Girocard Kontaktlos: So Beliebt ist Bargeldloses Zahlen Jetzt
Girocard Kontaktlos ist in Deutschland so beliebt wie nie zuvor. Immer mehr Menschen nutzen die Girocard, um bargeldlos zu bezahlen, selbst für kleine Beträge. Dies führt zu einem Rückgang des durchschnittlichen Transaktionsbetrags und unterstreicht die Bedeutung eines unabhängigen deutschen Zahlungssystems. Kontaktloses Bezahlen wird zunehmend zum Standard, da fast neun von zehn Zahlungen auf diese Weise abgewickelt werden.

Die wichtigsten Fakten
- Im Jahr 2025 wurden rund 8,3 Milliarden Bezahlvorgänge mit der Girocard gezählt.
- Der durchschnittliche Betrag pro Girocard-Zahlung sank 2025 auf 37,25 Euro.
- Fast 90 Prozent der Girocard-Zahlungen erfolgen kontaktlos.
- Deutschland verfügt über rund 1,34 Millionen Bezahlterminals im Einzelhandel, die kontaktloses Bezahlen ermöglichen.
| Unternehmen: | Euro Kartensysteme |
|---|---|
| Umsatz: | 308 Milliarden Euro (gesamt mit Girocard) |
| Veränderung zum Vorjahr: | +0,4 Prozent |
| Branche: | Finanzdienstleistungen |
Bargeldloses Bezahlen auf dem Vormarsch: Ein Überblick
Das bargeldlose Bezahlen mit der Girocard erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Laut einer Meldung von Stern verzeichnete Euro Kartensysteme im vergangenen Jahr rund 8,3 Milliarden Bezahlvorgänge mit der Plastikkarte. Dies entspricht einem Anstieg von 4,8 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2024. Die Girocard behauptet damit ihre Marktführerschaft und unterstreicht die Bedeutung eines eigenständigen deutschen Zahlungssystems im europäischen Kontext.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die zunehmende Akzeptanz der Girocard auch bei kleineren Beträgen. Ob in der Bäckerei, am Kiosk oder am Automaten: Immer häufiger wird die Girocard, die landläufig oft noch als “EC-Karte” bezeichnet wird, für Bagatellbeträge eingesetzt. Dies spiegelt sich im sinkenden Durchschnittsbetrag wider, der mit der Girocard beglichen wird. Im Jahr 2024 lag dieser Betrag mit 38,85 Euro erstmals unter der 40-Euro-Marke, und 2025 wurde mit 37,25 Euro ein neuer Tiefstand erreicht.
Die gesamten Umsätze mit der Girocard beliefen sich nach Angaben von Euro Kartensysteme im vergangenen Jahr auf rund 308 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (307 Mrd. Euro) entspricht.
Parallel dazu hat sich das kontaktlose Bezahlen mit der Girocard etabliert. Inzwischen werden fast neun von zehn Zahlungen kontaktlos abgewickelt. Im Dezember erreichte der Anteil dieser Zahlungen mit 88,5 Prozent einen neuen Höchstwert (Vorjahr: 86,8 Prozent). Laut Euro Kartensysteme ist das kontaktlose Bezahlen technisch an fast allen der mittlerweile gut 1,34 Millionen Bezahlterminals im Einzelhandel möglich.
Kontaktloses Bezahlen funktioniert mit Girocards und Kreditkarten, die einen sogenannten NFC-Chip (Near Field Communication) besitzen. Alternativ kann auch mit einem Smartphone oder einer Smartwatch bezahlt werden, die Dienste wie Apple Pay und Google Pay unterstützen. Die Daten zur Abwicklung der Bezahlung werden dann verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, sobald die Karte oder das mobile Gerät in die Nähe des Geräts gehalten wird. (Lesen Sie auch: Mattel Aktie im Freien Fall: Was Steckt…)
Die Abkürzung “EC-Karte” ist historisch bedingt. Früher war die Eurocheque-Karte (EC-Karte) weit verbreitet. Obwohl diese Kartenform nicht mehr existiert, hat sich der Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch für Girocards gehalten.
Was bedeutet das für Verbraucher und den Einzelhandel?
Die zunehmende Verbreitung des bargeldlosen Bezahlens mit der Girocard und insbesondere die Popularität von Girocard Kontaktlos hat sowohl für Verbraucher als auch für den Einzelhandel erhebliche Auswirkungen. Für Verbraucher bedeutet dies vor allem mehr Komfort und Schnelligkeit beim Bezahlen. Das lästige Kramen nach Kleingeld entfällt, und der Bezahlvorgang wird durch das kontaktlose Verfahren deutlich beschleunigt. Dies ist besonders in Situationen von Vorteil, in denen es schnell gehen muss, beispielsweise beim Bäcker oder am Kiosk.
Für den Einzelhandel bietet die Akzeptanz von Girocard-Zahlungen, insbesondere der kontaktlosen Variante, ebenfalls Vorteile. Studien haben gezeigt, dass bargeldlose Zahlungen tendenziell zu höheren Umsätzen führen, da Kunden eher bereit sind, auch kleinere Beträge mit Karte zu begleichen. Zudem reduziert sich der Aufwand für die Bargeldverwaltung, was insbesondere für Unternehmen mit hohem Kundenaufkommen relevant ist.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Einige Verbraucherschützer warnen vor einem möglichen Verlust der Kontrolle über die eigenen Ausgaben, wenn bargeldlose Zahlungen zur Gewohnheit werden. Zudem bestehen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, da bei jeder Transaktion Daten erfasst werden, die potenziell für personalisierte Werbung oder andere Zwecke genutzt werden könnten. Es ist daher wichtig, sich der Vor- und Nachteile bewusst zu sein und verantwortungsvoll mit bargeldlosen Zahlungsmitteln umzugehen.
Wie funktioniert Girocard kontaktlos im Detail?
Die Funktionsweise von Girocard Kontaktlos basiert auf der Near Field Communication (NFC)-Technologie. NFC ermöglicht die drahtlose Datenübertragung über kurze Distanzen. Um kontaktlos zu bezahlen, muss der Kunde seine Girocard oder sein Smartphone/Smartwatch mit aktivierter Bezahlfunktion (z.B. Apple Pay oder Google Pay) lediglich in die Nähe des Bezahlterminals halten. Die Daten werden dann verschlüsselt übertragen, und die Zahlung wird autorisiert.
Bei Beträgen unter 50 Euro ist in der Regel keine PIN-Eingabe erforderlich. Bei höheren Beträgen muss die PIN eingegeben werden, um die Zahlung zu bestätigen. Dies dient der Sicherheit und soll Missbrauch verhindern. Die NFC-Technologie ist so konzipiert, dass die Datenübertragung nur über eine sehr kurze Distanz möglich ist, um das Risiko von unbefugtem Auslesen der Kartendaten zu minimieren. Dennoch ist es ratsam, seine Girocard oder sein Smartphone/Smartwatch stets im Auge zu behalten, um sich vor Diebstahl und Missbrauch zu schützen. (Lesen Sie auch: Reichsten der Welt: So Unvorstellbar ist Ihr…)
Ein weiterer Aspekt der Sicherheit ist die sogenannte “Offline-PIN”. Diese Funktion ermöglicht es, auch bei vorübergehender fehlender Verbindung zum Bankrechenzentrum eine Zahlung durchzuführen. Die PIN wird dabei direkt auf der Karte geprüft, ohne dass eine Online-Verbindung erforderlich ist. Dies erhöht die Zuverlässigkeit des kontaktlosen Bezahlens, insbesondere in Gebieten mit schlechter Netzabdeckung.
Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2023 bevorzugen rund 60 Prozent der Deutschen weiterhin das Bezahlen mit Bargeld. Allerdings ist der Anteil der bargeldlosen Zahlungen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, insbesondere bei jüngeren Menschen.
Girocard Kontaktlos im internationalen Vergleich
Deutschland hinkte im Bereich des bargeldlosen Bezahlens lange Zeit anderen europäischen Ländern hinterher. In Skandinavien beispielsweise ist das Bezahlen mit Karte oder Smartphone schon seit vielen Jahren Standard. Auch in Großbritannien und den Niederlanden ist der Anteil der bargeldlosen Zahlungen deutlich höher als in Deutschland. Dies lag unter anderem an der traditionellen Vorliebe der Deutschen für Bargeld und an Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes.
In den letzten Jahren hat sich die Situation jedoch deutlich verändert. Die zunehmende Verbreitung von Girocard Kontaktlos und die Akzeptanz mobiler Bezahldienste haben dazu geführt, dass Deutschland im europäischen Vergleich aufgeholt hat. Laut einer Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) aus dem Jahr 2024 liegt der Anteil der bargeldlosen Zahlungen in Deutschland mittlerweile über dem europäischen Durchschnitt. Dies ist vor allem auf die Bemühungen der Banken und des Einzelhandels zurückzuführen, die Infrastruktur für bargeldloses Bezahlen auszubauen und das Vertrauen der Verbraucher in diese Technologie zu stärken.
Auch im Vergleich zu den USA gibt es Unterschiede. Während in den USA Kreditkarten eine dominierende Rolle spielen, ist in Deutschland die Girocard das wichtigste bargeldlose Zahlungsmittel. Dies liegt unter anderem an den unterschiedlichen Bankensystemen und an der stärkeren Regulierung des Kreditkartenmarktes in Deutschland. Zudem genießen deutsche Bankkunden einen hohen Schutz vor Missbrauch und Betrug, was das Vertrauen in die Girocard stärkt.

Welche Risiken birgt das kontaktlose Bezahlen?
Obwohl Girocard Kontaktlos viele Vorteile bietet, birgt es auch gewisse Risiken. Ein Hauptrisiko ist der unbefugte Zugriff auf die Kartendaten durch Dritte. Kriminelle könnten versuchen, die Daten während der Übertragung abzufangen oder die Karte zu stehlen und damit unbefugt Zahlungen durchzuführen. Um sich vor solchen Angriffen zu schützen, ist es wichtig, seine Girocard stets im Auge zu behalten und PIN-Eingaben sorgfältig zu verdecken. (Lesen Sie auch: Berufswechsel mit 40: Expertin rät: “Sich bei…)
Ein weiteres Risiko ist die sogenannte “Skimming”-Methode, bei der Kriminelle spezielle Geräte verwenden, um die Kartendaten aus der Ferne auszulesen. Um sich davor zu schützen, sollten Verbraucher ihre Girocard in einer speziellen Schutzhülle aufbewahren, die das Auslesen der Daten verhindert. Zudem ist es ratsam, regelmäßig die Kontoauszüge zu überprüfen und verdächtige Transaktionen umgehend der Bank zu melden.
Die Banken haben jedoch auch Maßnahmen ergriffen, um das Risiko von Missbrauch zu minimieren. So gibt es beispielsweise Limits für kontaktlose Zahlungen ohne PIN-Eingabe. Zudem haften die Banken in der Regel für Schäden, die durch unbefugte Transaktionen entstehen, sofern der Kunde nicht grob fahrlässig gehandelt hat. Es ist daher wichtig, sich über die Sicherheitsbestimmungen der eigenen Bank zu informieren und diese zu beachten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt sich ebenfalls für die Sicherheit von Kartenzahlungen ein und arbeitet an der Entwicklung von einheitlichen Sicherheitsstandards für den europäischen Zahlungsverkehr.
Häufig gestellte Fragen
Wie sicher ist das kontaktlose Bezahlen mit der Girocard?
Das kontaktlose Bezahlen mit der Girocard gilt als sicher, da die Daten verschlüsselt übertragen werden und es Limits für Zahlungen ohne PIN-Eingabe gibt. Dennoch ist es wichtig, aufmerksam zu sein und die Karte vor unbefugtem Zugriff zu schützen. (Lesen Sie auch: Lufthansa Streik am Donnerstag: Droht das Flugchaos?)
Welche Technologie steckt hinter dem kontaktlosen Bezahlen?
Die Technologie hinter dem kontaktlosen Bezahlen ist die Near Field Communication (NFC). NFC ermöglicht die drahtlose Datenübertragung über kurze Distanzen, wodurch ein schneller und bequemer Bezahlvorgang ermöglicht wird.
Kann ich mit meiner alten EC-Karte auch kontaktlos bezahlen?
Ob eine ältere EC-Karte kontaktloses Bezahlen unterstützt, hängt davon ab, ob sie mit einem NFC-Chip ausgestattet ist. Dies ist in der Regel auf der Karte vermerkt. Andernfalls kann eine neue Girocard bei der Bank beantragt werden.
Welche Vorteile bietet das kontaktlose Bezahlen für Händler?
Für Händler bietet das kontaktlose Bezahlen schnellere Transaktionen, geringeren Aufwand für Bargeldverwaltung und potenziell höhere Umsätze, da Kunden eher bereit sind, auch kleine Beträge bargeldlos zu begleichen.
Was passiert, wenn meine Girocard gestohlen wird?
Im Falle eines Diebstahls sollte die Girocard umgehend bei der Bank gesperrt werden. Zudem ist es ratsam, die Kontoauszüge regelmäßig zu überprüfen und verdächtige Transaktionen der Bank zu melden.
Fazit
Die zunehmende Verbreitung von Girocard Kontaktlos ist ein deutliches Zeichen für den Wandel im deutschen Zahlungsverkehr. Bargeldloses Bezahlen wird immer selbstverständlicher, und die Vorteile für Verbraucher und Einzelhandel liegen auf der Hand. Es ist jedoch wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und verantwortungsvoll mit dieser Technologie umzugehen. Die Banken und die Politik sind gefordert, die Sicherheit des bargeldlosen Bezahlens weiter zu verbessern und das Vertrauen der Verbraucher in diese Technologie zu stärken. Die Entwicklung zeigt, dass sich Deutschland langsam aber sicher von der Bargeld-Nation zu einem modernen, digitalisierten Zahlungsmarkt wandelt.




