Krötenwanderung: Autofahrer Aufgepasst, es wird Gefährlich!
Die Krötenwanderung hat begonnen! Mit steigenden Temperaturen verlassen Erdkröten, Molche und andere Amphibien ihre Winterquartiere und begeben sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Für Autofahrer bedeutet das erhöhte Vorsicht, denn die Wanderwege der Tiere führen oft über viel befahrene Straßen. Jedes Jahr fallen tausende Amphibien dem Straßenverkehr zum Opfer.

Auto-Fakten
- Amphibienwanderstrecken sind oft durch Schilder gekennzeichnet.
- Auf diesen Strecken gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 30 km/h.
- Auch der Luftdruck von schnell fahrenden Fahrzeugen kann für die Tiere tödlich sein.
- Naturschützer errichten an manchen Orten Schutzzäune und tragen die Tiere über die Straße.
| VERKEHRSRECHT: | Geschwindigkeitsüberschreitung auf Amphibienwanderstrecke |
| Bußgeld: | Ab 20 Euro (bei geringfügiger Überschreitung) bis mehrere hundert Euro (bei deutlicher Überschreitung und Gefährdung). |
| Punkte in Flensburg: | Je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung möglich. |
| Fahrverbot: | Bei besonders gravierenden Verstößen denkbar. |
Was bedeutet das für Autofahrer?
Die beginnende Krötenwanderung stellt Autofahrer vor besondere Herausforderungen. Zum einen gilt es, die Tiere nicht zu überfahren, zum anderen sollen sie auch nicht durch den Luftdruck schnell fahrender Autos getötet werden. Dies erfordert eine vorausschauende Fahrweise und die Beachtung der örtlichen Gegebenheiten.
Besonders gefährdet sind Streckenabschnitte, die durch Wälder oder Feuchtgebiete führen. Hier ist es ratsam, die Geschwindigkeit zu reduzieren und aufmerksam den Straßenrand zu beobachten. Achten Sie auf entsprechende Warnschilder, die auf die Krötenwanderung hinweisen.
Warum wandern Kröten und andere Amphibien?
Amphibien verbringen den Großteil ihres Lebens an Land, kehren aber zur Fortpflanzung ins Wasser zurück. Dieser Instinkt leitet sie jedes Frühjahr zu ihren Laichgewässern, oft sind das die Teiche und Tümpel, in denen sie selbst einst geschlüpft sind. Die Wanderung ist für die Tiere eine kräftezehrende Angelegenheit, da sie oft weite Strecken zurücklegen und dabei Hindernisse wie Straßen überwinden müssen. Wie Stern berichtet, beginnen die Wanderungen, sobald die Nachttemperaturen mehrere Tage in Folge über fünf Grad Celsius steigen.
Wie können Autofahrer die Kröten schützen?
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt Autofahrern, in den betroffenen Gebieten besonders aufmerksam zu sein und folgende Verhaltensregeln zu beachten: (Lesen Sie auch: Lawinentote österreich: Zahl der Opfer steigt auf…)
- Geschwindigkeit reduzieren: Fahren Sie auf Streckenabschnitten, die als Amphibienwanderwege gekennzeichnet sind, maximal 30 km/h.
- Aufmerksam beobachten: Achten Sie auf Kröten und andere Amphibien, die die Straße überqueren.
- Ausweichmanöver vermeiden: Unkontrollierte Ausweichmanöver können gefährlich sein. Bremsen Sie stattdessen kontrolliert ab.
- Auf Schutzzäune achten: An manchen Orten werden von Naturschützern Schutzzäune errichtet. Diese signalisieren eine besonders hohe Amphibiendichte.
- Rücksicht nehmen: Zeigen Sie Rücksicht auf Naturschützer, die die Tiere über die Straße tragen.
Informieren Sie sich vor Fahrtantritt über mögliche Amphibienwanderwege in Ihrer Region. Viele Naturschutzorganisationen veröffentlichen Karten und Informationen zu den betroffenen Gebieten.
Welche Rolle spielen Naturschützer bei der Krötenwanderung?
Ehrenamtliche Naturschützer leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Amphibien. Sie errichten Schutzzäune entlang gefährlicher Straßenabschnitte, sammeln die Tiere ein und tragen sie sicher über die Fahrbahn. Diese Zäune verhindern, dass die Tiere direkt auf die Straße gelangen und überfahren werden. Die Naturschützer kontrollieren die Zäune regelmäßig und befreien die Tiere, die sich dort gesammelt haben. Die Helfer sind oft in den Abend- und Nachtstunden im Einsatz, um die Tiere vor dem sicheren Tod zu bewahren.
Was passiert, wenn die Temperaturen wieder sinken?
Sollten die Temperaturen nach Beginn der Wanderung wieder fallen, kann es zu einem vorübergehenden Stopp der Krötenwanderung kommen. Die Tiere verharren dann in ihren Verstecken und warten auf wärmeres Wetter. Sobald die Temperaturen wieder steigen, setzen sie ihre Wanderung fort. Dies kann dazu führen, dass sich die Wanderung über einen längeren Zeitraum erstreckt und die Autofahrer über mehrere Wochen hinweg zur Vorsicht aufgerufen sind.
Wie lange dauert die Krötenwanderung?
Die Dauer der Krötenwanderung ist stark von den Witterungsbedingungen abhängig. In der Regel dauert sie mehrere Wochen, kann sich aber bei wechselhaftem Wetter auch über einen längeren Zeitraum hinziehen. Die Hauptwanderungszeit liegt meist im März und April, kann sich aber je nach Region und Wetterlage auch in den Februar oder Mai verschieben. Es ist ratsam, sich bei den lokalen Naturschutzorganisationen über den aktuellen Stand der Krötenwanderung zu informieren.
Nicht nur Kröten sind während der Wanderung unterwegs. Auch andere Amphibien wie Molche und Frösche überqueren Straßen. Seien Sie daher auf alle Arten von Amphibien vorbereitet und passen Sie Ihre Fahrweise entsprechend an. Achten Sie besonders auf kleine Tiere, die leicht zu übersehen sind. (Lesen Sie auch: Lawinentote österreich: Zahl steigt nach Unglücken in…)
Auch in Österreich und der Schweiz gibt es Amphibienwanderungen. Informieren Sie sich über die örtlichen Bestimmungen und Schutzmaßnahmen.
Wie funktioniert das “Kröten-Taxi”?
Ein besonderes Phänomen bei der Krötenwanderung ist das sogenannte “Kröten-Taxi”. Dabei klammern sich die kleineren Männchen an die Weibchen und lassen sich Huckepack zum Laichgewässer tragen. Dies spart den Männchen Energie, die sie für die Fortpflanzung benötigen. Die Weibchen tragen die Männchen oft über weite Strecken und sind dadurch zusätzlich belastet. Autofahrer sollten daher besonders auf diese “Doppelpacks” achten und ihnen ausreichend Zeit zum Überqueren der Straße geben. Laut dem ADAC sind solche Situationen typisch für die Erdkröte.
Was tun, wenn man eine Kröte überfahren hat?
Es ist natürlich sehr unerfreulich, aber was ist zu tun, wenn man versehentlich eine Kröte überfahren hat? Zunächst einmal sollte man anhalten und die Situation begutachten. Ist das Tier noch am Leben, sollte man es vorsichtig von der Straße entfernen und an einem sicheren Ort absetzen. Ist das Tier tot, kann man es am Straßenrand ablegen, damit es nicht von anderen Fahrzeugen überfahren wird. Es ist nicht erforderlich, die Polizei oder den Naturschutzbund zu informieren, es sei denn, es handelt sich um eine größere Anzahl von überfahrenen Tieren oder um eine besonders geschützte Art.

Warum sind Amphibienwanderungen für den Straßenverkehr gefährlich?
Amphibien müssen zur Fortpflanzung ihre Laichgewässer erreichen und überqueren dabei oft Straßen. Ihr langsames Tempo und ihre geringe Größe machen sie anfällig für den Straßenverkehr, was zu hohen Verlusten in den Populationen führen kann.
Wie können Naturschützer den Tieren während der Krötenwanderung helfen?
Naturschützer errichten Schutzzäune, um die Tiere von den Straßen fernzuhalten, sammeln sie ein und tragen sie sicher über die Fahrbahn. Diese Maßnahmen reduzieren die Zahl der überfahrenen Tiere erheblich und tragen zum Erhalt der Amphibienpopulationen bei.
Welche Strafe droht bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf einer Krötenwanderstrecke?
Die Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf einer Amphibienwanderstrecke richtet sich nach dem Grad der Überschreitung und kann von einem Bußgeld bis hin zu Punkten in Flensburg reichen. Bei besonders gravierenden Verstößen ist sogar ein Fahrverbot möglich.
Wie erkenne ich eine Amphibienwanderstrecke als Autofahrer?
Amphibienwanderstrecken sind in der Regel durch spezielle Warnschilder gekennzeichnet, die auf die Gefahr durchquerender Tiere hinweisen. Achten Sie auf diese Schilder und passen Sie Ihre Fahrweise entsprechend an, um die Tiere zu schützen.
Was ist das Besondere am Verhalten der Erdkröten während der Wanderung?
Bei Erdkröten kommt es häufig vor, dass sich die kleineren Männchen an den Weibchen festklammern und sich Huckepack zu den Laichgewässern tragen lassen. Dieses Verhalten, das sogenannte “Kröten-Taxi”, spart den Männchen Energie für die Fortpflanzung. (Lesen Sie auch: Eisschollen Usedom: Spektakuläre Eiswüste an der Ostseeküste)
Die Krötenwanderung ist ein alljährliches Naturschauspiel, das jedoch mit Gefahren für die Tiere verbunden ist. Autofahrer können einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Amphibien leisten, indem sie ihre Fahrweise anpassen und die Verhaltensregeln beachten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Kröten und andere Amphibien ihre Laichgewässer sicher erreichen und sich fortpflanzen können. Achten Sie auf die kleinen Tiere und tragen Sie dazu bei, dass die Populationen erhalten bleiben.





