Glyphosat Trump: Um die Versorgung der US-Landwirtschaft sicherzustellen, hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump eine Verordnung unterzeichnet, die Phosphat sowie glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel als entscheidend für die nationale Sicherheit und die Lebensmittelsicherheit der USA einstuft. Ziel ist es, eine ausreichende Produktion sicherzustellen.
Die Entscheidung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, Glyphosat und Phosphat als essenziell für die nationale Sicherheit der USA einzustufen, sorgte für Aufsehen. Wie Stern berichtet, unterzeichnete Trump eine entsprechende Verordnung, um die inländische Produktion dieser Stoffe zu schützen und die Versorgung der amerikanischen Landwirtschaft sicherzustellen. Die Verordnung zielte darauf ab, die Abhängigkeit von ausländischen Produzenten zu verringern und die Ernährungssicherheit der USA zu gewährleisten.
Die Einordnung von Glyphosat als Faktor der nationalen Sicherheit ist ungewöhnlich. Normalerweise werden unter diesem Begriff militärische Güter, kritische Infrastruktur oder strategische Rohstoffe verstanden. Die Begründung des Weißen Hauses war jedoch, dass eine stabile und effiziente Landwirtschaft, die auf den Einsatz von Glyphosat angewiesen ist, für die Versorgung der Bevölkerung und somit für die nationale Sicherheit unerlässlich sei.
Glyphosat ist ein breit wirksames Herbizid, das in der Landwirtschaft weit verbreitet ist, um Unkräuter zu bekämpfen. Es wurde in den 1970er Jahren von Monsanto (heute Bayer) entwickelt und unter dem Markennamen Roundup verkauft. Glyphosat wirkt, indem es ein Enzym blockiert, das für das Pflanzenwachstum notwendig ist. Dadurch sterben die behandelten Pflanzen ab. (Lesen Sie auch: KI Aktien Risiko: Welche Firmen Jetzt Verlierer…)
Die Kontroverse um Glyphosat dreht sich hauptsächlich um mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen. Insbesondere wird Glyphosat mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Glyphosat im Jahr 2015 als “wahrscheinlich krebserregend für den Menschen” ein. Diese Einschätzung steht im Gegensatz zu den Bewertungen anderer Behörden, wie der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) und der US-Umweltschutzbehörde (EPA), die Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung als sicher einstufen. Diese unterschiedlichen Bewertungen haben zu einer breiten öffentlichen Debatte und zu zahlreichen Gerichtsverfahren geführt.
Die IARC-Bewertung basiert auf einer Gefahrenbewertung, die untersucht, ob ein Stoff grundsätzlich das Potenzial hat, Krebs zu verursachen. Sie berücksichtigt nicht die tatsächliche Exposition oder das Risiko unter realen Bedingungen. Andere Behörden führen Risikobewertungen durch, die auch die Expositionsbedingungen berücksichtigen.
Bayer, der deutsche Agrarchemie-Konzern, übernahm Monsanto im Jahr 2018 für rund 63 Milliarden US-Dollar. Mit der Übernahme übernahm Bayer auch die Verantwortung für die Glyphosat-Produkte und die damit verbundenen Rechtsstreitigkeiten. In den USA wurden Tausende von Klagen gegen Monsanto eingereicht, in denen Kläger behaupteten, dass der Kontakt mit Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtern zu Krebserkrankungen geführt habe. Bayer hat sich in der Folge auf milliardenschwere Sammelvergleiche eingelassen, um die Rechtsstreitigkeiten beizulegen. Die Zahlungen für den Sammelvergleich umfassen maximal 10,9 Milliarden US-Dollar zur Beilegung aktueller und künftiger Klagen zum glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup.
Trotz der Vergleiche betonte Bayer stets, dass Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung sicher sei. Das Unternehmen verwies auf zahlreiche wissenschaftliche Studien und die Bewertungen von Aufsichtsbehörden, die keine Krebsrisiken feststellten. Bayer kündigte an, die Zulassung von Glyphosat-Produkten weiterhin zu verteidigen und sich gegen unbegründete Klagen zur Wehr zu setzen. (Lesen Sie auch: Gastgewerbe Umsatzrückgang: Sinkende Umsätze trotz Preisanstieg?)
Trumps Verordnung zielte darauf ab, die inländische Produktion von Glyphosat zu fördern und zu schützen. In der Verordnung wurde festgestellt, dass es in den USA nur einen Hersteller von Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtungsmitteln gebe – gemeint war die Bayer-Tochter Monsanto. Dies mache die Verteidigungsindustrie und die Ernährungssicherheit der USA anfällig für “feindliche, ausländische Akteure”. Die Verordnung sollte Unternehmen zusichern, dass ihnen aus der Produktion keine negativen Folgen entstehen. Konkret hieß es: “Dementsprechend stellt der (Landwirtschafts-) Minister sicher, dass keine gemäß diesem Abschnitt erlassene Anordnung, Vorschrift oder Verordnung die Unternehmensfähigkeit eines inländischen Herstellers von elementarem Phosphat oder Herbiziden auf Glyphosatbasis gefährdet.”
Die Verordnung könnte als Signal an potenzielle neue Hersteller interpretiert werden, in die Glyphosat-Produktion einzusteigen. Indem die Regierung zusichert, dass keine nachteiligen Konsequenzen aus der Produktion entstehen, könnten Investitionen in neue Produktionsanlagen gefördert werden. Ob dies tatsächlich zu einer Diversifizierung der Glyphosat-Produktion in den USA führen wird, bleibt jedoch abzuwarten.
Die USA sind ein wichtiger Markt für Glyphosat. Die Landwirtschaft in den USA ist stark auf den Einsatz von Herbiziden angewiesen, um die Effizienz der Produktion zu steigern. Glyphosat wird insbesondere beim Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt, die gegen Glyphosat resistent sind.
Die Zukunft von Glyphosat in den USA ist ungewiss. Die Entscheidung von Glyphosat Trump zeigt, dass Glyphosat weiterhin politisch umstritten ist. Die wissenschaftliche Debatte über die gesundheitlichen Auswirkungen von Glyphosat wird voraussichtlich weitergehen. Auch die Rechtsstreitigkeiten gegen Bayer sind noch nicht vollständig abgeschlossen. (Lesen Sie auch: Airbus Auslieferung: Neuer Rekord trotz Probleme Geplant)
Die Biden-Administration hat sich bisher nicht explizit zu Trumps Verordnung geäußert. Es ist jedoch denkbar, dass die neue Regierung eine andere Haltung zu Glyphosat einnimmt als die vorherige. Die Umweltschutzbehörde EPA führt derzeit eine erneute Bewertung von Glyphosat durch. Die Ergebnisse dieser Bewertung könnten die zukünftige Zulassung von Glyphosat in den USA beeinflussen.
Unabhängig von den politischen und rechtlichen Entwicklungen suchen Landwirte zunehmend nach alternativen Methoden zur Unkrautbekämpfung. Der Einsatz von mechanischen Verfahren, Fruchtfolgen und anderen nicht-chemischen Methoden könnte in Zukunft eine größere Rolle spielen.
Stern
Die EPA führt aktuell eine Risikobewertung durch.
Bayer verteidigt weiterhin Glyphosat.
Donald Trump argumentierte, dass eine stabile und effiziente Landwirtschaft, die auf den Einsatz von Glyphosat angewiesen ist, für die Versorgung der Bevölkerung und somit für die nationale Sicherheit unerlässlich sei. Er wollte die Abhängigkeit von ausländischen Produzenten verringern.
Glyphosat wird mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stufte Glyphosat im Jahr 2015 als “wahrscheinlich krebserregend für den Menschen” ein, während andere Behörden es bei sachgemäßer Anwendung als sicher einstufen.
Bayer hat sich auf milliardenschwere Sammelvergleiche eingelassen, um die Rechtsstreitigkeiten beizulegen. Die Zahlungen für den Sammelvergleich umfassen maximal 10,9 Milliarden US-Dollar. Bayer betont weiterhin, dass Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung sicher sei.
Die Entscheidung von Glyphosat Trump, Glyphosat als Faktor der nationalen Sicherheit einzustufen, unterstreicht die Bedeutung des Themas für die USA. Die Debatte um die gesundheitlichen Auswirkungen und die Rolle von Glyphosat in der Landwirtschaft wird jedoch weitergehen.
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