Deutschland zählt zu den Ländern mit den höchsten Arbeitskosten in der EU. Im vergangenen Jahr verteuerte sich die Arbeitsstunde weiter. Wie steht Deutschland im Vergleich zu seinen Nachbarn da?
Die im europäischen Vergleich hohen Arbeitskosten in Deutschland sind 2025 deutlich gestiegen. Eine Arbeitsstunde in der Produktion und für Dienstleistungen kostete im Schnitt 45 Euro je Stunde, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Gemessen am EU-Mittel von 34,90 Euro zahlten Unternehmen in Deutschland damit 29 Prozent mehr. Gemessen am Vorjahr stiegen die Arbeitskosten um 3,6 Prozent – etwas weniger als im EU-Durchschnitt von 4,1 Prozent. (Lesen Sie auch: Kosten für Unternehmen: Arbeitsstunde kostet 45 Euro…)
Im EU-Vergleich liegt Deutschland in der Spitzengruppe. Höher lagen die Arbeitskosten 2025 nur in Luxemburg (56,80 Euro), Dänemark (51,70), den Niederlanden (47,90) und Österreich (46,30). Allerdings gab es für Belgien noch keine Ergebnisse, das Land lag im Vorjahr auf Platz drei. Das Land mit den EU-weit niedrigsten Arbeitskosten 2025 war Bulgarien mit 12,00 Euro je Arbeitsstunde, gefolgt von Rumänien (13,60 Euro) und Ungarn (15,20 Euro).
Größte Anstiege der Arbeitskosten in Osteuropa (Lesen Sie auch: Rund Millionen: Mit 200 Euro: Bosch will)
2025 hätten sich die deutschen Arbeitskosten unterdurchschnittlich zum Euroraum und der EU entwickelt, schrieb Ulrike Stein, Arbeitsmarktexpertin am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. “Während sich die Arbeitskosten im privaten Dienstleistungssektor im Durchschnitt bewegten, fiel der Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich unterdurchschnittlich aus.”
Am stärksten stiegen die Arbeitskosten 2025 in Bulgarien (+13,1 Prozent), gefolgt von Kroatien mit 11,6 Prozent und Polen mit 10,5 Prozent. Nur relativ wenig verteuerte sich Arbeit in Frankreich (+2,0 Prozent), Dänemark (+3,0) und Italien (+3,2). In Malta sanken die Arbeitskosten sogar leicht. (Lesen Sie auch: Vergleichen Sparen: Und: Bis zu 800 Euro)
Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten wie Sozialbeiträgen der Arbeitgeber zusammen. Zu den Bruttoverdiensten zählen das Entgelt für geleistete Arbeitszeit, Sonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen, Vergütung für nicht gearbeitete Tage wie Urlaubstage und Sachleistungen. Nicht dazu zählt die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Wirtschaftsverbände fordern immer wieder Reformen, um die hohen Arbeitskosten in Deutschland zu senken.
Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Warum eine kostenlose Eintragung Ihr Unternehmen stärkt)
Die Suche nach vermissten Personen ist ein wichtiges Thema, das die Öffentlichkeit bewegt. Aktuell gibt…
Die Fußball-Regionalliga in Deutschland steht am 29.04.2026 im Zentrum intensiver Debatten um ihre Struktur und…
Der Verkauf einer Immobilie zählt zu den komplexesten finanziellen Transaktionen im Leben vieler Menschen. Neben…
Der SWR setzt weiterhin auf "Schlager-Spaß mit Andy Borg". Während andere Formate wie "Die Beatrice…
Der Immobilienmarkt gehört zu den dynamischsten und lukrativsten Branchen überhaupt – doch wer Immobilien erfolgreich…
Den Verkauf einer Immobilie sollte man niemals unterschätzen – er gehört zu den bedeutendsten finanziellen…