Der ORF hat seinen jährlichen Transparenzbericht veröffentlicht, der die Gehälter der top verdiener orf offenlegt. Die Veröffentlichung sorgt für Diskussionen über die Höhe der Vergütungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, insbesondere angesichts des Sparkurses, den der ORF seit Jahren verfolgt.
Als einziges öffentliches Unternehmen in Österreich ist der ORF gesetzlich dazu verpflichtet, die Gehälter jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter offenzulegen, die inklusive Zulagen über 170.000 Euro brutto im Jahr verdienen. Diese Regelung soll für Transparenz sorgen und die Verwendung von Gebühren- und Steuergeldern nachvollziehbar machen. Der nun veröffentlichte Bericht bezieht sich auf das Jahr 2025.
Laut dem am 31. März 2026 veröffentlichten Transparenzbericht, den der ORF selbst auf seiner Webseite zur Verfügung stellt, verdienten im Jahr 2025 insgesamt 65 Personen im ORF-Konzern mehr als 170.000 Euro brutto jährlich. Das sind zehn Personen weniger als im Jahr zuvor. Als Gründe für den Rückgang nennt der ORF altersbedingte Abgänge und die Inanspruchnahme von Altersteilzeit. (Lesen Sie auch: Kia EV2: Kompakter Stromer greift europäische Konkurrenz)
An der Spitze der Gehaltsliste steht Andreas Strobl, der Leiter des ORF-Zentrums, mit einem Bruttojahresgehalt von 469.000 Euro. Strobl, der Ende 2026 in Pension geht, verantwortete unter anderem die Sanierung des ORF-Zentrums. Auf Platz zwei folgt Roland Weißmann (427.500 Euro), der mittlerweile als ORF-Chef zurückgetreten ist, und ORF-Enterprise-Geschäftsführer Oliver Böhm (349.000 Euro), wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichten.
Weitere Top-Verdiener sind der im Vorjahr ausgeschiedene damalige ORF-Sportchef Hannes Aigelsreiter (ca. 340.000 Euro) und die beiden ORF III-Geschäftsführer Peter Schöber (ca. 312.000 Euro) und Kathrin Zierhut-Kunz (ca. 285.000 Euro). Als erste ORF-Direktorin scheint Eva Schindlauer (ca. 280.000 Euro) auf. Die drei weiteren Direktorinnen und Direktoren Ingrid Thurnher, Stefanie Groiss-Horowitz und Harald Kräuter verdienten je rund 270.000 Euro. Thurnher ist mittlerweile auch interimistische ORF-Chefin.
Der Bericht zeigt auch eine deutliche Diskrepanz zwischen den Geschlechtern bei den höchsten Gehältern. So verdienten keine Frau, aber vier Männer über 300.000 Euro. Auch in den niedrigeren Gehaltskategorien sind deutlich mehr Männer vertreten. Dies könnte die Diskussion um die Gleichstellung von Frauen und Männern im ORF neu entfachen. (Lesen Sie auch: Altersvorsorgedepot Riester: -Rente vor dem aus: Was)
Der ORF betont im Vorwort des Transparenzberichts, dass man sich des Privilegs der öffentlichen Finanzierung bewusst sei und sorgsam mit den Beiträgen der Bevölkerung umgehe. Seit vielen Jahren verfolge man einen intensiven Sparkurs, der mit „harten Einschnitten“ für die Belegschaft einhergehe. So seien seit 2007 knapp 1.000 Vollzeitäquivalente abgebaut worden. Im vergangenen Jahr seien auch Nebenbeschäftigungen und externe Beratungsleistungen gesunken. Die Anzahl jener Personen, die im ORF-Konzern ein zusätzliches Einkommen aus Nebenbeschäftigungen hatten, sei von 987 im Jahr 2024 auf 739 im Vorjahr gesunken. Der ORF führt das auf strengere Compliance-Vorschriften zurück.
Die hohen Gehälter der Top-Verdiener stehen jedoch in einem gewissen Widerspruch zu diesem Sparkurs. Kritiker bemängeln, dass in einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen, das aus Gebühren finanziert wird, nicht solche hohen Summen an Einzelpersonen gezahlt werden sollten. Es wird gefordert, die Gehälterstruktur im ORF kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen. Die Tiroler Tageszeitung berichtete ebenfalls über die Veröffentlichung der Topgehälter.
Die Veröffentlichung des Transparenzberichts hat in Österreich eine breite öffentliche Debatte ausgelöst. Während einige die Notwendigkeit hoher Gehälter zur Anwerbung und Bindung von Top-Kräften im Medienbereich betonen, kritisieren andere die mangelnde Verhältnismäßigkeit und fordern eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Gebührenzahler. (Lesen Sie auch: Türkiye Kosova Maçı: Türkei gegen Kosovo: Finalspiel)
Die Diskussion um die Gehälter der Top-Verdiener im ORF fällt in eine Zeit, in der der öffentlich-rechtliche Rundfunk generell unter Druck steht. Sinkende Zuschauerzahlen, verändertes Mediennutzungsverhalten und der zunehmende Wettbewerb durch private Anbieter stellen den ORF vor große Herausforderungen. Um seine Rolle als wichtiger Bestandteil der österreichischen Medienlandschaft zu sichern, muss der ORF einerseits seine Programmangebote modernisieren und attraktiver gestalten, andererseits aber auch seine Kostenstrukturen optimieren und für Transparenz sorgen. Die Gehälter der Top-Verdiener sind dabei nur ein Aspekt, aber ein wichtiger, der das Vertrauen der Bevölkerung in den ORF beeinflusst.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Top-Verdiener im ORF-Konzern (Gehälter über 170.000 Euro brutto pro Jahr) in den letzten Jahren:
| Jahr | Anzahl Top-Verdiener |
|---|---|
| 2024 | 75 |
| 2025 | 65 |
Der ORF ist als einziges öffentliches Unternehmen in Österreich gesetzlich dazu verpflichtet, die Gehälter von Mitarbeitern, die über 170.000 Euro brutto im Jahr verdienen, offenzulegen. Dies soll für Transparenz sorgen, da der ORF hauptsächlich durch Gebühren finanziert wird. (Lesen Sie auch: Türkiye Kosova Maçı: Türkei gegen Kosovo: Finale)
Laut dem veröffentlichten Transparenzbericht war Andreas Strobl, der Leiter des ORF-Zentrums, mit einem Bruttojahresgehalt von 469.000 Euro der Top-Verdiener im ORF im Jahr 2025. Er verantwortete unter anderem die Sanierung des ORF-Zentrums.
Insgesamt verdienten im Jahr 2025 65 Personen im ORF-Konzern mehr als 170.000 Euro brutto jährlich. Das sind zehn Personen weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang wird auf altersbedingte Abgänge und Altersteilzeit zurückgeführt.
Im Jahr 2025 gab es 65 Top-Verdiener im ORF, während es im Jahr 2024 noch 75 waren. Dies entspricht einem Rückgang von zehn Personen. Der ORF begründet dies mit altersbedingten Abgängen und der Inanspruchnahme von Altersteilzeit.
Die Diskussion um die Top-Gehälter im ORF könnte zu einer kritischen Überprüfung der Gehaltsstruktur und -politik des Unternehmens führen. Es ist möglich, dass in Zukunft verstärkt auf eine größere Verhältnismäßigkeit und eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Gebührenzahler geachtet wird.
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