Streik bei REWE: Welche Auswirkungen hat der Verdi-Aufruf?
Im Einzelhandel drohen massive Einschränkungen: Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag, den 15. Mai 2026, zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind zahlreiche Handelsketten, darunter auch Rewe. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen, in denen Verdi eine deutliche Lohnerhöhung für die Beschäftigten fordert.

Hintergrund der Verdi-Streiks im Einzelhandel
Die Tarifverhandlungen im Einzelhandel gestalten sich schwierig. Verdi fordert für die Beschäftigten mindestens 250 Euro mehr pro Monat sowie 150 Euro mehr für Auszubildende pro Lehrjahr. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Beschäftigten von den guten Umsätzen der Unternehmen profitieren und gleichzeitig die steigenden Lebenshaltungskosten kompensieren müssen. Die Arbeitgeberseite hat bisher kein ausreichendes Angebot vorgelegt, was Verdi zu den Warnstreiks veranlasst hat. Informationen zu den Zielen der Gewerkschaft finden sich auf der Webseite von Verdi. (Lesen Sie auch: Rückrufaktion bei REWE: Salami-Snack mit E. coli-Bakterien)
Aktuelle Entwicklung: Rewe und andere Ketten betroffen
Neben Rewe sind auch andere große Einzelhandelsketten von den Streiks betroffen. Dazu gehören unter anderem Penny, Kaufland, Metro, Edeka, Ikea, H&M, Zara und Primark. Auch Lagerstandorte von Rewe und Penny sollen bestreikt werden. Verdi will mit den Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, um in den Tarifverhandlungen eine Einigung zu erzielen. Laut hessenschau.de sind Streikkundgebungen in Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Dortmund geplant. In Kassel ist ein Demonstrationszug durch die Innenstadt geplant.
Auswirkungen auf Kunden und Mitarbeiter
Die Warnstreiks können für Kunden zu Einschränkungen führen. Es ist möglich, dass einzelne Rewe-Filialen geschlossen bleiben oder dass es zu Engpässen bei bestimmten Produkten kommt. Auch Verzögerungen bei Lieferungen sind nicht ausgeschlossen. Für die Mitarbeiter bedeuten die Streiks eine Arbeitsniederlegung, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Beteiligung an den Streiks ist freiwillig. (Lesen Sie auch: Tiefkühlgemüse REWE Rückruf: bei: wegen möglicher Splitter)
Rewe: Was bedeutet das für das Unternehmen?
Für Rewe bedeuten die Streiks eine Unterbrechung des normalen Geschäftsbetriebs. Umsatzeinbußen sind wahrscheinlich, insbesondere wenn die Streiks länger andauern oder sich auf mehrere Filialen erstrecken. Allerdings sind Warnstreiks ein übliches Mittel im Tarifstreit, und Unternehmen stellen sich in der Regel darauf ein. Die Auswirkungen auf das Image von Rewe sind schwer vorherzusagen und hängen stark von der öffentlichen Wahrnehmung des Konflikts ab.
Reaktionen und Stimmen
Verdi-Verhandlungsführer Marcel Schäuble betonte, dass die Menschen eine spürbare Lohnerhöhung bräuchten. Sie spürten tagtäglich, dass ihre Unternehmen im Wettbewerb gut aufgestellt seien, gleichzeitig sei das Geld für ihre Arbeit immer weniger wert. Die Gewerkschaft fordert daher mindestens 250 Euro mehr pro Monat und 150 Euro mehr in der Ausbildung pro Lehrjahr. Die Arbeitgeberseite hat sich bisher nicht öffentlich zu den Streiks geäußert. (Lesen Sie auch: Hannah Waddingham: Vom "Ted Lasso"-Star zur Actionheldin)
Ausblick: Wie geht es weiter?
Die Streiks sollen am Freitag und Samstag (15. und 16. Mai 2026) stattfinden. Ob es danach zu weiteren Streiks kommt, hängt vom Verlauf der Tarifverhandlungen ab. Sollten die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorlegen, sind weitere Arbeitsniederlegungen nicht ausgeschlossen.Informationen zu den aktuellen Tarifverhandlungen im Einzelhandel bietet der Handelsverband Deutschland (HDE).

FAQ zu Rewe und den Streiks
Häufig gestellte Fragen zu rewe
Warum streiken die Mitarbeiter bei Rewe?
Die Mitarbeiter streiken, weil die Tarifverhandlungen im Einzelhandel festgefahren sind. Verdi fordert höhere Löhne für die Beschäftigten, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen und sie an den Unternehmenserfolgen zu beteiligen. Die Gewerkschaft fordert mindestens 250 Euro mehr pro Monat. (Lesen Sie auch: ALDI Rückruf: Bakterien in Rauchmöckli – Was…)
Welche Rewe-Filialen sind von den Streiks betroffen?
Es ist nicht im Voraus bekannt, welche Rewe-Filialen genau bestreikt werden. Verdi hat zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen, daher können Filialen in verschiedenen Regionen betroffen sein. Kunden sollten sich am besten vorab informieren, ob ihre Filiale geöffnet ist.
Kann ich während des Streiks bei Rewe online bestellen?
Ob Online-Bestellungen während des Streiks möglich sind, hängt von der jeweiligen Filiale und der Region ab. Es kann zu Verzögerungen bei der Bearbeitung und Auslieferung kommen. Im Zweifelsfall sollte man sich direkt bei Rewe erkundigen.
Wie lange werden die Rewe-Streiks dauern?
Die Streiks sind zunächst für Freitag und Samstag (15. und 16. Mai 2026) geplant. Wie lange die Streiks insgesamt dauern werden, hängt vom Verlauf der Tarifverhandlungen ab. Sollte es keine Einigung geben, sind weitere Streiks möglich.
Welche Forderungen stellt Verdi bei den Tarifverhandlungen mit Rewe?
Verdi fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel, einschließlich der Rewe-Mitarbeiter, mindestens 250 Euro mehr pro Monat sowie 150 Euro mehr für Auszubildende pro Lehrjahr. Die Gewerkschaft will damit die steigenden Lebenshaltungskosten ausgleichen und die Beschäftigten an den Unternehmenserfolgen beteiligen.
| Datum | Betroffene Unternehmen | Ort(e) |
|---|---|---|
| 15. Mai 2026 | Rewe, Penny, Kaufland, Metro, Ikea, H&M, Zara, Primark | Bundesweit (Schwerpunkte: Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Dortmund, Kassel) |
| 16. Mai 2026 | Rewe, Penny, Kaufland, Metro, Ikea, H&M, Zara, Primark | Bundesweit |
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