Die Hantavirus-Fälle auf einem Kreuzfahrtschiff sorgen für Aufsehen: Trotz eines Ausbruchs an Bord, bei dem drei Menschen starben, darf das Schiff “Hondius” nun die Kanarischen Inseln anlaufen. Diese Entscheidung der spanischen Zentralregierung, getroffen in Absprache mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU, stößt jedoch auf Widerstand bei der Regionalregierung der Kanaren.
Hantaviren sind eine Gruppe von Viren, die von Nagetieren übertragen werden und beim Menschen verschiedene Krankheitsbilder verursachen können. Die Übertragung erfolgt meist durch Einatmen von erregerhaltigem Staub, der durch Ausscheidungen infizierter Tiere kontaminiert ist. In Europa kommen unterschiedliche Hantavirus-Typen vor, die verschiedene Schweregrade der Erkrankung verursachen können. Die Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) bietet detaillierte Informationen zu Hantaviren und Präventionsmaßnahmen.
Die Symptome einer Hantavirus-Infektion können vielfältig sein und ähneln oft einer Grippe. Dazu gehören Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Übelkeit. In schweren Fällen kann es zu Nierenfunktionsstörungen oder einem Hantavirus-induzierten pulmonalen Syndrom (HPS) kommen, das mit schwerer Atemnot einhergeht und lebensbedrohlich sein kann. (Lesen Sie auch: Hantavirus Symptome: -Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Was)
Das Kreuzfahrtschiff “Hondius” steht derzeit im Zentrum der Aufmerksamkeit, nachdem es zu einem Hantavirus-Ausbruch unter den Passagieren gekommen war. Wie SRF berichtet, ankert das Schiff derzeit vor Kap Verde. An Bord befinden sich knapp 150 Menschen. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) untersucht das Schiff, um festzustellen, welche Personen dringend evakuiert werden müssen.
Die spanische Gesundheitsministerin Mónica García teilte mit, dass die 14 spanischen Passagiere, die sich an Bord des Schiffes befanden, auf den Kanarischen Inseln untersucht und anschließend nach Madrid geflogen werden. Laut 20 Minuten, sind alle verbliebenen Passagiere symptomfrei.
Die Entscheidung der spanischen Zentralregierung, das Schiff auf den Kanarischen Inseln anlegen zu lassen, hat zu Kritik geführt. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, sprach sich gegen diesen Schritt aus und forderte ein dringendes Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. Er argumentiert, dass die Gesundheit der Bevölkerung auf den Kanarischen Inseln Vorrang haben müsse. (Lesen Sie auch: Hantavirus Symptome: -Ausbruch: Was sind die und…)
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die EU haben die Entscheidung der spanischen Regierung unterstützt. Sie betonen, dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Passagiere werden nach ihrer Ankunft auf den Kanarischen Inseln medizinisch untersucht und gegebenenfalls behandelt.
Obwohl sich der aktuelle Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff ereignet hat und die betroffenen Passagiere nicht aus der Schweiz stammen, ist es wichtig, das Thema auch in der Schweiz im Auge zu behalten. Hantaviren sind auch hierzulande verbreitet, und es kommt regelmäßig zu Infektionen. Das Risiko einer Ansteckung besteht vor allem bei Kontakt mit Nagetieren oder deren Ausscheidungen, beispielsweise bei Arbeiten im Garten, in der Landwirtschaft oder in alten Gebäuden.
Es ist ratsam, grundlegende Hygienemaßnahmen zu beachten, um das Risiko einer Infektion zu minimieren. Dazu gehört das Tragen von Handschuhen und Mundschutz bei Arbeiten, bei denen Staub aufgewirbelt wird, sowie das gründliche Reinigen von Flächen, die mit Nagetierausscheidungen in Kontakt gekommen sein könnten. Bei Auftreten von grippeähnlichen Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht und auf einen möglichen Kontakt mit Nagetieren hingewiesen werden. (Lesen Sie auch: Swiss Flug LX123: Notlandung in Almaty nach…)
Die beste Vorbeugung gegen Hantavirus-Infektionen ist die Vermeidung von Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen. Hier sind einige Tipps zur Prävention:
Die Häufigkeit von Hantavirus-Infektionen variiert je nach Region und Jahr. In Europa treten die meisten Fälle in ländlichen Gebieten auf. In der Schweiz werden jährlich einige Fälle von Hantavirus-Infektionen gemeldet. Die genaue Anzahl der Fälle kann jedoch von Jahr zu Jahr schwanken.
| Jahr | Anzahl Fälle |
|---|---|
| 2022 | 15 |
| 2023 | 22 |
| 2024 | 18 |
| 2025 | 25 |
Eine Infektion erfolgt meist durch Kontakt mit Ausscheidungen von infizierten Nagetieren, vor allem Rötelmäusen. Dies kann beim Einatmen von Staub in kontaminierten Bereichen geschehen, beispielsweise bei Reinigungsarbeiten in Gartenhäusern oder Kellern. Direkter Kontakt mit lebenden Tieren ist seltener die Ursache. (Lesen Sie auch: Schlager-Aus: Michelle und Eric Philippi geben Trennung)
Die Symptome ähneln oft einer Grippe: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Bauchschmerzen. In schweren Fällen kann es zu Nierenproblemen oder zu Atembeschwerden kommen (Hantavirus-induziertes pulmonales Syndrom, HPS), was eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich macht.
Wichtig ist, den Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen zu vermeiden. Bei Reinigungsarbeiten in potenziell kontaminierten Bereichen sollten Handschuhe und eine Atemschutzmaske getragen werden. Flächen sollten feucht gereinigt und nicht trocken gekehrt werden, um Staubaufwirbelung zu vermeiden.
Nein, in Europa gibt es derzeit keine zugelassene Impfung gegen Hantaviren. Die beste Vorbeugung ist die Vermeidung von Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen. In anderen Teilen der Welt, wie beispielsweise in Asien, sind Impfstoffe gegen bestimmte Hantavirus-Typen verfügbar.
Bei Auftreten von grippeähnlichen Symptomen, insbesondere nach Kontakt mit Nagetieren oder deren Ausscheidungen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Es ist wichtig, den Arzt über den möglichen Kontakt mit Nagetieren zu informieren, damit er die entsprechenden Untersuchungen veranlassen kann.
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