Hans Hassler AG: Zuger Traditionsfirma überraschend pleite
Die Hans Hassler AG, ein Traditionsunternehmen für Bodenbeläge und Vorhänge, hat überraschend Konkurs angemeldet. Rund 80 Mitarbeitende verloren am Dienstag ihren Arbeitsplatz, wie 20 Minuten berichtet.

Hintergrund zur Hans Hassler AG
Die Hans Hassler AG blickt auf eine lange Geschichte zurück. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1894 von Hans Hassler-Schmid, dem Sohn eines Gerbers und Lederhändlers. Er erwarb das Haus an der Kasinostrasse 19 in Aarau und spezialisierte sich auf den Handel mit Linoleumböden und Orientteppichen. Das Geschäft florierte, bis der Erste Weltkrieg die Tätigkeit stark beeinträchtigte. In dieser Zeit wich man auf den Handel mit Kleiderstoffen aus.
Nach dem Tod des Gründers übernahm zunächst seine Witwe Ida Hassler den Vorsitz, später folgte Schwiegersohn Werner R. Britschgi-Hassler. Das Unternehmen entwickelte sich stetig weiter und expandierte. 2007 verlegte die Hans Hassler AG ihren Hauptsitz nach Zug. Trotz des Umzugs blieb die Firma mit ihrem markanten Schriftzug an der Kasinostrasse in Aarau im Stadtbild präsent, wie die Aargauer Zeitung schreibt. (Lesen Sie auch: Doppelbudget: Regierung plant drastische Kürzungen)
Überraschender Konkurs und Jobverluste
Die Nachricht vom Konkurs traf die Mitarbeitenden der Hans Hassler AG völlig unerwartet. Wie mehrere Betroffene gegenüber dem Blick äußerten, gab es keinerlei Vorwarnung. Sie wurden während der Arbeit vom Konkursamt überrascht und mussten sofort ihre persönlichen Gegenstände packen sowie Schlüssel und Firmenautos abgeben. Betroffen sind die Standorte Zug, Aarau und Kriens.
Geschäftsführer Urs Steinegger begründete den Konkurs gegenüber 20 Minuten mit “ruinösem Wettbewerb” und einer ungenügenden Ertragslage. Ein Mitarbeiter hingegen zeigte sich gegenüber der Aargauer Zeitung überrascht und erklärte, dass ihm und seinen Kollegen “der Boden unter den Füssen weggezogen” worden sei. Der Entscheid über den Konkurs sei bereits am Montag gefallen, warum die Mitarbeitenden nicht sofort informiert wurden, sei ihm unklar.
Reaktionen und Stimmen
Die Nachricht von der Pleite der Hans Hassler AG hat in der Region für Bestürzung gesorgt. Viele bedauern das Ende eines Traditionsunternehmens mit einer langen Geschichte. Besonders bitter ist der Verlust der Arbeitsplätze für die rund 80 betroffenen Mitarbeitenden. Die plötzliche Art und Weise, wie der Konkurs verkündet wurde, stieß auf Kritik. Viele Betroffene fühlen sich vor den Kopf gestoßen und schlecht informiert. (Lesen Sie auch: BVB News Transfer: Bayern-Star Hiroki Ito im…)
Die Gewerkschaft Unia hat angekündigt, die Situation der betroffenen Mitarbeitenden zu prüfen und ihnen Unterstützung anzubieten. Es gelte, die Ansprüche der Arbeitnehmer zu sichern und ihnen bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen zu helfen.
Was bedeutet das Ende der Hans Hassler AG?
Der Konkurs der Hans Hassler AG markiert das Ende einer Ära. Das Unternehmen war über viele Jahrzehnte ein wichtiger Akteur im Bereich Bodenbeläge und Vorhänge. Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig. Neben dem erwähnten ruinösen Wettbewerb dürften auch veränderte Marktbedingungen und ein zunehmender Preisdruck eine Rolle gespielt haben. Die Digitalisierung und der Online-Handel stellen traditionelle Unternehmen vor große Herausforderungen.
Für die betroffenen Mitarbeitenden bedeutet der Konkurs eine schwierige Situation. Viele von ihnen haben lange Jahre für das Unternehmen gearbeitet und müssen sich nun nach neuen Jobs umsehen. Die Arbeitsmarktlage in der Region Zug ist zwar gut, dennoch ist die Jobsuche für ältere Arbeitnehmer oft eine Herausforderung. Es bleibt zu hoffen, dass die Betroffenen rasch eine neue Perspektive finden. (Lesen Sie auch: Margrethe Ii. nach Herzproblemen aus dem Krankenhaus)

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FAQ zu Hans Hassler AG
Häufig gestellte Fragen zu hans hassler ag
Warum hat die Hans Hassler AG Konkurs angemeldet?
Geschäftsführer Urs Steinegger begründete den Konkurs mit “ruinösem Wettbewerb” und einer ungenügenden Ertragslage. Das Unternehmen konnte sich offenbar nicht mehr gegen die Konkurrenz behaupten und erwirtschaftete nicht genügend Gewinn, um die Kosten zu decken.
Wie viele Mitarbeiter sind von der Insolvenz der Hans Hassler AG betroffen?
Von der Insolvenz der Hans Hassler AG sind rund 80 Mitarbeiter betroffen. Sie wurden am Dienstag überraschend vom Konkursamt über die Situation informiert und mussten ihre Arbeitsplätze umgehend verlassen. Betroffen sind die Standorte Zug, Aarau und Kriens. (Lesen Sie auch: Stefan Schwab verlässt Holstein Kiel nach nur…)
Wann wurde die Hans Hassler AG gegründet und welche Produkte wurden verkauft?
Die Hans Hassler AG wurde im Jahr 1894 gegründet. Das Unternehmen war spezialisiert auf den Handel mit Bodenbelägen (Linoleum, Teppiche) und Vorhängen. Später kamen auch Kleiderstoffe hinzu. Die Firma war über viele Jahrzehnte ein bekannter Name in der Region.
Wie reagieren die betroffenen Mitarbeiter auf den plötzlichen Konkurs?
Die betroffenen Mitarbeiter reagierten mit Überraschung und Bestürzung auf den plötzlichen Konkurs. Viele von ihnen hatten keine Vorwarnung erhalten und fühlen sich vor den Kopf gestoßen. Sie müssen sich nun kurzfristig nach neuen Arbeitsplätzen umsehen.
Wo befand sich der Hauptsitz der Hans Hassler AG zuletzt?
Der Hauptsitz der Hans Hassler AG befand sich zuletzt in Zug. Zuvor war das Unternehmen lange Zeit in Aarau ansässig, wo es 1894 gegründet wurde. Im Jahr 2007 wurde der Hauptsitz von Aarau nach Zug verlegt.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Gründung | 1894 |
| Hauptsitz | Zug (bis 2026), zuvor Aarau |
| Branche | Bodenbeläge, Vorhänge |
| Mitarbeiterzahl | ca. 80 (vor Konkurs) |
Weitere Informationen zum Thema Wirtschaft und Konkurse in der Schweiz finden Sie auf der Webseite des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

