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Gesellschaft mit beschränkter Haftung Mindestkapital: Anforderungen & mehr

Hast du dich schon gefragt, warum über 1 Million Unternehmen in Deutschland die GmbH als Rechtsform gewählt haben? Seit 1892 schützt sie Gründer vor persönlicher Haftung – aber nur, wenn du die Spielregeln kennst.

Das Stammkapital von 25.000 € ist der Schlüssel. Es sichert nicht nur Gläubiger ab, sondern trennt auch dein Firmen- vom Privatvermögen. Doch wie funktioniert das genau?

In diesem Leitfaden zeigen wir dir, wie du:

  • Mit Bar- oder Sachkapital startest
  • Dich gegen Risiken absicherst
  • Die Alternative UG nutzt, falls das Budget knapp ist

Lerne von echten Gründern, die ihr Kapital clever strukturiert haben – hier findest du praktische Tipps.

Was ist eine GmbH? Definition und Grundlagen

Wusstest du, dass eine GmbH wie eine eigenständige Person agiert? Sie kann Verträge schließen, Eigentum besitzen und vor Gericht klagen – ganz ohne dass du persönlich haftest.

Rechtsform und juristische Person

Die Rechtsform GmbH existiert losgelöst von ihren Eigentümern. Stell sie dir wie einen Akteur vor, der selbstständig handelt. Dein Firmenvermögen gehört dann dem Unternehmen, nicht dir privat.

Das schützt dich:

  • Gläubiger können nur auf das Gesellschaftsvermögen zugreifen
  • Privates Konto kann nicht gepfändet werden
  • Selbst bei Insolvenz bleibt dein Eigenheim sicher

Organe der GmbH: Geschäftsführung und Gesellschafter

Jede GmbH braucht mindestens einen Gesellschafter und einen Geschäftsführer. Auch wenn du beides allein bist, musst du die Rollen trennen. Warum? Weil der Geschäftsführer rechtlich verantwortlich handelt.

Clevere Lösung: Kombiniere mehrere Geschäftsführer. So verteilst du Verantwortung und reduzierst Risiken. Wichtig ist klare Kommunikation – wer entscheidet was?

Die Gesellschafterversammlung kontrolliert die Geschäftsführung. Sie kann den Geschäftsführer abberufen oder wichtige Investitionen blockieren. Bei Konflikten hilft ein guter Gesellschaftsvertrag.

Merke: Je klarer die Rollen verteilt sind, desto besser schützt du dich vor Haftungsfallen. Ein Notar hilft dir, alles rechtssicher zu regeln.

Vorteile und Nachteile der GmbH im Überblick

Bevor du dich für eine GmbH entscheidest, solltest du Vor- und Nachteile genau abwägen. Nicht jede GmbH passt zu jedem Geschäftsmodell. Hier kommen die wichtigsten Punkte.

Haftungsbeschränkung als Hauptvorteil

Der größte Vorteil ist klar: Du haftest nur mit dem Firmenvermögen. Markus, ein Berliner Händler, rettete so sein Privathaus, als sein Unternehmen insolvent ging. “Ohne GmbH hätte ich alles verloren”, sagt er heute.

So funktioniert’s:

  • Gläubiger können nur auf Firmenkonten zugreifen
  • Privates Eigentum bleibt geschützt
  • Auch bei Fehlentscheidungen des Geschäftsführers

Kosten und Aufwand als mögliche Nachteile

Die Gründungskosten liegen bei 1.000–3.000 €. Dazu kommen:

  • Notargebühren (ca. 1.200 €)
  • Handelsregistereintrag (ca. 150 €)
  • Steuerberater für die doppelte Buchführung (ab 100 €/Monat)

Achtung: Vergiss die Pflicht zur Veröffentlichung im Bundesanzeiger nicht. Das kostet zusätzlich 30–100 € pro Jahr.

Kriterium GmbH Einzelunternehmen
Haftung Beschränkt Unbegrenzt
Bürokratie Hoch (Bilanzpflicht) Niedrig (EÜR möglich)
Steuerlast Körperschaftssteuer Einkommenssteuer

Zukunftstipp: Nutze digitale Buchhaltungstools wie Lexoffice oder SevDesk. Sie sparen Zeit und reduzieren Fehler. Mehr Tipps findest du in unserem Leitfaden zur Gewerbeanmeldung.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung Mindestkapital: Die Anforderungen

25.000 € – diese Zahl entscheidet über deinen GmbH-Start. Sie bildet das Fundament, das Gläubiger absichert und dich schützt. Doch wie bringst du dieses Stammkapital konkret auf?

Gesetzliche Vorgaben: 25.000 Euro Stammkapital

§ 5 Abs. 1 GmbHG schreibt klar vor: Mindestens 25.000 Euro musst du als Grundstock hinterlegen. Das klingt viel, aber es gibt Spielraum:

  • 50% (also 12.500 Euro) müssen sofort verfügbar sein
  • Den Rest kannst du innerhalb von 5 Jahren nachschießen
  • Sachwerte wie Computer oder Maschinen zählen mit

Ein Münchner IT-Startup zeigte uns, wie’s geht: Sie brachten 12.500 Euro Bargeld ein und stockten mit Server-Hardware im gleichen Rahmen auf. Der Trick? Ein unabhängiger Gutachter bewertete die Technik.

Mindesteinzahlung bei Gründung (12.500 Euro)

Notar Dr. Behrens warnt: “Viele scheitern am Kapitalnachweis. Die Bankbestätigung muss exakt den Firmennamen sehen.” So vermeidest du Fehler:

  1. Eröffne ein GmbH-Konto mit Handelsregisterauszug
  2. Überweise die 12.500 Euro vom Privatkonto
  3. Lass dir die Einzahlung schriftlich bestätigen

Achtung: Verspätete Nachzahlungen können teuer werden. Das OLG Köln verurteilte 2021 einen Gründer zu 8.000 € Strafe, weil er die zweite Rate ignorierte.

Profi-Tipp: Nutze Gewinne, um das Kapital zu erhöhen (sog. Thesaurierung). So sparst du dir spätere Einzahlungen und stärkst gleichzeitig dein Unternehmen.

Stammkapital aufbringen: Bar- oder Sacheinlagen?

Du hast die Wahl: Bargeld oder Sachwerte für deine GmbH? Beide Wege führen zum Ziel, aber mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Welche Option besser passt, hängt von deiner Situation ab.

Bareinzahlung: Klare Regeln, einfacher Prozess

Die bareinzahlung ist der klassische Weg. Du überweist einfach Geld auf das Firmenkonto. Wichtig: Der Notar benötigt einen Nachweis über die Einzahlung.

So geht’s:

  • Konto im Firmennamen eröffnen
  • Mindestens 12.500 € einzahlen
  • Bankbestätigung für die Gründungsunterlagen

“In 90% der Fälle empfehle ich Bareinzahlungen. Sie sind rechtssicher und vermeiden spätere Diskussionen über Werte.”

Notarin Petra Haller, München

Sachwerte clever nutzen

Sacheinlagen können alles sein: Maschinen, Laptops oder sogar Markenrechte. Aber Achtung: Die bewertung muss stimmen. Ein unabhängiger Gutachter legt den Wert fest.

Typische vermögenswerte:

Art der Sacheinlage Häufigkeit Besonderheiten
Immobilien 75% Wertgutachten erforderlich
Maschinen 15% Abschreibung beachten
Software/Lizenzen 10% Nur bei klarem Marktwert

Praxis-Tipp: Eine Bäckerei aus Hamburg nutzte ihre Backöfen als Sacheinlage. Der Gutachter bewertete sie mit 18.000 € – so sparten sie Bargeld.

7-Punkte-Check für Sacheinlagen:

  1. Nur werthaltige Gegenstände verwenden
  2. Gutachten von unabhängiger Stelle
  3. Klar im Gesellschaftsvertrag festhalten
  4. Steuerliche Auswirkungen prüfen
  5. Nutzungsrecht klären
  6. Versicherungsschutz anpassen
  7. Dokumentation fürs Handelsregister

Innovation: Einige Startups nutzen Blockchain-Technik, um Werte digital zu beglaubigen. Das spart Zeit und erhöht die Transparenz.

Haftungsregelungen bei der GmbH

Manche Unternehmer unterschätzen die Fallstricke der GmbH-Haftung. Der Schutz des Privatvermögens funktioniert nicht automatisch. Besonders in drei Phasen musst du genau hinschauen.

Haftung während der Gründungsphase

Bis zur Eintragung ins Handelsregister haftest du persönlich. Ein Hamburger Gründer musste 2023 für Lieferantenverträge gerade stehen, die er vor der Eintragung unterschrieb.

So schützt du dich:

  • Verträge erst nach Registereintrag abschließen
  • Klare Kennzeichnung “i.G.” (in Gründung) nutzen
  • Rücklagen für ungeplante verbindlichkeiten bilden

“In der Gründungsphase empfehle ich immer eine Haftpflichtversicherung. Sie kostet wenig, kann aber existenziell wichtig werden.”

Rechtsanwalt Dr. Simon Bergmann

Haftungsbeschränkung nach Eintragung

Ab Eintragung greift der Schutz. Doch Vorsicht: Als Geschäftsführer haftest du bei grober Fahrlässigkeit selbst. Das Landgericht München verurteilte 2022 einen Manager zu 45.000 € Schadenersatz.

Risiko Schutzmaßnahme Kosten
Steuerschulden Monatliche Vorauszahlungen Variabel
Arbeitsrecht Beratung vor Kündigungen 150–300 €/h
Produkthaftung Versicherung abschließen ab 500 €/Jahr

Ausnahmen: Wann Gesellschafter persönlich haften

Bei vorsätzlichem Handeln oder Vermögensvermischung fällt der Schutz weg. Das OLG Köln entschied 2021: Wer Firmengelder privat nutzt, verliert den haftung gesellschafter-Schutz.

3 Warnsignale:

  1. Private Rechnungen vom Firmenkonto bezahlen
  2. Keine getrennten Konten führen
  3. Gehaltszahlungen ohne Vertrag

Digital-Hilfe: Nutze Tools wie Lexoffice, die automatisch Privatentnahmen kennzeichnen. So behältst du den Überblick und vermeidest Risiken.

Gründungsprozess einer GmbH: Schritt für Schritt

Dein Weg zur GmbH ist klarer, als du denkst – wenn du die Schritte kennst. In 2-4 Wochen kannst du alles erledigen. Wichtig ist die richtige Reihenfolge, um Zeit und Geld zu sparen.

Gesellschaftsvertrag und notarielle Beurkundung

Der Gesellschaftsvertrag ist die Basis. Du hast zwei Optionen:

  • Musterprotokoll: Günstig (ab 200 €), aber starr
  • Individualvertrag: Flexibel, kostet 0,2-1% des Stammkapitals

Notarin Julia Meier rät: “Für Standardfälle reicht das Musterprotokoll. Bei Sonderregelungen lohnt sich der Individualvertrag.”

Kriterium Musterprotokoll Individualvertrag
Kosten 200–500 € 500–2.500 €
Bearbeitungszeit 1–2 Tage 3–7 Tage
Flexibilität Niedrig Hoch

Handelsregistereintrag und Zeitplan

Nach der Notarbestätigung geht’s zum Handelsregister. Die Eintragung dauert 1–3 Wochen. Häufige Fehler:

  1. Unvollständige Unterlagen (fehlende Bankbestätigung)
  2. Falsche Firmenbezeichnung
  3. Vergessene Unterschriften

Pro-Tipp: Eröffne parallel das Geschäftskonto. So sparst du bis zu 10 Tage Wartezeit.

“Nutze die Wartezeit für Steuerregistrierung und Versicherungen. So startest du sofort nach der Eintragung durch.”

Gründungsberater Tim Weber

Kosten der GmbH-Gründung: Was Sie wissen müssen

Von Notar bis Steuerberater: So kalkulierst du die Kosten einer GmbH-Gründung präzise. Die Ausgaben gliedern sich in einmalige Gründungskosten und laufende Betriebskosten. Clevere Planung hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.

Notar- und Gerichtskosten im Detail

Die Beurkundung beim Notar schlägt mit 300–1.500 € zu Buche. Die Höhe hängt vom Stammkapital ab. Ein Berliner Gründer sparte 40%, indem er ein Musterprotokoll nutzte.

Diese Gerichtskosten kommen dazu:

  • Handelsregistereintrag: ca. 150 €
  • Bekanntmachung: 30–100 €
  • Eventuelle Gutachten: ab 200 €
Position Kosten (€) Spartipp
Notargebühren 300–1.500 Musterprotokoll wählen
Handelsregister 150 Online-Anmeldung
Bekanntmachung 30–100 Bundesanzeiger nutzen

Laufende Kosten der Rechtsform

Jährlich fallen 2.000–5.000 € für Buchhaltung und Steuern an. Die Gewerbesteuer greift ab 24.500 € Gewerbeertrag. Eine UG kann hier günstiger sein.

So vergleichen sich die Kosten:

  • Buchhaltung GmbH: ab 200 €/Monat
  • Buchhaltung UG: ab 100 €/Monat
  • Steuerberater: 80–150 €/Stunde

“Viele unterschätzen die laufenden Kosten. Setze von Anfang an 15% des Umsatzes für Verwaltung an.”

Steuerberaterin Lena Hofmann

Zukunftsausblick: Geplante Gesetzesänderungen könnten die Gründungskosten ab 2025 senken. Verfolge aktuelle Reformen, um rechtzeitig zu profitieren.

Besonderheiten bei der Ein-Personen-GmbH

Immer mehr Gründer wagen den Schritt allein – mit allen Vor- und Nachteilen. 2023 waren 32% aller neuen GmbHs Ein-Personen-Gründungen. Doch Vorsicht: Was flexibel klingt, bringt besondere Herausforderungen mit sich.

Gründung als Alleingesellschafter

Du übernimmst gleich zwei Rollen: Gesellschafter und Geschäftsführer. Das spart Diskussionen, erhöht aber die Verantwortung. Ein Bremer IT-Gründer berichtet: “Ich entscheide alles selbst – aber bei Fehlern steht auch niemand neben mir.”

So meisterst du die Doppelrolle:

  • Digitale Tools für Protokollpflichten nutzen
  • Monatliche Selbstkontrolle einplanen
  • Externen Beirat für wichtige Entscheidungen hinzuziehen
Vorteile Nachteile
Sofortige Beschlussfähigkeit Kein internes Kontrollsystem
Volle Gewinnausschüttung Höheres Haftungsrisiko
Geringere Abstimmungszeit Psychische Belastung

Kapitalanforderungen und Haftung

Das Stammkapital bleibt bei 25.000 € – auch bei Solo-Gründungen. Die gute Nachricht: Du kannst die Einzahlung strategisch planen. Eine Münchner Designerin startete mit 12.500 € und stockte später aus Gewinnen auf.

Achtung: Bei Ein-Personen-GmbHs prüfen Banken Kredite oft strenger. Sichere dir früh eine Geschäftskonto-Zusage.

“Die größte Gefahr? Dass man als Alleingesellschafter betriebsblind wird. Ein monatlicher Austausch mit anderen Gründern wirkt Wunder.”

Unternehmensberaterin Sarah Vogel

3-Punkte-Haftungsschutz:

  1. Trenne private und geschäftliche Konten strikt
  2. Dokumentiere alle Entscheidungen schriftlich
  3. Absolviere jährliche Compliance-Schulungen

Alternative Rechtsformen mit geringerem Mindestkapital

Nicht jeder Gründer hat 25.000 € Startkapital – was tun? Zum Glück gibt es smarte Alternativen zur klassischen GmbH. Sie bieten ähnlichen Schutz, sind aber finanziell leichter zugänglich.

UG als flexible Lösung

Die UG (haftungsbeschränkt) startet schon mit 1 €. Sie wird oft “Mini-GmbH” genannt. Der Clou: Du musst 25% des Jahresgewinns zurücklegen, bis 25.000 € erreicht sind.

Vorteile auf einen Blick:

  • Keine hohen Anfangsinvestitionen
  • Haftungsbeschränkung wie bei der GmbH
  • Einfache Umwandlung in GmbH später möglich

“Für Startups ist die UG oft die bessere Wahl. Man wächst mit dem Unternehmen, statt alles auf einmal zu investieren.”

Gründungsberaterin Tina Bauer

Vergleich mit Kapitalgesellschaften

Nicht nur die UG bietet Vorteile. Andere Rechtsformen haben unterschiedliche Stärken:

Rechtsform Mindestkapital Besonderheit
UG 1 € 25% Gewinnrücklage
GmbH 25.000 € Volles Kapital sofort
AG 50.000 € Aktienhandel möglich

Praxis-Tipp: Eine Berliner App-Agentur startete als UG. Nach 3 Jahren hatte sie genug Rücklagen für die GmbH-Umwandlung – ohne Kredit.

Wann welche Form passt:

  1. UG: Bei knappen Mitteln oder unsicheren Märkten
  2. GmbH: Für etablierte Geschäftsmodelle mit Planungssicherheit
  3. AG: Nur bei geplantem Börsengang oder Großinvestoren

Achtung: Manche Geschäftspartner bevorzugen GmbHs. Prüfe, ob die UG in deiner Branche akzeptiert wird.

Stammkapital später ändern: Erhöhung oder Herabsetzung

Dein Unternehmen wächst – und das Stammkapital muss mitwachsen. Zum Glück ist die Höhe nicht in Stein gemeißelt. Egal ob Expansion oder Sanierung: Hier kommen die besten Strategien für Anpassungen.

Verfahren zur Kapitalerhöhung

Mehr Eigenkapital stärkt deine Position. Eine Erhöhung läuft in drei Schritten ab:

  1. Gesellschafterbeschluss (75% Mehrheit nötig)
  2. Notarielle Beurkundung
  3. Eintragung ins Handelsregister

Cleverer Trick: Nutze stille Beteiligungen für flexibles Kapital. Sie bringen Geld, ohne dass Investoren Stimmrechte erhalten.

“Bei Kapitalerhöhungen empfehle ich immer eine Fristen-App. So verpasst du keinen Meilenstein im Eintragungsprozess.”

Notar Dr. Matthias Reuter

Voraussetzungen für Kapitalherabsetzung

Eine Herabsetzung ist riskant – aber manchmal nötig. Wichtige Regeln:

  • Gläubiger müssen zustimmen
  • 1 Jahr Sperrfrist nach Bekanntmachung
  • Mindestkapital von 25.000 € darf nicht unterschritten werden
Fall Lösung Kosten
Sanierung Kapitalherabsetzung ab 1.200 €
Investition Kapitalerhöhung ab 800 €

Achtung: Fehlerhafte Gläubigerinformation führt zu Haftungsrisiken. Lass dich vorher rechtlich beraten.

Geschäftskonto für die GmbH: Pflichten und Optionen

Dein Firmenkonto ist mehr als nur eine Pflicht – es ist dein finanzielles Fundament. Laut Bundesbank scheitern 18% der Gründungen an fehlenden Banknachweisen. Doch mit den richtigen Infos umgehst du diese Hürde.

Anforderungen an das Gründungskonto

Banken prüfen GmbH-Konten strenger als Privatkonten. Diese Unterlagen brauchst du:

  • Handelsregisterauszug (oft vorläufig akzeptiert)
  • Einzahlungsbestätigung über mindestens 12.500 €
  • Personalausweis aller Geschäftsführer
  1. Gesellschaftsvertrag
  2. Steuer-ID des Unternehmens
  3. Businessplan bei Startups

Moderne Online-Lösungen

Fintechs revolutionieren die Kontoführung. Vorteile digitaler Online-Lösungen:

  • Sofortige Kontoeröffnung in 48 Stunden
  • Kosten ab 5 €/Monat (keine versteckten Gebühren)
  • Automatische Kapitalnachweis-Dokumentation

“Traditionelle Banken brauchen oft Wochen. Mit digitalen Anbietern hatte mein Startup in 3 Tagen ein voll funktionsfähiges Konto.”

Gründerin Lena Koch, München
Anbieter Kosten/Monat Besonderheit
N26 Business 4,90 € Kostenlose Auslandseinsätze
Qonto 9 € Integrierte Buchhaltung
Holvi 6 € Projektbudget-Tools

Pro-Tipp: Eröffne das Konto parallel zum Notartermin. So sparst du bis zu 14 Tage Wartezeit. Nutze die Checkliste:

  1. Notartermin buchen
  2. Kontoantrag online starten
  3. Handelsregistereintrag nachreichen

Fazit: Ist die GmbH die richtige Wahl für Ihr Unternehmen?

Am Ende steht die Frage: Passt die GmbH wirklich zu dir? Entscheide anhand dieser 5 Faktoren:

1. Kapital: Hast du 12.500 € Startbudget? Falls nicht, könnte eine UG besser passen.

2. Haftung: Brauchst du den Schutz des Privatvermögens? Bei Risikogeschäften lohnt sich die Rechtsform GmbH besonders.

Die Gründung GmbH skalierst du später leicht in eine AG um. Digitalisierung vereinfacht die Verwaltung – moderne Tools ersetzen teure Berater.

Teste dich selbst:

  • Planst du langfristiges Wachstum?
  • Arbeitest du mit hohen Summen?
  • Willst du Investoren gewinnen?

Bei 3x “Ja” spricht vieles für diese Rechtsform. Unsere kostenlose Checkliste hilft bei der finalen Entscheidung – einfach downloaden und durchgehen!

Für komplexe Fälle lohnt der Gang zum Fachanwalt. Er prüft individuelle Risiken deines Unternehmens.

FAQ

Wie hoch ist das Mindestkapital für eine GmbH?

Das gesetzlich vorgeschriebene Stammkapital beträgt 25.000 Euro. Bei der Gründung musst du mindestens die Hälfte (12.500 Euro) einzahlen.

Kann ich statt Bargeld auch Sachwerte einbringen?

Ja, Sacheinlagen sind möglich – etwa Maschinen, Lizenzen oder Immobilien. Der Wert muss von einem unabhängigen Gutachter bestätigt werden.

Wann greift die Haftungsbeschränkung?

Erst nach Eintragung ins Handelsregister. In der Gründungsphase haftest du persönlich für Verbindlichkeiten. Ein notarieller Gesellschaftsvertrag schützt dich früher.

Was kostet die Gründung einer GmbH?

Neben dem Stammkapital fallen Notarkosten (ca. 1-2% des Kapitals) und Gerichtsgebühren (ca. 150-300 Euro) an. Banken verlangen oft Gebühren für das Geschäftskonto.

Kann ich eine GmbH alleine gründen?

Ja, als Ein-Personen-GmbH. Die Anforderungen an Kapital und Eintragung bleiben gleich. Du übernimmst dann beide Rollen: Gesellschafter und Geschäftsführer.

Gibt es Alternativen mit weniger Startkapital?

Die UG (haftungsbeschränkt) benötigt nur 1 Euro Stammkapital. Allerdings musst du jährlich 25% des Gewinns zurücklegen, bis 25.000 Euro erreicht sind.

Wie lange dauert die Gründung?

Mit notariellem Vertrag und Handelsregistereintrag ca. 2-6 Wochen. Ohne Vorbereitung kann es länger dauern. Online-Gründungstools beschleunigen den Prozess.

Muss ich ein separates Geschäftskonto eröffnen?

Ja, das ist Pflicht. Viele Banken bieten spezielle Konten für Kapitalgesellschaften an. Vergleiche Konditionen – digitale Anbieter sind oft günstiger.

Kann ich das Stammkapital später erhöhen?

Ja, durch Bareinzahlungen oder neue Sacheinlagen. Dafür brauchst du einen notariell beurkundeten Beschluss und eine Handelsregisteraktualisierung.

Wann haften Gesellschafter persönlich?

Bei grober Pflichtverletzung, z.B. wenn du Gelder entnimmst, obwohl die GmbH insolvent ist. Auch Steuerschulden können zur Haftung führen.
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