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Keller ausbauen – praktische DIY-Tipps für mehr Wohnraum

Stellen Sie sich vor: Aus einem dunklen, ungenutzten Keller wird ein helles Homeoffice oder ein Spielzimmer für die Kinder. Viele Hausbesitzer entdecken das Potenzial ihres Kellers – doch worauf kommt es an?

Ein trockener Raum mit mindestens 2,40 m Höhe ist die Basis. Dämmung und natürliches Licht machen den Unterschied zwischen einem kalten Lager und einem wohnlichen Bereich. Mit der richtigen Planung lässt sich dieser Ausbau sogar selbst realisieren.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Feuchtigkeit kontrollieren, welche rechtlichen Vorgaben gelten und welche Fördermittel verfügbar sind. Wir begleiten Sie durch alle 12 Schritte – von der Idee bis zur fertigen Nutzung.

Voraussetzungen für den Kellerausbau DIY

Bevor Sie mit der Umgestaltung beginnen, sollten Sie grundlegende Bedingungen prüfen. Nur so wird aus dem Untergeschoss ein komfortabler Wohnraum.

Mindestraumhöhe und bauliche Gegebenheiten

Die Raumhöhe entscheidet über Nutzbarkeit. Laut Bauordnung gelten 2,40 Meter als Minimum. Messen Sie an mehreren Stellen:

  • Deckenunterkante bis Bodenbelag
  • Besondere Aufmerksamkeit bei Balken und Rohren
  • Freiraum für Dämmung und Fußbodenaufbau einplanen

Statische Prüfungen sind unverzichtbar. Ältere Gebäude benötigen oft Verstärkungen für Wohnnutzung.

Feuchtigkeitscheck und Trockenlegung

Feuchtigkeit ist der häufigste Problemherd. So gehen Sie vor:

  1. Hygrometer über 2 Wochen an verschiedenen Wänden platzieren
  2. Werte unter 60% relativer Luftfeuchte sind ideal
  3. Salzausblühungen an Wänden deuten auf aufsteigende Nässe hin

Bei Werten über 65% müssen Sie zuerst die Ursache beseitigen. Professionelle Trockenlegungsmethoden helfen langfristig.

Baurechtliche Vorgaben in Deutschland

Jedes Bundesland hat spezifische Vorschriften. Diese Punkte sind bundesweit relevant:

  • Brandschutz: Feuerwiderstandsklassen für Wände
  • Fluchtwege: Zweiter Ausgang bei über 200 m²
  • Fenstergröße: Mindestens 1/8 der Bodenfläche bei Wohnräumen

Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über lokale Baugenehmigung-Pflichten. Genehmigungsfreie Umbauten haben oft strenge Grenzen.

Feuchtigkeit im Keller: Erkennen und bekämpfen

Ein feuchter Keller kann langfristig Schäden verursachen – doch wie erkennt man das Problem frühzeitig? Luftfeuchtigkeit und Kondenswasser sind oft die ersten Anzeichen. Mit der richtigen Strategie lassen sich Schimmel und Bauschäden vermeiden.

Hygrometer richtig einsetzen

Ein Hygrometer misst die Luftfeuchtigkeit präzise. Ideal sind Werte unter 60%. So gehen Sie vor:

  • Platzieren Sie das Gerät an verschiedenen Wänden.
  • Messen Sie über 2 Wochen hinweg.
  • Vergleichen Sie die Daten mit einem digitalen Protokoll.

Salzausblühungen oder nasse Flecken deuten auf aufsteigende Feuchtigkeit hin. Hier helfen spezielle Dichtungssysteme.

Natürliche vs. mechanische Belüftung

Frische Luft ist essenziell für ein gesundes Raumklima. Natürliche Lüftung durch Fenster reicht oft nicht aus. Dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung sind effizienter:

  • Sie sparen Energie.
  • Sie regulieren die Luftfeuchtigkeit automatisch.

Schimmelprävention und -beseitigung

Schimmel entsteht bei dauerhaft hoher Feuchtigkeit. So handeln Sie richtig:

  1. Oberflächlichen Befall mit Alkohol (70%) abwischen.
  2. Bei großflächigem Schimmel Fachleute hinzuziehen.
  3. Vorbeugend antimikrobielle Farben nutzen.

Tipp: Lüften Sie im Winter kurz und stoßweise, um Kondenswasser zu vermeiden.

Professionelle Abdichtungstechniken für DIY-Enthusiasten

Wasser ist der größte Feind jedes Kellers – mit diesen Techniken schützen Sie Ihr Zuhause langfristig. Ob Außenabdichtung oder Innendichtung: Die Wahl der Methode hängt von Ihrem Gebäude und Budget ab.

Außenabdichtung vs. Innendichtung

Die Außenabdichtung ist die effektivste Lösung, aber aufwendig. Sie erfordert das Freilegen der Kellerwände. Vorteile:

  • Schützt das Mauerwerk dauerhaft vor Wasser.
  • Mineralische Systeme wie Mineralschaum sind umweltfreundlich.

Die Innendichtung eignet sich für nachträgliche Sanierungen. Dichtschlämme oder Sanierputz bilden eine Barriere gegen Feuchtigkeit.

Dichtschlämme und Sanierputz richtig anwenden

Dichtschlämme sind flexibel und einfach zu verarbeiten. So gehen Sie vor:

  1. Oberfläche gründlich reinigen (kein Staub oder Salzreste).
  2. Schlämme gleichmäßig mit einer Bürste auftragen.
  3. Zwei Schichten für optimale Wirkung.

Sanierputz reguliert die Kapillaraktivität und eignet sich für salzbelastete Wände.

Horizontalsperren einbauen

Bei aufsteigender Feuchtigkeit hilft eine Horizontalsperre. Modernste Methode: Nachträgliche Injektionen mit Spezialharz.

Material Lebensdauer Kosten/m² DIY-Tauglichkeit
Bitumen 30 Jahre 25 € Mittel (Spezialwerkzeug nötig)
Mineralschaum 50+ Jahre 40 € Einfach (bürstenfertig)

Tipp: Testen Sie kleine Flächen vor dem großflächigen Auftrag. So vermeiden Sie Materialfehler.

Keller ausbauen DIY: Die richtige Dämmung

Die richtige Dämmung entscheidet über Komfort und Energieeffizienz. Ob Außenwände, Boden oder Decke – jedes Bauteil erfordert spezielle Materialien. Mit unserer Anleitung finden Sie die optimale Lösung.

Außendämmung: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Kalziumsilikatplatten eignen sich ideal für die Fassade. So gehen Sie vor:

  1. Untergrund von Salzrückständen und Schmutz befreien
  2. Platten mit speziellem Kleber anbringen (Mindestdicke 60 mm)
  3. Fugen mit kapillaraktiver Spachtelmasse verschließen

Tipp: Achten Sie auf die Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert). Je niedriger, desto besser isoliert das Material.

Innendämmsysteme im Vergleich

Für nachträgliche Sanierungen bieten sich verschiedene Optionen an:

  • Materialschaum: Leicht verarbeitbar, diffusionsoffen
  • Mineraldämmplatten: Nicht brennbar, hoher Schallschutz
  • Vakuumdämmung: Dünn, aber teuer (ab 120 €/m²)

Wichtig: Bei Innendämmung immer eine Dampfsperre einplanen, um Tauwasser zu vermeiden.

Boden und Decke fachgerecht isolieren

Der Boden benötigt einen mehrschichtigen Aufbau:

  1. Trittschalldämmung (z.B. PE-Schaum)
  2. Dampfsperrfolie (0,2 mm Dicke)
  3. Estrich mit integrierter Fußbodenheizung

Für die Kellerdecke eignen sich Mineralfaserplatten. Sie reduzieren Schallübertragung und verbessern die Energiebilanz.

Material Wärmeleitfähigkeit (λ) Preis/m²
Materialschaum 0,035 W/mK 22 €
Kalziumsilikat 0,065 W/mK 38 €
Hanfdämmung 0,040 W/mK 45 €

Hinweis: Gipskarton ist in Feuchträumen nur mit Spezialbeschichtung empfehlenswert.

Heizungssysteme für den Wohnkeller

Moderne Heizsysteme machen Kellerräume ganzjährig nutzbar. Ob als Gästezimmer oder Hobbyraum – die richtige Wärmequelle sorgt für behagliches Klima. Entscheidend sind Energieeffizienz und Kompatibilität mit Ihrem Gebäude.

Anschluss an bestehende Heizung

Bestehende Heizkörper lassen sich oft erweitern. Wichtig ist ein hydraulischer Abgleich: Dabei wird die Heizleistung optimal auf alle Räume verteilt. So vermeiden Sie kalte Ecken und hohe Kosten.

Schritte für den Anschluss:

  • Leistung der Heizung prüfen (mind. 50 W/m² für Keller).
  • Rohrleitungen isolieren, um Wärmeverluste zu minimieren.
  • Thermostatventile mit smarten Reglern nachrüsten.

Wandheizungen als Alternative

Wandheizungen sind platzsparend und strahlen Wärme gleichmäßig ab. Im Vergleich zu Fußbodenheizungen sind sie einfacher nachzurüsten. Ideal für feuchte Räume: Sie trocknen Wände zusätzlich.

Vorteile auf einen Blick:

  • Keine störenden Heizkörper an den Wänden.
  • Geringe Vorlauftemperatur (spart Energie).
  • Kombinierbar mit Trockenbauwänden.

Energieeffizienz und Förderungen

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt Mindeststandards vor. Erfüllen Sie diese, profitieren Sie von Förderungen der KfW. Bis zu 20% Zuschuss gibt es für:

  1. Wärmepumpen mit hoher Jahresarbeitszahl.
  2. Solarunterstützte Heizsysteme.
  3. Dämmung der Heizleitungen.

Tipp: Planen Sie die Heizung frühzeitig – so vermeiden Sie teure Nachbesserungen.

Lichtkonzepte für helle Kellerräume

Tageslicht ist kein Zufall – mit diesen Konzepten holen Sie es gezielt ins Haus. Laut Bauvorschrift müssen Fenster mindestens 10% der Bodenfläche ausmachen. Moderne Lösungen kombinieren natürliche und künstliche Beleuchtung für perfekte Ausleuchtung.

Fensterarten und Lichtschächte

Klassische Kellerfenster reichen oft nicht aus. Diese Alternativen steigern die Helligkeit:

  • Lichtbänder: Horizontale Glasflächen unter der Decke
  • Schachtfenster mit Spiegelsystemen (lenken Licht um 90°)
  • Dachflächenfenster bei teilweise unterirdischer Lage

Genehmigungen für Lichtschächte variieren je nach Bundesland. In Bayern gilt: Schächte über 0,5 m² benötigen eine Baugenehmigung.

Geländemodellierung für mehr Tageslicht

Das Grundwasser-Niveau beeinflusst die Möglichkeiten. Gabionen-Böschungen sind ideal:

  1. Steinkörbe stabilisieren das Gefälle
  2. Drainage verhindert Staunässe
  3. Bepflanzung mit Schattenverträgern wie Efeu

Tipp: Terrassieren Sie das Gelände stufenförmig – so erreicht mehr Licht die Fenster.

Künstliche Beleuchtung planen

LED-Streifen und smarte Systeme sind erste Wahl. Diese Kombinationen funktionieren:

Bereich Lichtfarbe Lux-Wert
Arbeitsplatz 4.000 K (kaltweiß) 500 lx
Wohnbereich 2.700 K (warmweiß) 300 lx

“Licht steuert die Wahrnehmung von Raumgröße – indirekte Beleuchtung vergrößert optisch.”

Mit Bewegungsmeldern und Zeitschaltuhren sparen Sie bis zu 40% Energie.

Grundrissgestaltung und Raumaufteilung

Ein klug gestalteter Grundriss verwandelt kahle Flächen in funktionale Wohnbereiche. Dabei entscheiden Details wie Wandstärken und Durchgänge entscheidend über Nutzungskomfort. Planen Sie frühzeitig, wo tragende Elemente liegen und wie Sie Brandschutz-Vorgaben einhalten.

Tragende Wände erkennen

Nicht jede Wand darf entfernt werden. So identifizieren Sie statisch relevante Bauteile:

  • Prüfen Sie Baupläne und Statik-Berichte.
  • Mauerwerk über 24 cm Dicke ist oft tragend.
  • Stahlträger oder Betonpfeiler sind entscheidend für die Statik.

Für Durchbrüche benötigen Sie eine Genehmigung und eventuell Stahlstützen. Ein Gutachter hilft bei Unsicherheiten.

Offene vs. abgetrennte Raumkonzepte

Offene Layouts wirken großzügig, benötigen aber akustische Lösungen:

Konzept Vorteile Nachteile
Offen Flexible Möblierung, heller Eindruck Schallübertragung, weniger Privatsphäre
Abgetrennt Bessere Akustik, klare Zonen Höhere Kosten, weniger Tageslicht

Zweiter Fluchtweg einplanen

Laut Brandschutz-Norm DIN 4102 benötigen Wohnkeller über 200 m² einen zweiten Ausgang:

  1. Notausgang muss direkt ins Freie führen.
  2. F90-Brandschutzwände (90 Minuten feuerresistent) sind Pflicht.
  3. Flure müssen mindestens 1,20 m breit sein.

Tipp: Nutzen Sie Handlaufbeleuchtungen für Fluchtwege – sie sind auch bei Stromausfall sichtbar.

Wohnliches Design im Untergeschoss

Wie schafft man aus einem kühlen Untergeschoss eine gemütliche Wohlfühlzone? Mit cleveren Gestaltungstricks wirken selbst Räume mit 2,35 m Höhe großzügig und einladend. Farbpsychologie und smarte Möblierung sind dabei Ihre stärksten Verbündeten.

Farben clever einsetzen

Helle Töne vergrößern optisch. Besonders wirksam:

  • Silikatfarben regulieren das Raumklima natürlich
  • Pastelltöne reflektieren Licht optimal
  • Akzente in Blau oder Grün wirken beruhigend

Für Decken immer Weiß oder Elfenbein wählen – so wirkt die Raumhöhe maximal.

Platzsparende Möbellösungen

Multifunktionale Möbel sind ideal:

Möbeltyp Platzvorteil Preisklasse
Hochbett mit Schreibtisch +60% Nutzfläche ab 399 €
Ausziehcouch Tag/Nacht-Funktion ab 599 €

Tipp: Schwebende Regale lassen Wände länger wirken.

Akustik und Luftqualität

Gute Akustik steigert den Wohlfühlfaktor:

  1. Schallschluckende Paneele an Decken anbringen
  2. Teppiche mit hohem Flor reduzieren Hall
  3. Pflanzen verbessern das Raumklima

“Ein harmonisches Klangbild macht Räume subjektiv größer.”

Smart-Sensoren messen Luftfeuchte automatisch und steuern Lüftungen.

Rechtliche Aspekte und Baugenehmigung

Baugenehmigungen sind oft der entscheidende Stolperstein – so vermeiden Sie Verzögerungen. Jedes Bundesland hat eigene Vorschriften, doch einige Regeln gelten bundesweit. Mit unserer Checkliste navigieren Sie sicher durch den Behördendschungel.

Geschossflächenzahl berechnen

Die GFZ (Geschossflächenzahl) begrenzt, wie viel Fläche Sie überbauen dürfen. Berechnen Sie sie so:

  • Formel: GFZ = Geschossfläche / Grundstücksfläche
  • Beispiel: Bei 300 m² Grundstück und GFZ 0,4 max. 120 m² Bebauung
  • Ausnahmen möglich für unterirdische Räume

Tipp: Bauämter veröffentlichen GFZ-Tabellen für Ihr Gebiet.

Brandschutzvorschriften umsetzen

Brandschutz ist lebenswichtig. Diese Maßnahmen sind Pflicht:

  1. Feuerfeste Türen (F30) bei Wohnraumnutzung
  2. Rauchmelder in Fluren und Treppenhäusern
  3. Zweiter Fluchtweg bei >200 m² Nutzfläche

Verwenden Sie nur zertifizierte Materialien (DIN 4102).

Einliegerwohnung vs. Privatnutzung

Eine Einliegerwohnung ändert die Rechtslage:

Kriterium Privatnutzung Einliegerwohnung
Genehmigung Oft nicht nötig Ja (Nutzungsänderung)
Versicherung Hausrat Gewerbe- oder Mietrecht

Förderungen gibt es nur für selbstgenutzte Räume. Trennen Sie bei Vermietung die Wasserzähler.

“Ein Bauantrag dauert im Schnitt 6–8 Wochen – planen Sie Puffer ein.”

Checkliste für Anträge:

  • Bauzeichnungen im Maßstab 1:100
  • Statiknachweis bei tragenden Wänden
  • Schallschutznachweis bei Einliegerwohnungen

Kostenkalkulation und Förderungen

Eine kluge Budgetplanung macht den Unterschied zwischen Traum und Realität. Bevor Sie starten, lohnt sich eine detaillierte Kosten-Analyse. So vermeiden Sie böse Überraschungen.

Materialkosten im Überblick

Die Materialkosten machen oft 60% des Budgets aus. Diese Tabelle zeigt Durchschnittswerte:

Material Preis/m² DIY-Tauglichkeit
Dämmplatten 22–45 € Hoch
Fußbodenheizung 55–80 € Mittel
Sanierputz 18–30 € Niedrig

Tipp: Kaufen Sie Dämmstoffe im Bundle – spart bis zu 15%.

Handwerkerleistungen vs. Eigenarbeit

Selbermachen senkt die Kosten, aber nicht jedes Gewerk eignet sich:

  • Einfach: Malerarbeiten, Verlegen von Laminat
  • Experte nötig: Elektrik, Abdichtung

“Ein Energieberater spart langfristig Geld – die KfW fördert die Beratung mit 15%.”

Fördermöglichkeiten nutzen

Das KfW-Programm 261 unterstützt energieeffiziente Umbauten. So klappt‘s:

  1. Vorhaben beim Energieberater prüfen lassen
  2. Antrag vor Baubeginn stellen
  3. Nachweis durch Fachunternehmen

Steuertipp: 20% der Handwerkerkosten absetzbar (max. 1.200 €/Jahr).

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Planungsfehler können teuer werden – diese Fallstricke sollten Sie kennen. Laut Bauherrenberichten verursachen nachträgliche Korrekturen bis zu 30% Mehrkosten. Mit unserer Checkliste umgehen Sie typische Probleme.

Falsche Materialwahl

Nicht jedes Material eignet sich für unterirdische Räume. Diese Kombinationen vermeiden Sie besser:

  • Gipskarton ohne Feuchteschutz
  • Holzwerkstoffe ohne Fungizid-Behandlung
  • Dampfdichte Folien bei Innendämmung

Die Materialkompatibilität ist entscheidend. Nutzen Sie diese Alternativen:

Problemzone Ungünstig Besser
Wände Tapeten Silikatfarbe
Boden Laminat Feuchtraum-Fliesen

Vernachlässigte Feuchtigkeitskontrolle

Feuchtigkeit bleibt oft unentdeckt. Diese Warnsignale ignorieren viele:

  1. Kondenswasser an kühlen Oberflächen
  2. Leichter Modergeruch trotz Lüftung
  3. Salzkristalle an Mauerwerksfugen

Investieren Sie in präventive Maßnahmen:

  • Kapillarbrechende Sockelstreifen
  • Hygrometer mit Smart-Home-Anbindung
  • Wärmedämmverbundsysteme mit Drainage

Planungsfehler bei der Raumhöhe

Die Raumhöhe wirkt sich auf Nutzungskomfort aus. Diese Berechnung hilft:

“Mindesthöhe = 2,40 m – (Dämmstärke + Bodenaufbau)”

Häufige Fehler:

  • Vergessen von Installationshöhen für Deckenleuchten
  • Unterschätzen der Trittschalldämm-Dicke
  • Nicht-Einplanen von Lüftungskanälen

Tipp: Erstellen Sie einen 3D-Plan mit allen Schichten – so erkennen Sie Engpässe frühzeitig.

Fazit: Schritt für Schritt zum perfekten Wohnkeller

Mit der richtigen Planung wird Ihr Untergeschoss zum gemütlichen Wohnraum. Entscheidend sind Feuchtigkeitsschutz, effiziente Dämmung und kluge Lichtkonzepte. Jeder Schritt – von der Abdichtung bis zur Heizung – beeinflusst das Ergebnis.

Ein realistischer Zeitplan hilft: Messen Sie zunächst Raumhöhe und Feuchtigkeit. Nach der Trockenlegung folgen Dämmung und Elektroinstallation. Planen Sie für den gesamten Schritt-Prozess etwa 12 Monate ein.

Professionelle Unterstützung lohnt sich. Energieberater optimieren die Förderfähigkeit, und Fachliteratur liefert Details zu Materialien. Nutzen Sie Netzwerke wie Handwerkerforen für Tipps.

Halten Sie sich an unsere Checkliste, um Fehler zu vermeiden. So schaffen Sie einen Raum, der Komfort und Funktionalität vereint – ganz nach Ihren Bedürfnissen.

FAQ

Welche Mindesthöhe muss ein Keller haben, um ihn auszubauen?

Die Raumhöhe sollte mindestens 2,20 Meter betragen. Bei niedrigeren Decken kann die Nutzung als Wohnraum eingeschränkt sein. Prüfen Sie zusätzlich örtliche Bauvorschriften.

Wie erkenne ich Feuchtigkeit im Untergeschoss?

Nutzen Sie ein Hygrometer oder prüfen Sie feuchte Flecken, muffigen Geruch oder Salzausblühungen an den Wänden. Eine professionelle Feuchtigkeitsmessung gibt Klarheit.

Brauche ich eine Baugenehmigung für den Umbau?

Das hängt von den lokalen Vorschriften ab. Änderungen der Nutzungsart oder größere Umbauten erfordern oft eine Genehmigung. Informieren Sie sich beim Bauamt.

Welche Dämmung eignet sich am besten?

Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten ist beliebt, da sie feuchtigkeitsregulierend wirkt. Für Außendämmung kommen Perimeterdämmstoffe infrage.

Kann ich eine Fußbodenheizung nachrüsten?

Ja, besonders dünne Systeme wie Trockenbau-Fußbodenheizungen eignen sich. Achten Sie auf Kompatibilität mit dem bestehenden Heizsystem.

Wie verhindere ich Schimmelbildung?

Sorgen Sie für ausreichende Belüftung, nutzen Sie diffusionsoffene Materialien und halten Sie die Luftfeuchtigkeit unter 60%. Kontrollieren Sie regelmäßig mit einem Hygrometer.

Welche Förderungen gibt es für den Ausbau?

KfW-Förderungen oder regionale Programme unterstützen energieeffiziente Sanierungen. Prüfen Sie auch Steuervergünstigungen für Modernisierungen.

Wie plane ich den zweiten Fluchtweg?

Ein zusätzliches Fenster mit ausreichender Größe (mind. 0,9 m²) oder eine Tür zum Garten sind gängige Lösungen. Brandschutzvorschriften müssen eingehalten werden.

Welche Kosten fallen pro Quadratmeter an?

Die Kosten variieren stark (80–250 €/m²). Einfache Ausbauten mit Eigenleistung sind günstiger, professionelle Abdichtung oder Heizungsarbeiten erhöhen den Preis.

Kann ich tragende Wände selbst erkennen?

Baupläne zeigen tragende Elemente. Im Zweifel hilft ein Statiker. Nicht-tragende Wände sind oft dünner (11,5 cm) und aus Leichtbaumaterial.
admin

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