Volker Geyer: dbb-Chef im Fokus – Forderungen am 17. April 2026
Der Name Volker Geyer ist am 17. April 2026 in Deutschland wiederholt in den Schlagzeilen zu finden. Als Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion nimmt Geyer eine zentrale Rolle in der Debatte um den öffentlichen Dienst, dessen Arbeitsbedingungen und die Zukunft des Berufsbeamtentums ein. Seine jüngsten Äußerungen umfassen Forderungen nach einem ‘Krisenbonus’ für Beschäftigte, die Verteidigung der Beamtenschaft gegen populistische Angriffe sowie Stellungnahmen zur amtsangemessenen Alimentation und dem Umgang mit extremistischen Parteien.
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Volker Geyer ist seit Juni 2025 Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion, des Dachverbands für Beamte und Tarifbeschäftigte in Deutschland. Am 17. April 2026 setzte er sich in mehreren Kontexten für die Stärkung des öffentlichen Dienstes ein, indem er einen ‘Krisenbonus’ für Staatsbedienstete forderte und die Verabschiedung eines Gesetzentwurfs zur amtsangemessenen Alimentation begrüßte. Zudem bekräftigte er die Abgrenzung des dbb von extremistischen Parteien wie der AfD.
Inhaltsverzeichnis
- Wer ist Volker Geyer? Ein Überblick über den dbb-Bundesvorsitzenden
- Der ‘Krisenbonus’: Volker Geyers Appell an den Arbeitgeber Staat
- Amtsangemessene Alimentation: Ein Erfolg für Volker Geyer und den dbb
- Schutz des öffentlichen Dienstes: Volker Geyers Einsatz für Sicherheit und Ansehen
- Finanzierung von Krankheitskosten: Volker Geyer für gerechtere Lastenverteilung
- Klare Kante: Volker Geyers Position zur AfD
- Europa und der handlungsfähige Staat: Volker Geyers internationale Perspektive
- Video: Volker Geyer zur Zukunft des öffentlichen Dienstes
- Tabelle: Volker Geyers Schlüsselpositionen im April 2026
- Kritik und Diskussion um Volker Geyers Forderungen
Wer ist Volker Geyer? Ein Überblick über den dbb-Bundesvorsitzenden
Volker Geyer, geboren am 9. November 1965 in Lisberg, ist ein prominenter deutscher Gewerkschafter, der seit Juni 2025 als Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion fungiert. Seine Karriere begann im Postdienst, wo er frühzeitig Personalratsvorsitzender wurde und sich in der Kommunikationsgewerkschaft DPV engagierte, deren Bundesvorsitzender er von 2007 bis 2017 war. Im dbb selbst war Geyer bereits seit 2004 im Bundesvorstand aktiv und von 2017 bis 2025 als stellvertretender Bundesvorsitzender sowie Fachvorstand für Tarifpolitik maßgeblich an entscheidenden Verhandlungen beteiligt, darunter die Einkommensrunde 2025. Seine Wahl zum Bundesvorsitzenden erfolgte mit einem beeindruckenden Ergebnis von 138 von 139 Stimmen als Nachfolger von Ulrich Silberbach, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.
Als Chef des mit rund 1,3 Millionen Mitgliedern größten Dachverbandes für Beamte und Tarifbeschäftigte in Deutschland vertritt Volker Geyer die Interessen einer breiten Basis des öffentlichen Dienstes. Seine Rolle ist von großer Bedeutung für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen, Besoldung und des Ansehens der Staatsbediensteten in Zeiten gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen.
Der ‘Krisenbonus’: Volker Geyers Appell an den Arbeitgeber Staat
Am 17. April 2026 forderte Volker Geyer den Staat auf, bei der geplanten steuer- und abgabenfreien Prämie von bis zu 1.000 Euro, dem sogenannten ‘Krisenbonus’, mit gutem Beispiel voranzugehen. Diese Prämie soll Arbeitgebenden die Möglichkeit geben, ihre Beschäftigten in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit zu entlasten. Geyer betonte, dass der Staat als Arbeitgeber, wenn er Unternehmen in die Pflicht nimmt, selbst die Verantwortung übernehmen und diesen Bonus auch für seine eigenen Angestellten, Beamten und Tarifbeschäftigten einführen müsse.
Die Länder lehnten die Forderung nach einer 1.000-Euro-Prämie für ihre Beschäftigten jedoch ab, da dies angesichts der angespannten Haushaltslage die Grenze des finanziell Machbaren erreiche und zusätzliche Kosten von knapp 115 Millionen Euro allein für Sachsen bedeuten würde. Diese Haltung der Länder stieß auf Kritik, da Volker Geyer die Unglaubwürdigkeit des Staates als Arbeitgeber hervorhob, wenn er von der Wirtschaft Entlastung einfordere, aber bei den eigenen Beschäftigten zurückstehe.
Amtsangemessene Alimentation: Ein Erfolg für Volker Geyer und den dbb
Ein wichtiges Thema, das Volker Geyer und der dbb seit Längerem verfolgen, ist die amtsangemessene Alimentation. Mehrere Urteile des Bundesverfassungsgerichts, zuletzt im November 2025, hatten Reformen der Besoldung in Bund und Ländern notwendig gemacht, da die bisherigen Regelungen den verfassungsrechtlichen Vorgaben nicht entsprachen. Am 15. April 2026 begrüßte Geyer die Vorlage eines Gesetzentwurfs zur amtsangemessenen Alimentation durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt.
Geyer lobte, dass Dobrindt sein Versprechen, das Thema zügig voranzubringen, eingehalten habe, insbesondere nachdem die vorherige Ampel-Koalition in dieser Frage nicht vorangekommen war. Der dbb-Bundesvorsitzende betonte die Notwendigkeit, dass die Kolleginnen und Kollegen endlich das erhalten, was ihnen rechtlich zusteht, und kündigte eine eingehende Prüfung des umfangreichen Gesetzentwurfs an. Kritisch merkte der dbb jedoch an, dass die Abkehr vom Berechnungsmaßstab des Alleinverdiener-Modells, das bisher vom Bundesverfassungsgericht vorgegeben war, zu bewerten sei.
Schutz des öffentlichen Dienstes: Volker Geyers Einsatz für Sicherheit und Ansehen
Volker Geyer setzt sich vehement für den Schutz der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und die Stärkung des Berufsbeamtentums ein. Am 17. April 2026 forderte er im Gespräch mit Mitgliedern des Innenausschusses des Deutschen Bundestages mehr Sicherheit für die Staatsbediensteten. Er beklagte einen deutlichen Anstieg von Gewaltvorfällen und betonte, dass Angriffe auf Beschäftigte des öffentlichen Dienstes Angriffe auf den Staat selbst seien.
Geyer forderte eine schnelle Reaktion der Politik und eine personell starke Justiz, um Konsequenzen durchzusetzen. Zudem sprach er sich gegen „Beamtenbashing“ und populistische Forderungen nach einem „Beamtensoli“ oder der Eingliederung in die Rentenkassen aus, die das Berufsbeamtentum als solches infrage stellen. Diese Debatten würden das Vertrauen untergraben und die Handlungsfähigkeit des Staates gefährden, wie er bereits auf der dbb Jahrestagung 2026 in Köln ausführte.
Finanzierung von Krankheitskosten: Volker Geyer für gerechtere Lastenverteilung
Ein weiteres wichtiges Thema, zu dem sich Volker Geyer am 17. April 2026 äußerte, ist die Finanzierung der Krankheitskosten von Bürgergeldempfängern. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau sprach sich Geyer dafür aus, diese Kosten durch Steuermittel zu finanzieren. Derzeit würden diese Kosten hauptsächlich von den Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) getragen, was er als ungerecht empfindet.
Der dbb-Chef argumentierte, dass eine steuerfinanzierte Lösung gerechter wäre, da dann alle Bürger, einschließlich der Beamten, dazu beitragen würden. Gleichzeitig lehnte er den Vorschlag von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas ab, Beamte in die Gesetzliche Rentenversicherung zu zwingen, da dies teurer wäre als das bestehende System und jährlich mindestens 20 Milliarden Euro zusätzlich kosten würde. Diese Position unterstreicht Geyers Engagement für eine nachhaltige und gerechte Finanzpolitik im Sozialsystem.
Klare Kante: Volker Geyers Position zur AfD
Der dbb, unter der Führung von Volker Geyer, hat eine klare Haltung gegenüber extremistischen Parteien wie der AfD. Wie am 14. April 2026 bekannt wurde, vermeidet der Beamtenbund Kontakte zu Vertretern oder Abgeordneten der AfD. Internen Schreiben zufolge ergehen an AfD-Vertreter keine Einladungen, und Einladungen der AfD werden nicht angenommen.
Die Begründung dafür liegt in der Verpflichtung aller Gewerkschaftsmitglieder zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes. Kontakte mit extremistischen Parteien oder Gruppierungen werden abgelehnt. Diese Position, die von Volker Geyer als Bundesvorsitzendem vertreten wird, unterstreicht die Rolle des dbb als Verfechter demokratischer Werte und als Institution, die sich klar von Parteien abgrenzt, die diese Werte potenziell untergraben könnten. Weitere Informationen zur Rolle des dbb finden sich auf der offiziellen Webseite des dbb beamtenbund und tarifunion.
Europa und der handlungsfähige Staat: Volker Geyers internationale Perspektive
Am 17. April 2026 äußerte sich Volker Geyer auch auf europäischer Ebene zur Bedeutung eines handlungsfähigen Staates. Bei einem Gespräch mit Vertretern spanischer Gewerkschaften und der Europäischen Union der Unabhängigen Gewerkschaften (CESI) in Madrid betonte Geyer, dass angesichts des Krieges in Nahost und schwacher Konjunktur ein Sparen am öffentlichen Dienst fatal wäre. Er forderte ein Konzept, um die Handlungsfähigkeit der EU-Mitgliedstaaten sicherzustellen.
Geyer hob hervor, dass ein handlungsfähiger Staat die Menschen unterstützen, Bürokratie abbauen und ausreichend Personal im öffentlichen Dienst bereitstellen müsse. Diese Forderungen sind entscheidend für eine resiliente Gesellschaft und unterstreichen die Notwendigkeit, in den gesamten öffentlichen Dienst, einschließlich Schulen, Polizei und Krankenhäuser, sowie in Justiz und Verwaltung zu investieren. Der dbb-Chef sieht den Staat als „Fels in der Brandung“ in unsicheren Zeiten. Die Bedeutung der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene für die Stabilität und Handlungsfähigkeit der Mitgliedstaaten wurde somit von Volker Geyer klar herausgestellt.
Video: Volker Geyer zur Zukunft des öffentlichen Dienstes
Im obigen Video spricht Volker Geyer auf der dbb Jahrestagung 2026 über die Herausforderungen und die Zukunft des öffentlichen Dienstes.
Tabelle: Volker Geyers Schlüsselpositionen im April 2026
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Positionen und Forderungen von Volker Geyer im April 2026 zusammen:
| Thema | Volker Geyers Position | Datum der Äußerung | Quelle |
|---|---|---|---|
| ‘Krisenbonus’ für den öffentlichen Dienst | Staat soll als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen und Prämie zahlen. | 17. April 2026 | dbb.de |
| Amtsangemessene Alimentation | Begrüßt Gesetzentwurf zur Reform der Beamtenbesoldung, fordert zügige Umsetzung. | 15. April 2026 | dbb.de |
| Schutz öffentlicher Dienst | Forderung nach mehr Sicherheit für Beschäftigte, Verteidigung des Berufsbeamtentums gegen Angriffe. | 17. April 2026 | dbb.de |
| Finanzierung Krankheitskosten Bürgergeld | Krankheitskosten von Bürgergeldempfängern sollen steuerfinanziert werden. | 17. April 2026 | dbb.de |
| Haltung zur AfD | dbb vermeidet Kontakte zu Vertretern der AfD aufgrund des Bekenntnisses zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. | 14. April 2026 | Deutschlandfunk.de |
| Handlungsfähigkeit des Staates (Europa) | Fordert Investitionen in den öffentlichen Dienst in EU-Mitgliedstaaten für Krisenfestigkeit. | 17. April 2026 | dbb.de |
Kritik und Diskussion um Volker Geyers Forderungen
Die Forderungen von Volker Geyer und dem dbb sind nicht ohne Widerhall geblieben. Insbesondere die Ablehnung der Länder, den ‘Krisenbonus’ für ihre Beschäftigten zu zahlen, zeigt die finanziellen Engpässe und unterschiedlichen Prioritäten innerhalb der Bundesrepublik auf. Die Debatte um die Verbeamtung von Lehrkräften, die Geyer im Kontext der Rentenversicherungsdiskussion ansprach, beleuchtet zudem die unterschiedlichen Ansichten über die Attraktivität und die Kosten des Beamtentums.
Die Auseinandersetzung um die amtsangemessene Alimentation, die durch Gerichtsurteile nötig wurde, verdeutlicht die langjährigen Spannungen zwischen den Forderungen der Gewerkschaften und den Möglichkeiten der öffentlichen Haushalte. Der dbb bleibt hier ein wichtiger Akteur, der die Einhaltung rechtlicher Vorgaben vehement einfordert, um die Attraktivität des öffentlichen Dienstes für den Nachwuchs zu sichern. Weitere Informationen zum Thema Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst finden Sie in unserem Artikel Rüdiger Maas: Generationenforscher und aktueller Generationen-Report 2026.
Die klare Abgrenzung von der AfD durch Volker Geyer wurde von verschiedenen Seiten kommentiert und als wichtiger Beitrag zur Stärkung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung gewertet. Dies zeigt, dass Gewerkschaften wie der dbb nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Volker Geyer
- Wer ist Volker Geyer?
- Volker Geyer ist seit Juni 2025 der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion, des größten Dachverbands für Beamte und Tarifbeschäftigte in Deutschland.
- Welche wichtigen Forderungen stellte Volker Geyer am 17. April 2026?
- Am 17. April 2026 forderte Volker Geyer unter anderem einen ‘Krisenbonus’ für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, sprach sich für eine steuerfinanzierte Übernahme von Krankheitskosten für Bürgergeldempfänger aus und mahnte den Schutz des öffentlichen Dienstes an.
- Wie steht Volker Geyer zur amtsangemessenen Alimentation?
- Volker Geyer begrüßt den am 15. April 2026 vorgelegten Gesetzentwurf zur amtsangemessenen Alimentation für Bundesbeamte, der nach mehreren Gerichtsurteilen notwendig wurde, und fordert eine zügige Umsetzung der Reformen.
- Welche Haltung vertritt Volker Geyer bezüglich der AfD?
- Der dbb unter Volker Geyer vermeidet konsequent Kontakte zu Vertretern der AfD, da sich alle Gewerkschaftsmitglieder zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen müssen und Kontakte zu extremistischen Parteien abgelehnt werden.
- Warum ist Volker Geyer am 17. April 2026 ein Trendthema?
- Volker Geyer ist am 17. April 2026 ein Trendthema aufgrund seiner zahlreichen aktuellen Stellungnahmen und Forderungen zu zentralen Themen des öffentlichen Dienstes, der Sozialpolitik und der staatlichen Handlungsfähigkeit, die in verschiedenen Medien aufgegriffen wurden.
Fazit: Volker Geyer als starke Stimme des öffentlichen Dienstes
Volker Geyer hat sich am 17. April 2026 einmal mehr als eine der prägendsten Stimmen für die Belange des öffentlichen Dienstes in Deutschland positioniert. Seine klaren Forderungen nach einem ‘Krisenbonus’, die engagierte Verteidigung des Berufsbeamtentums und die deutliche Abgrenzung von extremistischen Kräften unterstreichen sein Bestreben, einen handlungsfähigen und resilienten Staat zu sichern. Die aktuellen Debatten um die amtsangemessene Alimentation und die Finanzierung des Sozialsystems zeigen die Komplexität der Aufgaben, denen sich Volker Geyer als dbb-Bundesvorsitzender widmet. Sein Einfluss auf die öffentliche Debatte und die politische Entscheidungsfindung bleibt somit von großer Bedeutung für Millionen von Beschäftigten in Deutschland.
