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Hantavirus Kreuzfahrtschiff Hondius: -Ausbruch

Der Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius hat schwerwiegende Folgen. Nachdem mehrere Passagiere positiv getestet wurden, ist eine französische Passagierin schwer erkrankt und wird in einem Pariser Krankenhaus behandelt. Das Schiff, das zwischenzeitlich unter Quarantäne stand, befindet sich nun auf dem Weg nach Rotterdam.

Symbolbild: Hantavirus Kreuzfahrtschiff Hondius (Bild: Pexels)

Hintergrund zum Hantavirus-Ausbruch auf der Hondius

Das Kreuzfahrtschiff “Hondius” der Reederei Oceanwide Expeditions geriet in die Schlagzeilen, nachdem bei mehreren Passagieren das Hantavirus nachgewiesen wurde. Die “Hondius” ist ein Expeditionsschiff, das vor allem in Polarregionen eingesetzt wird. Es bietet Platz für rund 170 Passagiere und eine Besatzung von etwa 70 Personen. Die aktuelle Reise führte das Schiff offenbar in Regionen, in denen Hantaviren verbreitet sind.

Hantaviren sind eine Gruppe von Viren, die von Nagetieren übertragen werden können. Eine Infektion beim Menschen erfolgt meist durch Einatmen von erregerhaltigem Staub, beispielsweise beim Reinigen von Ställen oder Schuppen. Die Symptome einer Hantavirus-Infektion können vielfältig sein und reichen von grippeähnlichen Beschwerden bis hin zu schweren Verläufen mit Lungen- oder Nierenversagen. In Europa kommt vor allem das “Puumala-Virus” vor, das meist einen milderen Verlauf verursacht. In Südamerika sind aggressivere Varianten verbreitet.

Aktuelle Entwicklung: Französin in kritischem Zustand

Wie tagesschau.de am 13. Mai 2026 berichtete, ist eine mit dem Hantavirus infizierte französische Passagierin des Kreuzfahrtschiffs “Hondius” schwer erkrankt. Sie wurde in einem Pariser Krankenhaus an eine künstliche Lunge angeschlossen. Der behandelnde Arzt, Xavier Lescure, Spezialist für Infektionskrankheiten am Bichat-Krankenhaus in Paris, bezeichnete das Vorgehen als “die letzte Stufe der unterstützenden Therapie”. Das Gerät soll Lunge und Herz entlasten und den Organen so die nötige Zeit zur Erholung verschaffen. (Lesen Sie auch: Rötelmaus: Hantavirus-Alarm auf Kreuzfahrtschiff: Was)

Die Zahl der gemeldeten Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch an Bord ist mittlerweile auf insgesamt elf gestiegen, wovon laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neun durch Labortests bestätigt wurden. Drei Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus. Die WHO stuft die Situation als unter Kontrolle ein, gibt aber keine Entwarnung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Montag, den 11. Mai 2026, mitgeteilt, dass sieben Fälle des Andes-Hantavirus bei Passagieren und Passagierinnen des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ bestätigt worden seien. Bei zwei weiteren von insgesamt neun gemeldeten Fällen bestehe ein Verdacht auf eine Infektion. Zudem meldete Spanien am Abend einen positiven Fall, wie der ORF berichtet.

Reaktionen und Vorsichtsmaßnahmen

Nach Bekanntwerden des Ausbruchs wurden verschiedene Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Das Schiff wurde zunächst unter Quarantäne gestellt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Passagiere wurden auf das Virus getestet und infizierte Personen isoliert. Mittlerweile wurde die Evakuierung des Schiffes abgeschlossen.

In Italien wurden zwei weitere Menschen auf eine mögliche Infektion mit dem Hantavirus getestet. Dabei handelt es sich um eine argentinische Touristin und einen Mann aus der italienischen Region Kalabrien. Auch Großbritannien hat zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. (Lesen Sie auch: Hantavirus Ausbruch: – auf Kreuzfahrtschiff: Kapitän)

Die Regionalregierung der Kanaren hatte im Vorfeld darauf bestanden, dass die „Hondius“ nicht anlegt, weil sie Sorge hatte, Mäuse mit dem Hantavirus könnten an Land gelangen. Die “Hondius” musste an einem Pier am Hafen von Granadilla im Süden von Teneriffa festmachen, da aufkommender Wind die Abholung der Passagiere wie am Vortag in kleinen Booten zu schwierig machte.

Hantavirus Kreuzfahrtschiff Hondius: Was bedeutet das?

Der Ausbruch des Hantavirus auf der “Hondius” verdeutlicht die Risiken, die mit Reisen in bestimmte Regionen verbunden sein können. Auch wenn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Situation als unter Kontrolle einstuft, zeigt der Fall, wie schnell sich Infektionskrankheiten ausbreiten können, insbesondere auf engem Raum wie einem Kreuzfahrtschiff.

Es ist wichtig, sich vor Reisen über mögliche Gesundheitsrisiken zu informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dazu gehört beispielsweise der Schutz vor Mückenstichen in Malariagebieten oder die Einhaltung von Hygienemaßnahmen, um sich vor Durchfallerkrankungen zu schützen.

Übertragung und Symptome des Hantavirus

Das Hantavirus wird hauptsächlich durch den Kontakt mit infizierten Nagetieren oder deren Ausscheidungen übertragen. Die Übertragung erfolgt meist durch Einatmen von erregerhaltigem Staub, der durch Exkremente von infizierten Tieren aufgewirbelt wird. Auch der Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln oder Bisse von Nagetieren können zu einer Infektion führen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist hingegen äußerst selten. (Lesen Sie auch: Hantavirus Kreuzfahrtschiff: auf: Was bedeutet der Ausbruch?)

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel zwei bis vier Wochen, kann aber auch bis zu acht Wochen dauern. Die Symptome einer Hantavirus-Infektion sind vielfältig und ähneln zunächst oft einer Grippe. Zu den häufigsten Beschwerden gehören:

Symbolbild: Hantavirus Kreuzfahrtschiff Hondius (Bild: Pexels)
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen

In schweren Fällen kann es zu einem Hantavirus-induzierten pulmonalen Syndrom (HPS) kommen, das mit Atembeschwerden, Husten und Lungenödemen einhergeht. Auch ein hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS) ist möglich, das mit Nierenfunktionsstörungen und Blutungen einhergeht. Beide Verlaufsformen können lebensbedrohlich sein.

In Österreich sind vor allem Rötelmaus-Hantaviren verbreitet, die meist einen milderen Verlauf verursachen. Die Symptome sind dann oft grippeähnlich. Schwerere Verläufe sind jedoch auch hierzulande möglich, insbesondere bei älteren oder immungeschwächten Personen.

Schutzmaßnahmen vor Hantaviren

Um sich vor einer Infektion mit Hantaviren zu schützen, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden: (Lesen Sie auch: Hantavirus Schweiz: -Fälle: Kreuzfahrtschiff darf)

  • Vermeidung von Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen
  • Gründliche Reinigung von Ställen, Schuppen und anderen potenziell kontaminierten Bereichen (am besten mit feuchtem Tuch und Desinfektionsmittel)
  • Tragen von Handschuhen und Mundschutz bei Reinigungsarbeiten
  • Vermeidung von Staubaufwirbelung
  • Sichere Lagerung von Lebensmitteln, um Nagetiere nicht anzulocken
  • Verschließen von Löchern und Spalten in Gebäuden, um das Eindringen von Nagetieren zu verhindern
  • Bekämpfung von Nagetieren in und um Gebäude

Forschung zu Hantaviren

Die Forschung zu Hantaviren konzentriert sich auf verschiedene Aspekte, darunter die Entwicklung von Impfstoffen und antiviralen Medikamenten. Bislang gibt es weder eine spezifische Therapie noch eine Impfung gegen Hantaviren. Die Behandlung beschränkt sich daher auf die Linderung der Symptome und die Unterstützung der Körperfunktionen.

Forscher arbeiten jedoch intensiv an der Entwicklung von Impfstoffen, die vor einer Infektion mit Hantaviren schützen sollen. Einige vielversprechende Kandidaten befinden sich bereits in klinischen Studien. Auch die Entwicklung von antiviralen Medikamenten, die die Vermehrung der Viren im Körper hemmen können, ist ein wichtiges Forschungsziel.

Überblick über die Hantavirus-Fälle auf der Hondius

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die bestätigten und Verdachtsfälle des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius (Stand: 13. Mai 2026):

Status Anzahl
Bestätigte Fälle (WHO) 9
Verdachtsfälle (WHO) 2
Todesfälle 3
Positive Fälle (Spanien) 1
R
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Häufig gestellte Fragen zu Hantavirus Kreuzfahrtschiff Hondius

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