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Der Gasspeicher Füllstand in Deutschland liegt am 27. Januar 2026 bei nur noch 37 bis 38 Prozent. Das ist ein historisch niedriger Wert – rund 23 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Die Initiative Energien Speichern (INES) warnt: Die Speicherbefüllung vor dem Winter 2025/26 war „unzureichend”. Trotzdem erklärt die Bundesnetzagentur die Versorgung für gesichert.
Gasspeicher Füllstand: Am 27. Januar 2026 blickt Deutschland auf eine angespannte Gasversorgungslage. Die deutschen Erdgasspeicher sind nur noch zu etwa 37 Prozent gefüllt – ein Wert, der seit der Energiekrise 2022 nicht mehr so niedrig war.
Der Extremwinter Ende Januar 2026 mit massiven Schneefällen und Temperaturen um den Gefrierpunkt hat den Gasverbrauch in die Höhe getrieben. Gleichzeitig war die Speicherbefüllung vor dem Winter bereits unzureichend. Wir erklären, wie ernst die Lage wirklich ist und was das für Verbraucher bedeutet.
Die deutschen Gasspeicher haben eine Gesamtkapazität von rund 251 Terawattstunden (TWh). Das entspricht etwa 30 Prozent des gesamten deutschen Jahresverbrauchs. Aktuell sind davon nur noch etwa 94 TWh gespeichert.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Aktueller Füllstand | 37,49 % (Stand: 25.01.2026) |
| Gespeicherte Menge | ca. 94 TWh |
| Gesamtkapazität | 251 TWh |
| Tägliche Entnahme | ca. 1.500–2.000 GWh |
| Tägliche Einspeisung | ca. 15–30 GWh |
| Netto-Veränderung pro Tag | ca. -0,6 bis -0,8 Prozentpunkte |
| Vorjahresniveau (Jan. 2025) | ca. 60 % |
Die Daten stammen von der europäischen Plattform AGSI (Aggregated Gas Storage Inventory) und werden von der Bundesnetzagentur täglich veröffentlicht.
Der niedrige Füllstand hat mehrere Ursachen, die sich gegenseitig verstärken:
Die Initiative Energien Speichern (INES), die über 90 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten vertritt, kommentiert: „Der milde Winterverlauf hat die Lage kurzfristig entschärft, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Speicherbefüllung vor dem Winter 2025/26 unzureichend war.”
Seit dem 1. Juli 2025 gilt in Deutschland die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat diese Stufe ausgerufen, nachdem die zuvor geltende Alarmstufe aufgehoben wurde.
Der Notfallplan Gas kennt drei Eskalationsstufen:
| Stufe | Bedeutung | Staatlicher Eingriff |
|---|---|---|
| 1. Frühwarnstufe | Hinweise auf mögliche Verschlechterung der Versorgungslage | Nein – Markt regelt |
| 2. Alarmstufe | Störung der Gasversorgung oder hohe Nachfrage | Nein – Markt regelt |
| 3. Notfallstufe | Erhebliche Verschlechterung, Markt kann nicht mehr ausgleichen | Ja – Bundesnetzagentur wird Bundeslastverteiler |
Für Verbraucher gilt: In der aktuellen Frühwarnstufe ändert sich nichts. Die Gasversorgung ist gewährleistet, es gibt keine Abschaltungen oder Rationierungen. Allerdings wird ein sparsamer Gasverbrauch weiterhin empfohlen.
Sollte es zur Notfallstufe kommen, übernimmt die Bundesnetzagentur als sogenannter „Bundeslastverteiler” die Verteilung des knappen Gases. Dabei sind bestimmte Verbrauchergruppen gesetzlich geschützt:
Im Falle einer Mangellage würden zuerst industrielle Großverbraucher ihre Gaslieferungen reduzieren müssen. Die genaue Reihenfolge wird situationsbezogen entschieden – eine feste Abschalt-Reihenfolge gibt es nicht.
Die Initiative Energien Speichern hat drei Szenarien modelliert, die zeigen, wie sich die Speicherstände je nach Witterung entwickeln könnten:
| Szenario | Beschreibung | Prognose |
|---|---|---|
| A: Normalwetter | Wechselhaft, durchschnittliche Temperaturen | 30%-Ziel am 1. Februar knapp erreicht, Ende März ca. 20–25 % |
| B: Milder Winter | Atlantische Tiefausläufer, milde Temperaturen | 30%-Ziel sicher erreicht, Ende März ca. 47 % |
| C: Extremwinter 2010 | Anhaltende Kälte wie im historisch kalten Winter 2010 | Vollständige Entleerung bis Mitte Februar möglich |
Wichtig: Das Extremwinter-Szenario ist ein Stresstest, keine Prognose. Es zeigt das theoretische Risiko bei anhaltenden Temperaturen um -4,6 °C über mehrere Wochen. Die aktuellen Temperaturen im Januar 2026 liegen deutlich darüber.
Die niedrigen Speicherstände haben bereits zu Preissteigerungen am Großhandelsmarkt geführt. Allerdings profitieren Verbraucher aktuell noch von vergleichsweise günstigen Tarifen:
| Kategorie | Gaspreis (Januar 2026) |
|---|---|
| Neukunden (günstigste Tarife) | ca. 7,8–9,3 Cent/kWh |
| Bestandskunden (Durchschnitt) | ca. 10,7 Cent/kWh |
| Grundversorgung | ca. 13,6 Cent/kWh |
Ab 2026 entfällt die Gasspeicherumlage (bisher 0,289 Cent/kWh), was die Gaskosten um etwa 69 Euro pro Jahr für einen durchschnittlichen Haushalt senkt. Gleichzeitig steigt der CO₂-Preis auf einen Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne.
Eine pauschale Antwort ist nicht möglich, da die Reichweite von vielen Faktoren abhängt:
Bei aktuellem Verbrauch (ca. 0,6–0,8 Prozentpunkte Entnahme pro Tag) würden die Speicher rein rechnerisch noch etwa 50–60 Tage ausreichen. Allerdings ist dies eine stark vereinfachte Rechnung – die tatsächliche Versorgung hängt vom Zusammenspiel aus Speichern, Importen und Verbrauch ab.
Der aktuelle Füllstand der deutschen Gasspeicher liegt bei etwa 37–38 Prozent (Stand: 25./26. Januar 2026). Das entspricht einer gespeicherten Menge von rund 94 Terawattstunden. Der Füllstand sinkt täglich um etwa 0,6 bis 0,8 Prozentpunkte.
Die Bundesnetzagentur stuft die Versorgungslage aktuell als stabil ein. Ein Gasmangel ist nur bei einem Extremwinter-Szenario mit anhaltend sehr tiefen Temperaturen über mehrere Wochen möglich. Für normale oder milde Witterung sind die gesetzlichen Füllstandsziele erreichbar.
In der Frühwarnstufe ändert sich für Verbraucher nichts. Es gibt keine Abschaltungen, keine Rationierungen und keine staatlichen Eingriffe. Die Frühwarnstufe dient der Vorbereitung und Beobachtung der Lage durch ein Krisenteam aus Behörden und Energieversorgern.
Ja. Private Haushalte gehören zu den gesetzlich geschützten Verbrauchern und werden bis zuletzt mit Gas versorgt. Gleiches gilt für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen und kritische Infrastrukturen. Bei einem Mangel würden zuerst industrielle Großverbraucher eingeschränkt.
Jede eingesparte Kilowattstunde hilft: Raumtemperatur um 1 Grad senken (spart ca. 6 % Heizkosten), kürzer duschen, Fenster und Türen abdichten, Heizung entlüften, richtig lüften (Stoßlüften statt Dauerkippen). Ein Anbieterwechsel kann zusätzlich die Kosten senken.
Die Bundesnetzagentur veröffentlicht täglich aktuelle Daten unter bundesnetzagentur.de. Europäische Speicherdaten finden Sie bei AGSI+ (Aggregated Gas Storage Inventory) unter agsi.gie.eu.
Der Gasspeicher Füllstand in Deutschland ist mit 37–38 Prozent auf einem historisch niedrigen Niveau. Die unzureichende Speicherbefüllung vor dem Winter 2025/26 und der erhöhte Verbrauch durch Kältewellen haben zu dieser Situation geführt.
Dennoch ist die Gasversorgung aktuell gesichert. Die Bundesnetzagentur beobachtet die Lage engmaschig, und die gesetzlichen Füllstandsziele (mindestens 30 % am 1. Februar) sind bei normalem Witterungsverlauf erreichbar. Nur ein Extremwinter mit wochenlangen Tiefsttemperaturen würde das System an seine Grenzen bringen.
Für Verbraucher gilt: Die Frühwarnstufe hat keine direkten Auswirkungen. Wer trotzdem vorsorgen will, kann durch Energiesparen und einen Gasanbieterwechsel seine Kosten senken – und gleichzeitig zur Versorgungssicherheit beitragen.
📌 Stand: 27. Januar 2026 | Quellen: Bundesnetzagentur, AGSI+, Initiative Energien Speichern (INES), BMWK, Verivox, Finanztip
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