Festmeter Holz Preis 2026: Was kostet 1 fm aktuell?
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Festmeter Holz Preis – Das Wichtigste auf einen Blick
Ein Festmeter Holz kostet im Januar 2026 zwischen 65 und 132 Euro – je nach Holzart, Qualität und Verwendungszweck. Für Fichtenrundholz in Sägequalität (B 2b+) zahlen Sägewerke aktuell Rekordpreise von 129 bis 132 Euro pro Festmeter. Brennholz vom Forstamt ist mit 65 bis 90 Euro je Festmeter günstiger. Die Holzpreise haben 2026 den höchsten Stand seit 35 Jahren erreicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Fichtenholz Sägequalität: 129–132 €/fm (Rekordpreis 2026)
- Kiefernholz Sägequalität: 95–110 €/fm
- Brennholz Hartholz (Buche/Eiche): 65–90 €/fm am Polter
- Käferholz: ca. 112 €/fm
- Industrieholz: 35–38 €/Raummeter
- Umrechnung: 1 Festmeter = 1,4 Raummeter = 2,3 Schüttraummeter
- Marktlage: Höchste Preise seit 35 Jahren wegen Holzknappheit
Die Frage „Wie teuer ist 1 Festmeter Holz?” lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Preis hängt von zahlreichen Faktoren ab: Holzart, Qualitätsklasse, Durchmesser, Region und aktuelle Marktlage. Im Januar 2026 befinden sich die Holzpreise auf einem historischen Höchststand. Waldbesitzer erzielen für Nadelrundholz so hohe Erlöse wie seit 35 Jahren nicht mehr.
In diesem Ratgeber erfahren Sie die aktuellen Preise für verschiedene Holzsortimente, verstehen die Unterschiede zwischen Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter und lernen, worauf Sie beim Holzkauf achten sollten.
Aktuelle Holzpreise 2026: Was kostet 1 Festmeter?
Am deutschen Holzmarkt sind die Preise für Fichte und Kiefer Anfang 2026 so hoch wie noch nie. Laut agrarheute liegen die Nettopreise für das Leitsortiment Fichte B 2b+ im Schnitt zwischen 129 und 132 Euro je Festmeter – teilweise sogar noch höher. Einzelne Sägewerke haben bei Vertragsabschlüssen bereits über 133 Euro pro Festmeter frei Waldstraße gezahlt.
| Holzsortiment | Preis pro Festmeter | Anmerkung |
|---|---|---|
| Fichte Stammholz B 2b+ | 129–132 €/fm | Rekordpreis Januar 2026 |
| Fichte Stammholz 1b–2b | 95–120 €/fm | Je nach Stärkeklasse |
| Kiefer Stammholz B/C 2b+ | 95–110 €/fm | Starke Nachfrage |
| Käferholz (Fichte) | bis 112 €/fm | Mit anhaftender Rinde |
| Brennholz Buche/Eiche | 65–90 €/fm | Am Polter vom Forstamt |
| Industrieholz FK | 35–38 €/rm | Achtung: Raummeter! |
Gut zu wissen
Die Preise verstehen sich als Nettopreise frei Waldstraße. Bei der Abholung aus dem Forst fallen keine Transportkosten an. Der Preis kann je nach Region, Jahreszeit und Verfügbarkeit um 10–20 % schwanken.

Was ist ein Festmeter? Definition und Unterschied zu Raummeter
Der Festmeter (Abkürzung: fm oder F) ist die wichtigste Maßeinheit für Holz in der Forstwirtschaft. Ein Festmeter entspricht exakt einem Kubikmeter (1 m³) fester Holzmasse – also Holz ohne Zwischenräume. Man kann sich einen Festmeter wie einen massiven Holzwürfel mit einer Seitenlänge von einem Meter vorstellen.
Im Gegensatz dazu misst der Raummeter (rm) das Volumen von gestapeltem Holz inklusive der Luftzwischenräume. Beim Schüttraummeter (srm) wird das Holz lose geschüttet, wodurch noch mehr Luft enthalten ist.
| Maßeinheit | Definition | Holzanteil |
|---|---|---|
| Festmeter (fm) | 1 m³ massive Holzmasse ohne Luft | 100 % |
| Raummeter (rm/Ster) | 1 m³ gestapeltes Holz mit Zwischenräumen | ca. 70 % |
| Schüttraummeter (srm) | 1 m³ lose geschüttetes Holz | ca. 40–50 % |
Umrechnung: Festmeter in Raummeter
Für die Umrechnung zwischen den Maßeinheiten gelten folgende Richtwerte:
- 1 Festmeter = 1,4 Raummeter = 2,3 Schüttraummeter
- 1 Raummeter = 0,7 Festmeter = 1,4–1,6 Schüttraummeter
- 1 Schüttraummeter = 0,4–0,5 Festmeter = 0,7 Raummeter
Achtung beim Preisvergleich!
Achten Sie beim Holzkauf genau auf die Maßeinheit. Ein Angebot von „80 Euro pro Raummeter” entspricht umgerechnet etwa 114 Euro pro Festmeter (80 € ÷ 0,7). Unseriöse Anbieter nutzen die Verwirrung zwischen den Einheiten manchmal aus.
Holzpreise nach Holzart: Fichte, Kiefer, Buche & Eiche
Die Preise unterscheiden sich erheblich je nach Holzart und Verwendungszweck:
Fichtenholz – Das wichtigste Bauholz
Fichte ist das mit Abstand wichtigste Holz für die Säge- und Bauindustrie. Für Stammholz in Sägequalität (Güte B, Stärkeklasse 2b+) zahlen Sägewerke im Januar 2026 Rekordpreise von 129 bis 132 Euro je Festmeter. Die extreme Knappheit am Markt hat die Preise auf den höchsten Stand seit 35 Jahren getrieben.
Kiefernholz – Stabil auf hohem Niveau
Auch Kiefernholz verzeichnet einen steilen Preisanstieg. Für das Sortiment 2b+ in der Güte B/C werden aktuell 95 bis 110 Euro je Festmeter gezahlt. Die Nachfrage ist sehr stark, und auch mindere Qualitäten erzielen gute Preise.
Buchenholz & Eiche – Premium-Brennholz
Hartholz wie Buche und Eiche ist besonders als Brennholz gefragt. Vom Forstamt kostet ein Festmeter 65 bis 90 Euro am Polter (Selbstabholung). Der bundesweite Durchschnittspreis liegt laut Forstpraxis bei etwa 83 Euro pro Festmeter.

Warum sind die Holzpreise 2026 so hoch?
Die Rekordpreise haben mehrere Ursachen:
- Extreme Holzknappheit: Die Schadholzmengen der vergangenen Jahre (Käferholz, Sturmschäden) sind aufgearbeitet. Frisches Holz ist extrem knapp.
- Leere Lager: Viele Sägewerke haben nahezu leere Rundholzlager und sprechen von „Rohstoffunterversorgung”.
- Stabile Nachfrage: Die Nachfrage nach Holzprodukten (Bau, Möbel, Energie) bleibt hoch.
- Waldumbau: Der Umbau zu klimaresistenten Mischwäldern reduziert das Nadelholzangebot langfristig.
- Energiekrise: Die gestiegenen Energiepreise haben die Nachfrage nach Brennholz zusätzlich angeheizt.
Holzmarkt-Experte Herbert Borchert von der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft empfiehlt Waldbesitzern, jetzt den Waldumbau voranzutreiben: Fichten rentabel verkaufen und in klimaresistenteren Mischwald investieren.
Wo kann man Holz kaufen?
Holz kann aus verschiedenen Quellen bezogen werden:
| Bezugsquelle | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Staatliches Forstamt | Günstige Preise, regionale Herkunft | Selbstabholung, oft Wartelisten |
| Private Waldbesitzer | Verhandlungsspielraum, direkt | Variable Qualität |
| Forstbetriebsgemeinschaft | Geprüfte Qualität, faire Preise | Mitgliedschaft teils erforderlich |
| Brennholzhändler | Ofenfertig, Lieferung möglich | Deutlich höhere Preise |
| Baumarkt | Sofort verfügbar, kleine Mengen | Teuer, oft nicht regional |
Tipps zum Holzkauf: So sparen Sie Geld
- Frühzeitig kaufen: Im Frühjahr und Sommer sind die Preise oft niedriger als in der Heizsaison.
- Selbstabholung: Wer das Holz selbst abholt, spart erhebliche Transportkosten.
- Mengenrabatte: Bei größeren Mengen (ab 5–10 fm) gewähren viele Anbieter Rabatte.
- Brennholz lang kaufen: Unverarbeitetes Meterholz ist deutlich günstiger als ofenfertiges Scheitholz.
- Maßeinheit prüfen: Immer nachfragen, ob der Preis pro Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter gilt.
- Qualität beachten: Brennholz sollte eine Restfeuchte unter 20 % haben – fragen Sie nach!
Fazit: Holzpreise auf historischem Rekordniveau
Die Antwort auf die Frage „Wie teuer ist 1 Festmeter Holz?” lautet: Es kommt darauf an. Für Fichtenrundholz in Sägequalität zahlen Abnehmer 2026 Rekordpreise von über 130 Euro pro Festmeter. Brennholz vom Forstamt ist mit 65–90 Euro günstiger, erfordert aber Eigenleistung beim Abholen und Aufarbeiten.
Wer Holz kaufen möchte, sollte Preise vergleichen, auf die Maßeinheit achten und möglichst frühzeitig bestellen. Die aktuelle Marktsituation begünstigt Verkäufer – Waldbesitzer erzielen so hohe Erlöse wie seit 35 Jahren nicht mehr. Für Käufer gilt: Geduld und gute Planung können bares Geld sparen.
📌 Stand: Januar 2026 | Quellen: agrarheute, Forstpraxis, Land & Forst, Waldverband, Forstbetriebsgemeinschaften
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von der Redaktion von wermachtwas.online verfasst. Wir informieren über Preise, Kosten und relevante Marktentwicklungen für Verbraucher und Fachleute.
