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Razzia bei der Deutschen Bank: Am 28. Januar 2026 durchsuchen BKA und Staatsanwaltschaft die Zentrale in Frankfurt sowie einen Standort in Berlin. Der Vorwurf: Geldwäsche im Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften. Laut Medienberichten steht die Razzia in Verbindung mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch. Das Timing ist brisant – einen Tag vor der Bilanzvorlage für 2025.
Deutsche Bank Razzia: Am Mittwoch, dem 28. Januar 2026, haben Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt durchsucht. Auch ein Standort in Berlin ist betroffen. Der Vorwurf lautet auf Geldwäsche – es geht um frühere Geschäftsbeziehungen des größten deutschen Geldhauses zu ausländischen Gesellschaften.
Der Zeitpunkt der Durchsuchung ist pikant: Am Donnerstag, nur einen Tag später, legt der DAX-Konzern seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vor. Vorstandschef Christian Sewing muss sich nun auf kritische Fragen einstellen.
Gegen 10 Uhr am Mittwochmorgen betraten rund 30 Beamte in Zivil die Deutsche-Bank-Zentrale in der Frankfurter Innenstadt. Das berichtete der „Spiegel” als erstes Medium. Die Durchsuchungen liefen nach Informationen des Hessischen Rundfunks noch am Nachmittag.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt erklärte in einer Mitteilung: „Zu dem Hintergrund der Geschäftsbeziehungen, den über die Deutsche Bank AG erfolgten Transaktionen und deren Umfang sowie zu den Gesellschaften selbst, können keine weiteren Angaben gemacht werden.”
Laut Berichten der „Süddeutschen Zeitung” stehen die Durchsuchungen in Zusammenhang mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch. Der Milliardär steht seit März 2022 wegen seiner Verbindungen zu Präsident Wladimir Putin unter EU-Sanktionen.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Verdacht | Verspätete Geldwäsche-Verdachtsmeldungen |
| Zeitraum | Geschäftsbeziehungen vor den EU-Sanktionen 2022 |
| Mögliche Verbindungen | Offshore-Gesellschaften, MeritServus-Leaks |
| Rechtslage | Verdachtsmeldungen müssen unverzüglich erfolgen |
Investigativ-Berichte zu den sogenannten MeritServus-Leaks – Daten einer zypriotischen Vermögensverwaltung – hatten zuvor nachgezeichnet, dass Abramowitsch über Offshore-Konstruktionen Beteiligungen an deutschen Unternehmen strukturiert haben soll. Darunter sollen Investments in Firmen wie Auto1, Showheroes und indirekt auch WeFox und Delivery Hero gewesen sein.
Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Durchsuchungen sind keine rechtskräftige Feststellung von Schuld. Die Deutsche Bank kooperiert nach eigenen Angaben vollumfänglich mit den Ermittlern.
Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte die Durchsuchungen gegenüber Medien:
„Wir bestätigen, dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt wird. Die Bank arbeitet vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns darüber hinaus nicht äußern.”
An der Börse reagierte die Deutsche-Bank-Aktie mit Kursverlusten. Zeitweise fiel das Papier um rund 3 Prozent.
Für die Deutsche Bank sind Durchsuchungen wegen Geldwäscheverdachts kein Novum. Die Vorwürfe, beim Thema Geldwäsche nicht genau genug hinzuschauen und Verdachtsanzeigen zu spät abzugeben, haben dem Institut wiederholt Ärger eingebrockt.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| April 2022 | Razzia durch Staatsanwaltschaft, BKA und BaFin in Frankfurt |
| 2022–2024 | BaFin-Sonderbeauftragter überwacht Geldwäschebekämpfung |
| 2023 | US-Fed verhängt Strafe wegen AML-/Sanktions-Compliance |
| Ende 2024 | BaFin-Sonderbeauftragter wird abgezogen |
| 28.01.2026 | Neue Razzia in Frankfurt und Berlin |
Bankmitarbeiter sind per Gesetz verpflichtet, bei einem Verdacht auf Geldwäsche dies unverzüglich zu melden. Werden diese Informationen nicht oder zu spät weitergegeben, drohen Bußgelder und strafrechtliche Konsequenzen.
Die Razzia fällt auf einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Am Donnerstag, dem 29. Januar 2026, legt die Deutsche Bank ihre Jahresbilanz für 2025 vor. Analysten erwarten einen Gewinn von knapp 6 Milliarden Euro – so viel wie seit Jahren nicht mehr.
Vorstandschef Christian Sewing wird sich nun nicht nur zu den guten Zahlen äußern müssen, sondern auch kritische Fragen zur Razzia beantworten. Die Durchsuchungen überschatten das eigentlich positive Geschäftsergebnis.
Für Privatkunden der Deutschen Bank hat die Razzia zunächst keine direkten Auswirkungen. Das normale Bankgeschäft läuft unverändert weiter. Allerdings können solche Verfahren intern zu verschärften Prüfungen, strengeren Onboarding-Prozessen und schnelleren Dokumentennachforderungen führen – besonders bei grenzüberschreitenden Transaktionen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen des Verdachts der Geldwäsche. Hintergrund sind frühere Geschäftsbeziehungen der Bank zu ausländischen Gesellschaften, die im Verdacht stehen, für Geldwäsche genutzt worden zu sein.
Laut Berichten der Süddeutschen Zeitung stehen die Durchsuchungen in Verbindung mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch. Es geht um möglicherweise verspätete Geldwäsche-Verdachtsmeldungen.
Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen Frankfurt am Main führt die Ermittlungen gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA).
Die Deutsche Bank hat die Durchsuchungen bestätigt und erklärt, sie kooperiere „vollumfänglich” mit der Staatsanwaltschaft. Weitere Details nannte das Institut nicht.
Ja. Im April 2022 durchsuchten Ermittler von Staatsanwaltschaft, BKA und BaFin ebenfalls die Zentrale in Frankfurt. Die BaFin entsandte danach einen Sonderbeauftragten, der bis Ende 2024 die Geldwäschebekämpfung überwachte.
Die Razzia bei der Deutschen Bank am 28. Januar 2026 setzt Deutschlands größtes Geldhaus erneut unter Druck. Während das Institut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblickt, überschatten die Geldwäsche-Ermittlungen die Bilanzvorlage. Die Verbindung zu Roman Abramowitsch macht den Fall politisch brisant.
Für die Deutsche Bank ist es nicht die erste Razzia dieser Art – und möglicherweise nicht die letzte. Die Bank muss nun zeigen, dass sie ihre Compliance-Strukturen im Griff hat. Es gilt die Unschuldsvermutung.
📌 Stand: 28. Januar 2026, 14:30 Uhr | Quellen: dpa, Spiegel, Süddeutsche Zeitung, Hessenschau, ZDF
Dieser Artikel wurde von der Redaktion von wermachtwas.online verfasst. Wir berichten tagesaktuell über Wirtschafts-News, Finanzen und relevante Entwicklungen in Deutschland.
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