Meerkohl Anbauen: So Gelingt die Ernte auch im Garten
Meerkohl Anbauen ist nicht nur etwas für Küstenregionen! Wer sich fragt, was Meerkohl ist, wo er wächst, wann er geerntet wird und warum er im Garten eine Bereicherung darstellt, findet hier die Antworten. Diese robuste Pflanze trotzt widrigen Bedingungen und kann auch im heimischen Garten kultiviert werden, fernab von salzigen Brisen und Sandstränden.

Die wichtigsten Fakten
- Meerkohl ist eine winterharte Gemüsesorte, die ursprünglich an Küsten beheimatet ist.
- Er ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
- Der Anbau ist auch im Binnenland mit einigen Vorkehrungen möglich.
- Die Ernte erfolgt im Frühjahr.
Meerkohl im Garten: Eine Bereicherung
Meerkohl (Crambe maritima) ist ein ungewöhnliches Gemüse, das ursprünglich an den Küsten Europas beheimatet ist. Seine Fähigkeit, in salzhaltigen Böden und windigen Umgebungen zu gedeihen, macht ihn zu einer robusten und pflegeleichten Pflanze. Doch auch im Binnenland erfreut sich der Meerkohl wachsender Beliebtheit, denn mit den richtigen Tipps und Tricks lässt er sich auch hier erfolgreich anbauen.
Der Meerkohl ist nicht nur eine kulinarische Delikatesse, sondern auch eine Zierde für jeden Garten. Seine blaugrünen Blätter und die duftenden, weißen Blütenstände machen ihn zu einem attraktiven Blickfang. Im Frühjahr können die jungen Triebe geerntet und wie Spargel zubereitet werden. Sie haben einen leicht nussigen Geschmack und sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
Was ist Meerkohl und wie unterscheidet er sich von anderen Kohlsorten?
Meerkohl ist eine mehrjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten, wie beispielsweise Kopfkohl oder Brokkoli, ist der Meerkohl an das Leben in Küstenregionen angepasst. Seine Blätter sind dick und ledrig, um Verdunstung zu minimieren, und er toleriert salzhaltige Böden. Die Pflanze bildet eine tiefe Pfahlwurzel, die sie vor Wind und Austrocknung schützt.
Ein weiterer Unterschied zu anderen Kohlsorten besteht in der Art der Ernte. Beim Meerkohl werden im Frühjahr die jungen, bleichen Triebe geerntet, ähnlich wie beim Spargel. Diese Triebe sind besonders zart und aromatisch. Die Blätter können ebenfalls gegessen werden, sind aber etwas herber im Geschmack.
Vor der Aussaat kann man die Samen des Meerkohls für einige Stunden in warmem Wasser einweichen, um die Keimung zu beschleunigen. (Lesen Sie auch: TÜV Mängel Vermeiden: 10 Ursachen für Fehlende…)
Die Standortwahl: Wo fühlt sich Meerkohl wohl?
Obwohl der Meerkohl ursprünglich an Küsten beheimatet ist, kann er auch im Binnenland erfolgreich angebaut werden. Wichtig ist ein sonniger Standort mit einem gut durchlässigen Boden. Staunässe sollte vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Der Boden sollte idealerweise sandig-lehmig sein und einen hohen Humusanteil aufweisen.
Um die Bedingungen an einem Küstenstandort zu simulieren, kann dem Boden etwas Sand und Kalk beigemischt werden. Eine Drainage aus Kies oder Blähton sorgt für einen guten Wasserabzug. Auch eine windgeschützte Lage ist von Vorteil, da der Meerkohl empfindlich auf starke Winde reagieren kann.
Meerkohl Anbauen: Schritt für Schritt Anleitung
Der Anbau von Meerkohl kann entweder durch Aussaat oder durch das Setzen von Jungpflanzen erfolgen. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr, entweder direkt ins Freiland oder in Töpfen. Die Samen sollten etwa 2 cm tief in die Erde gelegt werden. Die Keimung dauert in der Regel 2-3 Wochen.
Jungpflanzen können im Fachhandel erworben werden. Sie werden im Frühjahr oder Herbst in den Garten gepflanzt. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa 60-80 cm betragen. Nach dem Pflanzen ist es wichtig, die Pflanzen gut anzugießen und regelmäßig zu düngen. Laut Bild ist Meerkohl im Garten pflegeleicht und winterhart.
Im ersten Jahr bildet der Meerkohl zunächst nur Blätter. Im zweiten Jahr können dann die ersten Triebe geerntet werden. Um die Ernte zu erleichtern, können die Pflanzen im Herbst mit Stroh oder Laub abgedeckt werden. Dadurch werden die Triebe im Frühjahr gebleicht und sind besonders zart.
Meerkohl ist eine mehrjährige Pflanze und kann bis zu 20 Jahre alt werden. Daher sollte der Standort sorgfältig ausgewählt werden. (Lesen Sie auch: Kleinanzeigen Optimieren: So Klappt der Verkauf)
Pflege und Ernte: So gedeiht der Meerkohl prächtig
Meerkohl ist eine relativ pflegeleichte Pflanze. Regelmäßiges Gießen und Düngen sind jedoch wichtig für ein gutes Wachstum. Im Frühjahr kann ein organischer Dünger, wie beispielsweise Kompost oder Hornspäne, ausgebracht werden. Während der Wachstumsperiode sollte der Boden regelmäßig gehackt und von Unkraut befreit werden.
Die Ernte der Triebe erfolgt im Frühjahr, sobald sie etwa 15-20 cm lang sind. Sie werden dicht über dem Boden abgeschnitten. Nach der Ernte treibt die Pflanze erneut aus und bildet neue Blätter. Die Blätter können ebenfalls geerntet und als Gemüse zubereitet werden. Sie sind jedoch etwas herber im Geschmack als die Triebe.
Um die Pflanze vor Schädlingen zu schützen, können Netze oder Vliese verwendet werden. Auch eine regelmäßige Kontrolle auf Schädlingsbefall ist ratsam. Bei Bedarf können biologische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.
Kulinarische Verwendung: Meerkohl in der Küche
Meerkohl ist ein vielseitiges Gemüse, das in der Küche vielfältig verwendet werden kann. Die jungen Triebe werden meist wie Spargel zubereitet, entweder gekocht, gedünstet oder gebraten. Sie passen gut zu Fisch, Fleisch oder als Beilage zu vegetarischen Gerichten. Auch in Salaten oder Suppen können die Triebe verwendet werden.

Die Blätter des Meerkohls können ebenfalls gegessen werden, sind aber etwas herber im Geschmack. Sie können wie Spinat zubereitet oder in Eintöpfen und Suppen verwendet werden. Auch als Zutat in Salaten oder als Füllung für Teigtaschen sind die Blätter geeignet.
Meerkohl ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere an Vitamin C, Kalium und Kalzium. Er enthält auch Senfölglykoside, die für den leicht scharfen Geschmack verantwortlich sind und eine gesundheitsfördernde Wirkung haben sollen. (Lesen Sie auch: Portugiesische Galeere Teneriffa: Schwimmer Verletzt – Warnung!)
Für Liebhaber ungewöhnlicher Gemüsesorten ist der Meerkohl eine interessante Alternative zu herkömmlichen Kohlsorten. Mit etwas Geduld und den richtigen Tipps und Tricks lässt er sich auch im Binnenland erfolgreich anbauen und in der Küche vielseitig verwenden. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet weitere Informationen zu Anbau und Pflege von Gemüsesorten.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Meerkohl auch im Topf anbauen?
Ja, Meerkohl kann auch im Topf angebaut werden, allerdings sollte der Topf ausreichend groß sein, da die Pflanze eine tiefe Pfahlwurzel bildet. Ein Durchmesser von mindestens 40 cm ist empfehlenswert. Verwenden Sie eine gut durchlässige Erde und achten Sie auf eine ausreichende Wasserversorgung.
Wie überwintert Meerkohl am besten?
Meerkohl ist winterhart und benötigt keinen besonderen Schutz. Eine Abdeckung mit Stroh oder Laub kann jedoch sinnvoll sein, um die Triebe im Frühjahr zu bleichen. In sehr kalten Regionen kann ein zusätzlicher Schutz mit Vlies oder Reisig ratsam sein.
Wie oft kann man Meerkohl ernten?
Die Ernte der Triebe erfolgt einmal im Frühjahr. Nach der Ernte treibt die Pflanze erneut aus und bildet neue Blätter, die ebenfalls geerntet werden können. Eine zu häufige Ernte kann die Pflanze jedoch schwächen. (Lesen Sie auch: Keimende Zwiebeln Verwenden: Geniale Tipps für Küche…)
Welche Schädlinge befallen Meerkohl?
Meerkohl kann von verschiedenen Schädlingen befallen werden, wie beispielsweise Kohlweißlingen, Erdflöhen oder Schnecken. Eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen und der Einsatz von biologischen Pflanzenschutzmitteln können helfen, den Befall zu reduzieren.
Wie kann man Meerkohl vermehren?
Meerkohl kann durch Aussaat oder durch Teilung der Wurzel vermehrt werden. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr. Die Teilung der Wurzel kann im Herbst oder Frühjahr erfolgen. Graben Sie die Pflanze aus und teilen Sie die Wurzel in mehrere Stücke. Pflanzen Sie die Teilstücke anschließend wieder ein.
Der Anbau von Meerkohl ist eine lohnende Erfahrung für jeden Gartenliebhaber, der auf der Suche nach einer ungewöhnlichen und pflegeleichten Gemüsesorte ist. Mit seiner Robustheit und seinem einzigartigen Geschmack ist der Meerkohl eine Bereicherung für jeden Garten und jede Küche.





