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Sonntagsfrage Januar 2026: Aktuelle Umfragen im Überblick

Lesezeit: 6 Minuten | Letzte Aktualisierung: 21.01.2026

Sonntagsfrage Januar 2026: AfD und Union liegen in den aktuellen Wahlumfragen nahezu gleichauf. Je nach Institut führt die AfD mit 25-26 Prozent knapp vor der CDU/CSU (23-28 Prozent). Die regierende Große Koalition unter Kanzler Merz hätte derzeit keine parlamentarische Mehrheit.

Das Wichtigste in Kürze

  • AfD und Union liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen
  • AfD: 25-26% | CDU/CSU: 23-28% (je nach Institut)
  • SPD verbessert sich leicht: 13-16%
  • Grüne stabil: 12-13% | Linke: 10-11%
  • BSW und FDP unter 5-Prozent-Hürde
  • Schwarz-Rot ohne parlamentarische Mehrheit

Die Sonntagsfrage Januar 2026 zeigt: Die politische Stimmung in Deutschland bleibt angespannt. Ein Jahr nach der vorgezogenen Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 liegt die schwarz-rote Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in den Umfragen ohne eigene Mehrheit.

Aktuelle Umfrageergebnisse Januar 2026

Die wichtigsten Umfrageinstitute haben im Januar 2026 neue Zahlen vorgelegt. Hier der Überblick aller Sonntagsfragen:

InstitutCDU/CSUAfDSPDGrüneLinkeFDPBSW
Infratest dimap
ARD
28%25%13%12%10%3%3%
FG Wahlen
ZDF
26%25%15%12%10%<5%<5%
INSA
Bild
25%26%
Ipsos
15.01.
23%26%15%13%11%4%3%
YouGov
9.-12.01.
25%25%16%12%10%4%3%
Forsa
RTL/n-tv
25%25%15%12%10%3%3%

Rot markiert: Partei würde an 5-Prozent-Hürde scheitern. Grün: Höchstwert seit Bundestagswahl 2025.

AfD führt in mehreren Umfragen

Die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte AfD liegt in mehreren Umfragen vor der regierenden Union. Bei INSA und Ipsos erreicht die Partei 26 Prozent – ein Plus von rund 5 Prozentpunkten gegenüber dem Bundestagswahlergebnis von 2025 (20,8%).

Bemerkenswert: Bei YouGov und Forsa liegen AfD und Union mit je 25 Prozent gleichauf. Nur bei Infratest dimap (ARD) kann die Union mit 28 Prozent einen deutlichen Vorsprung verbuchen.

SPD legt leicht zu

Die Sozialdemokraten als Juniorpartner in der Großen Koalition können im Januar zulegen. Bei YouGov erreicht die SPD 16 Prozent – der höchste Wert seit der Bundestagswahl 2025. In anderen Umfragen liegt die Partei zwischen 13 und 15 Prozent.

📈 SPD bei YouGov: Mit 16 Prozent erreicht die SPD den höchsten Wert seit der Bundestagswahl am 23. Februar 2025. Gegenüber Dezember 2025 ein Plus von 2 Prozentpunkten.

FDP und BSW weiter unter 5 Prozent

Beide Parteien würden derzeit den Einzug in den Bundestag verpassen:

  • FDP: 3-4 Prozent je nach Institut
  • BSW: 3 Prozent – der niedrigste Wert seit Parteigründung (laut Ipsos)

Nach dem Koalitionsbruch in Brandenburg verliert das Bündnis Sahra Wagenknecht weiter an Zustimmung. Die FDP, die bereits bei der Bundestagswahl 2025 an der 5-Prozent-Hürde gescheitert war, kann nicht zulegen.

Schwarz-Rot ohne parlamentarische Mehrheit

Die regierende Koalition aus CDU/CSU und SPD hätte bei einer Wahl am nächsten Sonntag keine eigene Mehrheit im Bundestag. Das zeigen alle aktuellen Umfragen übereinstimmend.

KoalitionStimmenanteil*Mehrheit?
Schwarz-Rot (CDU/CSU + SPD)~40-41%Nein
Jamaika (CDU/CSU + Grüne + FDP)~40% (FDP <5%)Nein
Schwarz-Grün (CDU/CSU + Grüne)~38%Nein
Kenia (CDU/CSU + SPD + Grüne)~53%Ja

*Durchschnitt der aktuellen Umfragen

Zufriedenheit mit der Regierung: Nur 20 Prozent

Laut ARD-DeutschlandTrend überzeugt die Bundesregierung unter Kanzler Merz nur jeden fünften Wahlberechtigten (20 Prozent) mit ihren Regierungsleistungen. Die Einzelbewertungen:

PolitikerAmtZustimmung
Boris PistoriusVerteidigungsministerPlatz 1
Lars KlingbeilVizekanzler (SPD)26%
Friedrich MerzBundeskanzler (CDU)24%

Bemerkenswert: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) führt erneut das Politiker-Ranking an – wie schon das gesamte Jahr 2025.

Wie lange hält die Koalition?

Die Deutschen sind skeptisch, ob die schwarz-rote Koalition das Jahr 2026 übersteht:

  • 48 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass die Koalition 12 Monate übersteht
  • 45 Prozent rechnen mit einem Scheitern

Der Handlungsdruck bleibt hoch: Nur 20 Prozent der Bürger bewerten die wirtschaftliche Lage positiv. Die Zuwanderungspolitik bleibt eine Herausforderung – trotz Neuausrichtung unter Schwarz-Rot.

Trump und die NATO: 78 Prozent sehen Gefahr

Ein weiteres Thema bewegt die Deutschen: Laut ZDF-Politbarometer glauben 78 Prozent der Befragten, dass US-Präsident Donald Trumps Politik den Fortbestand der NATO gefährdet. Nur jeder Achte bewertet Trump positiv.

Gut die Hälfte der Bundesbürger unterstützt die Idee eines von der NATO unabhängigeren europäischen Militärbündnisses – quer durch alle Parteianhängerschaften.

Vergleich: Bundestagswahl 2025 vs. aktuell

ParteiBTW 2025Januar 2026*Trend
CDU/CSU28,6%~25%↓ -3,6
AfD20,8%~25%↑ +4,2
SPD16,4%~15%↓ -1,4
Grüne11,6%~12%↑ +0,4
Linke~8%~10%↑ +2
FDP<5%~3%
BSW4,9%~3%↓ -1,9

*Durchschnitt aktueller Umfragen

Häufig gestellte Fragen zur Sonntagsfrage

Was ist die Sonntagsfrage?

Die Sonntagsfrage lautet: “Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?” Sie misst die aktuelle politische Stimmung, ist aber keine Wahlprognose.

Warum unterscheiden sich die Umfragen der Institute?

Unterschiede entstehen durch verschiedene Erhebungsmethoden (Telefon, Online), Stichprobengrößen und Gewichtungsverfahren. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2-3 Prozentpunkten.

Wer regiert aktuell in Deutschland?

Seit dem 6. Mai 2025 regiert eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Vizekanzler ist Lars Klingbeil (SPD).

Wann ist die nächste Bundestagswahl?

Die reguläre Wahlperiode beträgt vier Jahre. Die nächste Bundestagswahl findet voraussichtlich spätestens am 25. März 2029 statt – sofern die Koalition nicht vorher scheitert.

Welche Wahlen finden 2026 statt?

2026 stehen acht Wahlen an: Landtagswahlen in Baden-Württemberg (8.3.), Rheinland-Pfalz (22.3.), Sachsen-Anhalt (6.9.), Mecklenburg-Vorpommern und Berlin (20.9.) sowie Kommunalwahlen in Bayern, Hessen und Niedersachsen.

Fazit: AfD profitiert, Koalition unter Druck

Die Sonntagsfrage Januar 2026 zeigt ein gespaltenes Land. Die AfD hat seit der Bundestagswahl deutlich zugelegt und liegt in mehreren Umfragen vor der Union. Die regierende Große Koalition aus CDU/CSU und SPD hätte keine eigene Mehrheit mehr. Nur eine Kenia-Koalition (Union + SPD + Grüne) würde derzeit für eine parlamentarische Mehrheit reichen.

Besonders besorgniserregend für die Regierung: Nur 20 Prozent der Bürger sind mit der Arbeit zufrieden, fast die Hälfte rechnet mit einem Scheitern der Koalition noch im Jahr 2026.

✍️ Quellen

Infratest dimap (ARD-DeutschlandTrend), Forschungsgruppe Wahlen (ZDF-Politbarometer), INSA (Bild am Sonntag), Forsa (RTL/n-tv), Ipsos, YouGov, wahlrecht.de, dawum.de

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