Der Buchsbaum braucht normalerweise wenig Pflege – es sei denn, er wird von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Wird die Pflanze nicht behandelt, geht sie früher oder später ein.
Zu den bekanntesten Schädlingen, die dem Strauch gefährlich werden, zählen die Raupen des Buchsbaumzünslers. Sie fressen sich im Frühjahr an den Blättern satt und richten dabei großen Schaden an. Leider sind die Nachkommen des Kleinschmetterlings nicht die einzige Bedrohung für die Pflanzen: Auch der Blattfloh, die Gallmücke und die Spinnmilbe haben es auf den Buchsbaum abgesehen – werden sie nicht direkt entdeckt, saugen sie dem immergrünen Strauch regelrecht das Leben aus. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Schädlinge einmal genauer vor und verraten, wie Sie die ungebetenen Gäste loswerden.
Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ist ein invasiver, also nicht heimischer Kleinschmetterling. Nachdem die weiblichen Falter ihre Eier auf einem Strauch abgelegt haben, schlüpfen ihre Nachkommen nur wenige Tage später: Die gelb-grünen Raupen sind mit ihren schwarzen Punkten und feinen Borsten gut zu erkennen – allerdings nur, wenn sie ins Innere der Pflanze sehen, wo die bis zu fünf Zentimeter langen Schädlinge ab Mitte März ihren Hunger zuerst an den Blättern und der Rinde stillen. Meist unentdeckt. Spätestens jedoch, wenn sich die Raupen in ihre weißen Gespinste zurückziehen und damit den Strauch überziehen, ist dringender Handlungsbedarf gefragt. Mit den folgenden Methoden soll es möglich sein, den Buchsbaumzünsler-Schädling erfolgreich zu bekämpfen:
Er ist nur wenige Millimeter groß, sodass man ihn mit dem bloßen Auge kaum erkennen kann. Trotzdem stellt der Buchsbaumfloh (Psylla buxi) eine Gefahr für den immergrünen Strauch dar, wenn auch nicht eine so große wie durch den Buchsbaumzünsler: Genau genommen sind es seine gelbgrünen Larven, die sich unter einer weißen Wollwachschicht verstecken und der Pflanze – im wahrsten Sinne der Bedeutung – den Lebenssaft aussaugen. Der Befall bleibt nicht unbemerkt, da sich die jungen Blätter löffelförmig nach oben einrollen. Schuld daran ist der klebrige Honigtau, den die Nachkommen ausscheiden. Ein schwarzer Belag, sogenannte Rußtaupilze, und gelbe Verfärbungen an den Blättern sprechen ebenfalls für einen Befall durch den Buchsbaumfloh.
Die erwachsenen Tiere finden sich ab Juni zur Eiablage auf den Pflanzen. Die Larven schlüpfen nach wenigen Wochen, überwintern jedoch und werden erst im nächsten Frühjahr aktiv. Es existiert also nur eine Generation pro Gartenjahr. Entdecken Sie einen Buchsbaumfloh, ist es wichtig, schnell zu handeln: Schneiden Sie die befallenen Triebspitzen ab – im Sommer als auch im Herbst. Entsorgen Sie die Blätter nicht auf dem Kompost, sondern über den Hausmüll. Bei einem starken Befall können Sie auch ein Pflanzenschutzmittel gegen saugende Insekten einsetzen. Zudem soll es einen Unterschied ausmachen, welche Buchsbaumsorten in Ihrem Garten leben: “Blauer Heinz”, “Elegantissima”, “Angustifolia” und “Herrenhausen” sind weniger anfällig für den Buchsbaumblattfloh.
Die Larven der Buchsbaumgallmücke (Monarthropalpus buxi) sind zwar nur wenige Millimeter klein, haben dafür aber großen Appetit: Nachdem das Weibchen ihre Eier ab Mai direkt in die Blätter abgelegt hat, stirbt es. Ihre orangefarbenen Nachkommen schlüpfen nach wenigen Wochen und fressen sich anschließend durch das Blattinnere – aus diesem Grund wird der Befall meist nicht sofort erkannt. Zeigen sich jedoch ab August sichtbare helle, meist gelbe Flecken an der Blattoberseite, sollten Sie die Symptome deutlich erkennen. Spätestens wenn Sie jedoch an der Blattunterseite kleine Auswölbungen bemerken, sogenannte Gallen, vertrocknen die Triebe.
Am besten bekämpfen lässt sich die Buchsbaumgallmücke im Frühjahr durch einen Rückschnitt im Mai – bevor die Weibchen schlüpfen und ihre Eier ablegen. Haben Sie den Befall zu spät entdeckt, können die Larven mit einem Pflanzenschutzmittel entfernt werden. Vermeiden lässt sich der Schädling, wenn Sie auf Buchsbaumsorten setzen, die weniger anfällig für einen Befall sind: Dazu zählen “Angustifolia”, “Handsworthiensis”, “Herrenhausen”, “Faulkner”, “Rotundifolia” und “Suffruticosa”. Besonders gerne von der Buchsbaumgallmücke besucht wird hingegen die Sorte “Green Mound”, so heißt es.
Der aus Nordamerika stammende Schädling ist in Deutschland noch nicht lange bekannt: Im Jahr 2000 wurde die Buchsbaumspinnmilbe (Eurytetranychus buxi) das erste Mal nachgewiesen – seitdem kann sie bis zu sechs Generationen pro Gartensaison bilden. Zwar werden die winzigen Tiere, die mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind, von ihren natürlichen Fressfeinden wie Florfliegen, Marienkäfern oder Raubmilben in Schach gehalten. Regnet es sehr oft und viel, werden die Tiere sogar regelrecht aus den Pflanzen gespült und die Population minimiert. Ist es jedoch längere Zeit sehr trocken und heiß, meist in den Sommermonaten, droht ein starker Befall. Ob Ihre Buchsbäume von der Spinnmilbe befallen sind, erkennen Sie an folgenden Indizien:
Die Buchsbaumspinnmilbe legt ihre 0,1 Millimeter kleinen Eier bereits im Frühjahr an der Blattunterseite ab. Sie sind unten abgeflacht und sehen Gelbbraun aus. Um die Eiablage zu verhindern, wird empfohlen, ein Pflanzenschutzmittel einzusetzen, das den Wirkstoff Azadirachtin enthält. Bemerken Sie den Befall erst im Herbst, ist es ratsam, ein ölhaltiges Pflanzenschutzmittels zu verwenden – es soll eine Überwinterung der Eier verhindern.
Quellen: Mein schöner Garten, Plantura
Quelle: Stern
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