet, warnen Forscher, dass die lokalen klimatischen Bedingungen eine entscheidende Rolle spielen.
In Deutschland wurden im Jahr 2023 über 700 FSME-Fälle gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher liegen, da nicht alle Infektionen erkannt oder gemeldet werden.
FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen wird. Die Viren gelangen beim Saugakt in die Blutbahn und können das zentrale Nervensystem befallen. Die Krankheit kann in zwei Phasen verlaufen. Zunächst treten grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen auf. Bei einem Teil der Patienten kommt es nach einem beschwerdefreien Intervall zu einer zweiten Krankheitsphase mit Entzündungen des Gehirns (Meningoenzephalitis) oder der Hirnhäute (Meningitis). Diese können zu bleibenden Schäden wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Konzentrationsproblemen führen. In seltenen Fällen verläuft die FSME tödlich. (Lesen Sie auch: Giftschlange unter Liege: Frau Entdeckt Vier Meter…)
Das FSME-Risiko ist regional unterschiedlich. Als Risikogebiete gelten vor allem Bayern und Baden-Württemberg, aber auch Teile von Hessen, Thüringen, Sachsen und Rheinland-Pfalz. Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht regelmäßig eine Karte der FSME-Risikogebiete in Deutschland. Auch in anderen europäischen Ländern wie Österreich, der Schweiz und Teilen Osteuropas besteht ein erhöhtes FSME-Risiko. Es ist ratsam, sich vor Reisen in diese Gebiete über die aktuelle Risikolage zu informieren und gegebenenfalls eine Impfung in Erwägung zu ziehen.
Die FSME-Impfung ist eine Schutzimpfung, die in der Regel gut vertragen wird. Sie besteht aus drei Impfungen, die innerhalb weniger Monate verabreicht werden. Nach der Grundimmunisierung ist eine regelmäßige Auffrischung erforderlich, um den Impfschutz aufrechtzuerhalten.
Die wirksamste Schutzmaßnahme gegen FSME ist die Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung allen Personen, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten und Kontakt zu Zecken haben könnten. Neben der Impfung gibt es weitere Maßnahmen, um das Risiko eines Zeckenstichs zu minimieren. Dazu gehört das Tragen von geschlossener Kleidung bei Aufenthalten im Freien, insbesondere in Wäldern und Wiesen. Auch das Auftragen von Zeckenabwehrmitteln (Repellents) auf die Haut kann helfen. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden. Gefundene Zecken sollten möglichst rasch mit einer Pinzette oder einem Zeckenentferner entfernt werden, ohne sie dabei zu quetschen.
Dr. Gerhard Dobler, Virologe am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, betont die Bedeutung der Impfung als wirksamsten Schutz vor FSME. Er weist darauf hin, dass die Zahl der FSME-Fälle in den letzten Jahren gestiegen ist, was auf eine Ausbreitung der Risikogebiete und eine Zunahme der Zeckenpopulation hindeutet. Das RKI bietet detaillierte Informationen zu FSME und Schutzmaßnahmen. Auch Dr. Ute Mackenstedt, Zeckenforscherin an der Universität Hohenheim, warnt vor einer Verharmlosung des FSME-Risikos. Sie betont, dass Zecken nicht nur FSME, sondern auch andere Krankheiten wie Borreliose übertragen können. Daher sei es wichtig, sich umfassend über die Risiken zu informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Die Verbraucherzentrale bietet ebenfalls Informationen zum Thema FSME. (Lesen Sie auch: Toter Pottwal an Israels Küste Gefunden –…)
Die Aktivität von Zecken steigt mit den Temperaturen, insbesondere bei feuchtem Klima.
Die Anzahl der FSME-Fälle variiert jährlich, abhängig von den klimatischen Bedingungen und der Zeckenpopulation.
Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen dem Zeckenstich und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel zwischen 7 und 14 Tagen. In einigen Fällen können die Symptome aber auch früher oder später auftreten.
Nein, FSME ist eine Viruserkrankung und kann daher nicht mit Antibiotika behandelt werden. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Unterstützung der Körperfunktionen. In schweren Fällen kann ein Krankenhausaufenthalt erforderlich sein.
Die Häufigkeit der Auffrischungsimpfungen hängt vom Alter und dem verwendeten Impfstoff ab. In der Regel wird eine Auffrischung alle 3 bis 5 Jahre empfohlen. Ihr Arzt kann Ihnen Auskunft über die für Sie geltenden Empfehlungen geben.
Nein, nicht alle Zecken tragen FSME-Viren in sich. Der Anteil der infizierten Zecken variiert regional und kann von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein. Auch wenn nicht jede Zecke FSME überträgt, sollte man Stiche vermeiden. (Lesen Sie auch: Frühlingswetter Deutschland: Wo die Sonne Jetzt am…)
Die Übertragung von FSME erfolgt hauptsächlich durch Zeckenstiche. Eine Übertragung durch andere Tiere ist äußerst selten. Es gibt Berichte über eine mögliche Übertragung durch den Verzehr von Rohmilchprodukten von infizierten Tieren, dies ist jedoch sehr selten.
Das erhöhte FSME Risiko unterstreicht die Notwendigkeit, sich umfassend über die Krankheit, die Risikogebiete und die Schutzmaßnahmen zu informieren. Die Impfung bleibt die effektivste Methode, um sich vor einer Infektion zu schützen. Daneben sollten Verhaltensweisen angepasst werden, die das Risiko eines Zeckenstichs minimieren. Nur so kann man unbeschwert die Natur genießen, ohne sich unnötig dem FSME Risiko auszusetzen.
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