Categories: Wirtschaft

Kein Investor gefunden: Kette Hammer wird abgewickelt – letzte Filialen schließen

Ende Mai ist endgültig Schluss für die Fachmarktkette Hammer. Den mehr als 1.000 Beschäftigten wurde vor einigen Wochen bereits gekündigt.

Die Fachmarktkette Hammer stellt den Geschäftsbetrieb ein. Bis Ende Mai schließen die letzten 21 insolvenz/” title=”Depot Insolvenz: Filialschließungen bei Deko-Kette Drohen”>Filialen, wie Insolvenzverwalter Stefan Meyer der Deutschen Presse-Agentur sagte. Anschließend soll das Unternehmen abgewickelt werden. Ein Investor für eine Übernahme und eine Fortführung habe sich nicht gefunden.

Die Hammer Raumstylisten GmbH, zu der die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte gleichnamige Kette gehört, hatte im Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Mangels Perspektive schlossen bereits Ende März 46 Hammer-Filialen, weitere 20 vier Wochen später. Ende April wurde allen rund 1.100 Beschäftigten gekündigt. Die Entwicklung sei “außerordentlich bedauerlich”, sagte Meyer. Zwar habe es mehrere Interessenten gegeben, unverbindliche Angebote seien jedoch zurückgezogen worden.

Der Insolvenzverwalter bezeichnete die Rahmenbedingungen des Verfahrens als “äußerst herausfordernd”. Er begründete das unter anderem mit der zweiten Insolvenz innerhalb kurzer Zeit, einem schwierigen Marktumfeld im Einzelhandel sowie dem finanziellen Zustand des Unternehmens. Laut Meyer laufen derzeit noch Gespräche mit Vermietern und branchenfremden Interessenten. Dabei geht es um die Übernahme von Mietflächen an bisherigen Hammer-Standorten. Ob Beschäftigte übernommen werden, ist offen.

Pleitewelle im Einzelhandel

Die Hammer-Fachmärkte waren erst im Herbst von einem Investorenkonsortium namens Rethink übernommen worden. Wer dahintersteht, blieb unklar. Zuvor hatte der ehemalige Mutterkonzern, die Brüder Schlau Gruppe, im Juni 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und war anschließend abgewickelt worden. Im Zuge dessen wurden bereits zahlreiche Hammer-Filialen geschlossen. Die Großhandelssparte Schlau wurde vollständig aufgegeben. 

Das Wichtigste zu Insolvenz

Der Einzelhandel steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels stark unter Druck. Kürzlich hatten unter anderem der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Deko-Kette Depot Insolvenzanträge gestellt. Die Zahl der Pleiten in der Branche befindet sich auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Der Kreditversicherer Allianz Trade verzeichnete im vergangenen Jahr 2.571 Fälle. Branchenexperten erwarten weiter steigende Zahlen.

Quelle: Stern

Django1968

Recent Posts

Vizepräsident: US-Militär reduziert Truppen in Europa: Was

Das US-Verteidigungsministerium hat angekündigt, die Zahl der in Europa stationierten Kampfbrigaden von vier auf drei…

14 minutes ago

Google setzt voll auf KI: Was bedeutet

Google hat auf der I/O 2026 angekündigt, Künstliche Intelligenz noch stärker in seine Produkte zu…

14 minutes ago

Sinja Kraus im Höhenflug: Nächste Runde bei den French Open

Sinja Kraus hat bei den French Open die nächste Qualifikationsrunde erreicht. Nach ihrem erfolgreichen Start…

44 minutes ago

SPD Umfrage: Erreicht die Bald 35 Prozent?

Eine aktuelle SPD Umfrage deutet auf eine mögliche Trendwende hin: Die SPD könnte laut einer…

1 hour ago

Regierung Sparen: Wo plant die Wirklich zu ?

Die Frage, ob die Regierung sparen will, betrifft alle Bürger. Wer, wo, wann und warum…

1 hour ago

Hayden Panettiere Memoiren: Enthüllungen über Trauma und Kampf

Hayden Panettiere sorgt mit ihren schonungslos offenen Schilderungen in ihren Memoiren für Aufsehen. In "This…

1 hour ago