Die Deutsche Börse AG übernimmt ISS Stoxx vollständig für 1,1 Milliarden Euro von General Atlantic. Mit dem Deal, der die strategische Ausrichtung auf Daten und Analytik stärkt, sichert sich der deutsche Börsenbetreiber die restlichen 20 Prozent Anteile am Unternehmen. Die Komplettübernahme von ISS Stoxx, einem Anbieter von Daten, Research und Nachhaltigkeitslösungen, erfolgt vor dem Hintergrund politischer Kritik in den USA und dem Ausbau des Geschäftsfeldes durch die Deutsche Börse.
| Unternehmen: | Details: |
|---|---|
| Deutsche Börse AG | Umsatz 2023: 4,7 Mrd. Euro, Gewinn: 1,6 Mrd. Euro, Mitarbeiter: ca. 13.000, Branche: Börsenbetreiber, Veränderung zum Vorjahr: Umsatz +17% |
ISS Stoxx ist ein global agierender Anbieter von Daten, Analysen und Research-Dienstleistungen, insbesondere im Bereich Environmental, Social and Governance (ESG). Die Komplettübernahme durch die Deutsche Börse ermöglicht es dem Dax-Konzern, seine Position im wachstumsstarken Markt für nachhaltige Investments weiter auszubauen und von den Synergieeffekten zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen zu profitieren. Die Übernahme festigt die Deutsche Börse als einen der größten Akteure im Bereich Finanzdaten.
Die Deutsche Börse AG gab bekannt, dass sie die restlichen 20 Prozent der Anteile an ISS Stoxx von dem Finanzinvestor General Atlantic für 1,1 Milliarden Euro erwirbt. Wie Stern berichtet, soll der Kaufpreis in bar und durch die Aufnahme von Krediten finanziert werden. Ursprünglich war ein Börsengang von ISS Stoxx geplant, der jedoch durch die Komplettübernahme hinfällig wird. Der Ausstieg von General Atlantic wird voraussichtlich Ende März wirksam.
ISS Stoxx entstand 2019 durch den Zusammenschluss von Institutional Shareholder Services (ISS) und STOXX. Das Unternehmen bietet unter anderem Indizes für Fonds, Research-Ergebnisse und Nachhaltigkeitslösungen an.
ISS Stoxx geriet in den USA in den Fokus von politischen Entscheidungsträgern, insbesondere wegen des Engagements des Unternehmens im Bereich ESG. Kritiker, darunter auch der ehemalige US-Präsident Donald Trump, lehnen Nachhaltigkeits- und Diversitätsregeln ab, die von Unternehmen wie ISS Stoxx gefördert werden. Diese politische Gegenwind könnte die Entscheidung der Deutschen Börse beeinflusst haben, die vollständige Kontrolle über ISS Stoxx zu übernehmen, um flexibler auf regulatorische Änderungen reagieren zu können. (Lesen Sie auch: Deutsche Börse Rekord: Mega-Gewinn Dank Starkem Aktienhandel)
Die Deutsche Börse plant, die Übernahme von ISS Stoxx durch eine Kombination aus vorhandenen liquiden Mitteln und der Aufnahme von Krediten zu finanzieren. Trotz der hohen Investition erwartet der Konzern, dass er weiterhin von den Ratingagenturen mit der guten Bonitätsnote “AA” bewertet wird. Eine hohe Bonität ist wichtig, um die Finanzierungskosten für zukünftige Übernahmen und Investitionen niedrig zu halten. Die Deutsche Börse setzt bei ihren mittelfristigen Zielen neben organischem Wachstum auch auf strategische Zukäufe.
Die Übernahme der restlichen Anteile an ISS Stoxx ist nicht der einzige große Deal, den die Deutsche Börse in den letzten Wochen angekündigt hat. Im Januar gab der Konzern bekannt, die Fondsplattform Allfunds für etwas mehr als fünf Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Dies wäre die größte Übernahme in der Geschichte der Deutschen Börse. Die Transaktion steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Bis zum Abschluss der Allfunds-Übernahme bleibt der Kauf des dänischen Softwareherstellers Simcorp im Jahr 2023 für rund 3,9 Milliarden Euro der bisher größte Zukauf der Deutschen Börse.
Die Deutsche Börse erwartet durch die Übernahme von ISS Stoxx eine Stärkung ihrer Position im Bereich ESG-Daten und -Analysen, einem Markt mit einem prognostizierten jährlichen Wachstum von über 10 Prozent bis 2027.
Die Komplettübernahme von ISS Stoxx durch die Deutsche Börse ist ein deutliches Signal für die wachsende Bedeutung von Daten und Analytik im Finanzsektor. Insbesondere im Bereich ESG-Investments steigt der Bedarf an qualitativ hochwertigen Daten und unabhängigen Bewertungen. Durch die Integration von ISS Stoxx kann die Deutsche Börse ihren Kunden ein umfassenderes Angebot an Dienstleistungen bieten und ihre Position als führender Anbieter von Finanzmarktinfrastruktur weiter ausbauen. Dies könnte den Wettbewerb im Bereich ESG-Daten intensivieren, da andere Anbieter gezwungen sein könnten, ihre Angebote ebenfalls zu erweitern, um mitzuhalten.
“Die Übernahme von ISS Stoxx ist ein strategisch kluger Schritt der Deutschen Börse”, sagt Professor Dr. Dirk Schiereck, Finanzexperte an der Technischen Universität Darmstadt. “Sie stärkt nicht nur das Daten- und Analytikgeschäft, sondern positioniert das Unternehmen auch optimal im wachsenden Markt für nachhaltige Investments. Die Integration von ESG-Daten in die bestehende Infrastruktur der Deutschen Börse kann zu erheblichen Synergieeffekten führen und das Angebot für institutionelle Anleger attraktiver machen.” (Lesen Sie auch: Mercedes Aktie: Gewinn halbiert – Was bedeutet)
Die Deutsche Börse hat in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Zukäufe ihr Geschäft ausgebaut. Ein bedeutender Schritt war beispielsweise die Übernahme von Clearstream im Jahr 2002, die das Unternehmen zu einem wichtigen Akteur im Bereich Wertpapierabwicklung machte. Auch der Kauf des dänischen Softwareherstellers Simcorp im Jahr 2023 für rund 3,9 Milliarden Euro war ein wichtiger Meilenstein. Diese Akquisitionen zeigen, dass die Deutsche Börse kontinuierlich bestrebt ist, ihr Angebot zu diversifizieren und ihre Marktposition zu stärken.
Die Deutsche Börse übernimmt Clearstream und wird zu einem wichtigen Akteur im Bereich Wertpapierabwicklung.
Institutional Shareholder Services (ISS) und STOXX schließen sich zusammen.
Die Deutsche Börse kauft den dänischen Softwarehersteller Simcorp für rund 3,9 Milliarden Euro.
Für Verbraucher bedeutet die Übernahme von ISS Stoxx durch die Deutsche Börse potenziell eine größere Transparenz und Vergleichbarkeit von nachhaltigen Investments. Durch die Integration von ESG-Daten in die bestehende Infrastruktur der Deutschen Börse könnten Anleger leichter fundierte Entscheidungen treffen und ihr Geld in Unternehmen investieren, die ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen. Für die Arbeitnehmer von ISS Stoxx könnte die Übernahme neue Karrieremöglichkeiten innerhalb des Deutschen Börse Konzerns eröffnen. Für die Finanzbranche insgesamt bedeutet die Transaktion eine weitere Konsolidierung und eine stärkere Fokussierung auf Daten und Analytik. (Lesen Sie auch: Mercedes Benz Gewinnrückgang: Was Bedeutet das für…)
Reuters Bloomberg und Handelsblatt berichten ebenfalls über die Übernahme.
Die Deutsche Börse zahlt 1,1 Milliarden Euro für die restlichen 20 Prozent der Anteile an ISS Stoxx, die bisher dem Finanzinvestor General Atlantic gehörten.
Die Komplettübernahme ermöglicht es der Deutschen Börse, ihre strategische Ausrichtung auf Daten und Analytik zu stärken und von den Synergieeffekten zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen zu profitieren.
Die Kunden von ISS Stoxx können von einem erweiterten Angebot an Dienstleistungen und einer größeren Expertise im Bereich ESG-Daten und -Analysen profitieren. (Lesen Sie auch: Lufthansa Streik legt Flugverkehr Lahm – Was…)
Die Deutsche Börse plant, die Übernahme durch eine Kombination aus vorhandenen liquiden Mitteln und der Aufnahme von Krediten zu finanzieren.
ESG (Environmental, Social and Governance) spielt eine zentrale Rolle, da ISS Stoxx ein führender Anbieter von ESG-Daten und -Analysen ist und die Deutsche Börse ihre Position in diesem Wachstumsmarkt stärken möchte.
Die vollständige Übernahme von ISS Stoxx durch die Deutsche Börse unterstreicht die Bedeutung von Daten und Analytik im modernen Finanzwesen. Mit dem Ausbau des Geschäftsfeldes im Bereich ESG-Investments positioniert sich der deutsche Börsenbetreiber strategisch für die Zukunft und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt.
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