Pflanzen gegen Zecken: So Schützen Lavendel & Co. Deinen Garten
Pflanzen Gegen Zecken? Klingt erstmal nach Hokuspokus, aber es gibt tatsächlich Gewächse, die den kleinen Blutsaugern das Leben schwer machen können! Wer hätte gedacht, dass Lavendel und Co. nicht nur unsere Gärten verschönern, sondern auch als natürliche Zeckenabwehr dienen können? Aber Achtung, liebe Gartenfreunde: Einfach blind drauf los pflanzen reicht nicht. Wir beleuchten, welche Pflanzen wirklich helfen und worauf ihr achten müsst, damit die Zecken in Zukunft einen großen Bogen um eure grüne Oase machen.

| Event | Ergebnis | Datum | Ort | Schlüsselmomente |
|---|---|---|---|---|
| Natürliche Zeckenabwehr im Garten | Pflanzen vs. Zecken | Laufend | Eigener Garten | Auswahl der richtigen Pflanzen, korrekte Anwendung, Beachtung von Vorsichtsmaßnahmen |
Was steckt hinter der Zeckenplage?
Zecken sind das ganze Jahr über aktiv, besonders wenn die Temperaturen milder sind. Ob im Wald, auf dem Spielplatz oder im heimischen Garten – die kleinen Parasiten lauern überall. Laut Ute Mackenstedt, einer Parasitologin von der Universität Hohenheim, sind Zecken längst nicht mehr nur ein Problem im Wald: “Auch im eigenen Garten, und da hält man sich viel häufiger und länger auf als im Wald”.
Die steigende Zahl von FSME-Fällen, insbesondere in Hochrisikogebieten, bereitet Forschern Sorge. Eine aktuelle Übersicht der Risikogebiete gibt es hier. Zecken übertragen nicht nur die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gegen die es eine Impfung gibt, sondern auch Borreliose. Diese Infektionskrankheit kann schwerwiegende Verläufe nehmen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.
Lavendel, Rainfarn & Co.: Die Top 5 der Zecken-Schreckpflanzen
Es gibt eine Reihe von Pflanzen, denen eine abschreckende Wirkung auf Zecken nachgesagt wird. Hier sind fünf Pflanzen, die in keinem Garten fehlen sollten, wenn man die kleinen Blutsauger fernhalten möchte: (Lesen Sie auch: Erziehung: Eltern, die erfolgreiche Kinder großziehen, nutzen…)
- Lavendel (Lavandula): Der Duft von Lavendel ist für Menschen angenehm, soll aber Zecken vertreiben. Verantwortlich dafür sind die ätherischen Öle Linalylacetat und Linalool, die auch auf Mücken und Motten abschreckend wirken. Hummeln hingegen werden von Lavendel magisch angezogen, was die Pflanze zu einem doppelten Gewinn macht: Zeckenabwehr und Bienenweide in einem.
- Rainfarn (Tanacetum vulgare): Diese Wildpflanze, auch bekannt als Wurmkraut, hat gelbe Blüten und einen kräftigen Geruch, der Zecken abschrecken soll. Allerdings ist Vorsicht geboten, da Rainfarn Giftstoffe enthält. Kinder und Haustiere sollten besser Abstand halten. Der Nektar dient vielen Insekten als Nahrungsquelle, und die getrockneten Blüten sind ein natürlicher Mottenschutz.
- Rosmarin (Salvia rosmarinus): Rosmarin ist nicht nur in der Küche ein beliebtes Gewürz, sondern auch im Garten ein Duftspender. Die mediterrane Pflanze verströmt ein kräftiges Aroma, das im Frühling Hummeln und Bienen anlockt, aber Zecken fernhalten soll.
- Thymian (Thymus): Auch Thymian gehört zu den Pflanzen, deren Duft Zecken nicht mögen. Die ätherischen Öle des Thymians sollen eine abschreckende Wirkung haben. Zudem ist Thymian eine pflegeleichte Pflanze, die sich gut als Bodendecker eignet.
- Minze (Mentha): Minze ist bekannt für ihren erfrischenden Duft, der auch Zecken nicht behagt. Ob Pfefferminze, Krauseminze oder andere Sorten – Minze kann im Garten oder in Töpfen auf dem Balkon angebaut werden und trägt zur Zeckenabwehr bei.
Die wichtigsten Fakten
- Zecken sind das ganze Jahr über aktiv, besonders bei milden Temperaturen.
- FSME und Borreliose sind die häufigsten von Zecken übertragenen Krankheiten.
- Lavendel, Rainfarn, Rosmarin, Thymian und Minze wirken abschreckend auf Zecken.
- Vorsicht bei Rainfarn: Die Pflanze ist giftig für Kinder und Haustiere.
Wie wirken Pflanzen gegen Zecken wirklich?
Die Wirksamkeit von Pflanzen gegen Zecken beruht hauptsächlich auf ihren ätherischen Ölen. Diese Öle enthalten Substanzen, die für Zecken unangenehm riechen und sie so vertreiben können. Allerdings ist die Konzentration dieser Öle in den Pflanzen oft nicht hoch genug, um einen hundertprozentigen Schutz zu gewährleisten. Es ist daher wichtig, die Pflanzen als Teil eines umfassenden Zeckenschutzkonzepts zu betrachten.
Zusätzlich zur Bepflanzung des Gartens können ätherische Öle auch direkt auf die Haut aufgetragen werden. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Ätherische Öle sollten niemals unverdünnt auf die Haut gelangen, da sie Reizungen verursachen können. Es ist ratsam, sie mit einem Trägeröl wie Mandelöl oder Jojobaöl zu mischen. Schwangere, Kinder und Haustiere sollten vor der Anwendung ätherischer Öle einen Arzt oder Tierarzt konsultieren.
Die Wirksamkeit von Pflanzen gegen Zecken kann von verschiedenen Faktoren abhängen, wie z.B. der Konzentration der ätherischen Öle, der Witterung und der Zeckenart. Eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen ist daher empfehlenswert.
Was ist bei der Anwendung von Pflanzen gegen Zecken zu beachten?
Bei der Anwendung von Pflanzen gegen Zecken gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Zunächst einmal ist es wichtig, die Pflanzen richtig zu pflegen, damit sie ausreichend ätherische Öle produzieren. Regelmäßiges Gießen, Düngen und Schneiden sind hierbei entscheidend. Außerdem sollten die Pflanzen an einem sonnigen Standort platziert werden, da dies die Bildung von ätherischen Ölen fördert. (Lesen Sie auch: Handy Kontrollieren: Sucht und Ihre Folgen für…)
Wie Stern berichtet, sollte man sich nicht ausschließlich auf die abschreckende Wirkung der Pflanzen verlassen. Es ist ratsam, zusätzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen, wie z.B. das Tragen von heller Kleidung, das Vermeiden von hohem Gras und Unterholz sowie das Absuchen des Körpers nach Zecken nach jedem Aufenthalt im Freien.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Sicherheit von Kindern und Haustieren. Einige Pflanzen, wie z.B. Rainfarn, sind giftig und sollten daher außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren platziert werden. Auch bei der Anwendung von ätherischen Ölen ist Vorsicht geboten, da diese bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen können.
Die Rolle der Forschung: Was sagen Experten?
Die Forschung zur Wirksamkeit von Pflanzen gegen Zecken ist noch nicht abgeschlossen. Einige Studien haben gezeigt, dass bestimmte Pflanzen tatsächlich eine abschreckende Wirkung auf Zecken haben können, während andere Studien keine signifikanten Ergebnisse liefern konnten. Es ist daher wichtig, die Ergebnisse der Forschung kritisch zu hinterfragen und sich nicht blind auf einzelne Studien zu verlassen.

Experten wie Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim betonen, dass Pflanzen allein keinen ausreichenden Schutz vor Zecken bieten. Sie empfehlen, eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen zu ergreifen, wie z.B. das Tragen von Schutzkleidung, das Auftragen von Insektenschutzmitteln und das Absuchen des Körpers nach Zecken. Die Universität Hohenheim forscht intensiv im Bereich der Parasitologie und bietet fundierte Informationen zum Thema Zeckenschutz. (Lesen Sie auch: Nistkasten Bauen: So Helfen Sie Vögeln Beim…)
Informieren Sie sich regelmäßig über neue Erkenntnisse im Bereich des Zeckenschutzes. Die Forschung entwickelt sich ständig weiter, und es gibt immer wieder neue Produkte und Methoden, die einen besseren Schutz vor Zecken bieten können.
Fazit: Pflanzen als Teil eines umfassenden Zeckenschutzkonzepts
Pflanzen Gegen Zecken können eine sinnvolle Ergänzung zu einem umfassenden Zeckenschutzkonzept sein. Sie bieten zwar keinen hundertprozentigen Schutz, können aber dazu beitragen, die Zeckenpopulation im Garten zu reduzieren und das Risiko von Zeckenstichen zu verringern. Es ist jedoch wichtig, die Pflanzen richtig auszuwählen, zu pflegen und anzuwenden, um ihre Wirksamkeit zu maximieren. Und vergessen Sie nicht: Zusätzliche Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Schutzkleidung und das Absuchen des Körpers nach Zecken sind unerlässlich, um sich vor den kleinen Blutsaugern zu schützen. So können Sie Ihren Garten genießen, ohne ständig in Sorge vor Zecken sein zu müssen.
Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von: Stern




