Lesezeit: 5 Minuten | Letzte Aktualisierung: 23.01.2026
Angelika Mann ist tot: Die beliebte Sängerin und Schauspielerin ist am 21. Januar 2026 im Alter von 76 Jahren verstorben. „Die Lütte”, wie sie wegen ihrer Körpergröße von 1,49 Metern liebevoll genannt wurde, erlag einem Krebsleiden. Über 50 Jahre stand sie auf der Bühne – ihre Stimme auf dem „Traumzauberbaum” kennen Generationen von Kindern.
Das Wichtigste in Kürze
Die deutsche Unterhaltungsbranche trauert um eine ihrer vielseitigsten Künstlerinnen: Angelika Mann ist tot. Die Sängerin und Schauspielerin starb am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, wie ihre Familie der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Sie erlag einem Krebsleiden, gegen das sie seit 2021 gekämpft hatte.
Angelika Mann wurde am 13. Juni 1949 in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zur Apothekenfacharbeiterin folgte sie ihrer wahren Leidenschaft und absolvierte von 1969 bis 1973 eine Ausbildung zur Sängerin und Pianistin an der Musikschule Friedrichshain.
Ihre Karriere begann in den 1970er Jahren an der Seite von Komponist Reinhard Lakomy. Gemeinsam schufen sie musikalische Meilensteine, darunter die legendäre Kinderschallplatte „Der Traumzauberbaum” (1980), die sich millionenfach verkaufte.
| Zeitraum | Karriere-Station |
|---|---|
| 1969–1973 | Ausbildung zur Sängerin und Pianistin |
| 1970er Jahre | Zusammenarbeit mit Reinhard Lakomy, Manfred Krug, Uschi Brüning |
| 1980 | „Der Traumzauberbaum” – millionenfach verkauft |
| 1980–1984 | Band Obelisk – Goldmedaille beim VI. Interpretenwettbewerb |
| 1982 | Eigene TV-Sendung „Rockmusik zum Anfassen” |
| 1985 | Ausreise nach West-Berlin |
| Nach 1985 | Theater des Westens – „Dreigroschenoper” als Lucy |
| 2019 | Deutscher Musical Theater Preis – Beste Nebenrolle |
Wegen ihrer Körpergröße von nur 1,49 Metern wurde Angelika Mann liebevoll „die Lütte” genannt – norddeutsch für „die Kleine”. Doch auf der Bühne war sie eine Große. Auf ihrer Internetseite hieß es treffend über sie: „Klein an Gestalt, jedoch mit kaum zu zügelnder Berliner Schnauze, voluminöser Stimme und herausragender Bühnenpräsenz unterhält sie ihr Publikum als eine ganz ‚Große’.”
Mit Hits wie „Kutte”, „Champus-Lied” oder „Was treibt mich nur” erlangte sie in der DDR große Berühmtheit. Mit der Band Obelisk unter Bandleader Andreas Bicking feierte sie zwischen 1980 und 1984 Triumphe und gewann 1982 die Goldmedaille beim VI. Interpretenwettbewerb der Unterhaltungskunst.
Trotz ihrer Erfolge fühlte sich Angelika Mann in der DDR zunehmend unwohl. In ihrer 2013 erschienenen Autobiografie „Was treibt mich nur?” schrieb sie: „Die Situation in der DDR war schon seit langem recht trostlos. Seit Jahren kämpfte man immer um dieselben Dinge: Texte, Musik, Klamotten, Auftritte, Musikinstrumente.”
1976 hatte sie die sogenannte Biermann-Erklärung gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterzeichnet – was zu Repressalien führte. 1984 stellte sie einen Ausreiseantrag, 1985 durfte sie die DDR verlassen und siedelte nach West-Berlin über.
Mit 36 Jahren musste sie sich komplett neu erfinden – und schaffte es. Am Theater des Westens wurde sie als Lucy in der „Dreigroschenoper” bejubelt. 1987 erfüllte sich ein Traum: Sie stand gemeinsam mit ihrem Idol Caterina Valente auf der Bühne.
Nach dem Mauerfall kehrte Angelika Mann gerne in den Osten zurück. Sie spielte in der Comödie Dresden in „Kalender Girls” an der Seite von Viktoria Brams, Ursula Karusseit und Uta Schorn. In Rosa von Praunheims Film „Der Einstein des Sex” übernahm sie eine Männerrolle.
Besonders erfolgreich war sie in der Theaterproduktion „Heiße Zeiten”, in der sie als Hausfrau Doris Bertram durch deutschsprachige Länder tourte. 2019 wurde sie für ihre Darstellung der Königin Anne Stuart im Musical „Der Mann mit dem Lachen” an der Staatsoperette Dresden mit dem Deutschen Musical Theater Preis als beste Darstellerin in einer Nebenrolle ausgezeichnet.
Ende 2021 erhielt Angelika Mann eine niederschmetternde Diagnose: Brustkrebs. Sie hatte einen Knoten in der Brust ertastet. 2022 machte sie die Erkrankung öffentlich – zuvor hatte sie bei Auftritten Perücke getragen.
Doch selbst die Krankheit konnte sie nicht von der Bühne fernhalten. Bis zuletzt stand sie vor Publikum, unter anderem im Berliner Schlosspark-Theater. Dort spielte sie ab Oktober 2019 in dem Stück „Ruhe! Wir drehen!” an der Seite von Wolfgang Bahro und Karsten Speck.
🎭 Über den Traumzauberbaum
Die Kinderschallplatte „Der Traumzauberbaum” von Reinhard Lakomy und Monika Ehrhardt erschien 1980 und wurde zu einem der erfolgreichsten Kinderalben der DDR. Das „Regenlied”, gesungen von Angelika Mann, kennen bis heute Generationen von Kindern. Die Platte verkaufte sich millionenfach und erhielt mehrere Fortsetzungen.
Angelika Mann lebte zuletzt in Berlin-Rudow im ehemaligen West-Berlin. Sie war verheiratet mit Ralf Rasch. Ihre Tochter Ulrike Weidemüller trat in ihre Fußstapfen und ist ebenfalls als Schauspielerin und Sängerin tätig.
2008 hatte Mann öffentlich gemacht, dass sie durch einen betrügerischen Steuerberater in eine schwere finanzielle Krise geraten war und Privatinsolvenz anmelden musste. Doch auch diesen Schicksalsschlag überwand die kämpferische Künstlerin.
Angelika Mann starb am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, im Alter von 76 Jahren. Die Nachricht wurde am 23. Januar 2026 von ihrer Familie bestätigt.
Angelika Mann erlag einem Krebsleiden. Bei ihr war Ende 2021 Brustkrebs diagnostiziert worden. Trotz der Erkrankung stand sie bis zuletzt auf der Bühne.
„Die Lütte” ist norddeutsch für „die Kleine” oder „kleines Mädchen”. Der Spitzname bezog sich auf Angelika Manns Körpergröße von nur 1,49 Metern. Sie trug den Namen bereits zu DDR-Zeiten und behielt ihn bis zu ihrem Tod.
Zu ihren bekanntesten Liedern gehören das „Regenlied” aus dem „Traumzauberbaum”, „Kutte”, „Champus-Lied” und „Was treibt mich nur”. Außerdem sang sie erfolgreiche Duette mit Reinhard Lakomy wie „Mir doch egal” und „Sieben Zwerge”.
Angelika Mann fühlte sich in der DDR zunehmend unwohl. Sie beschrieb die Situation als „trostlos” und beklagte den ständigen Kampf um Texte, Musik und Auftritte. Nachdem sie 1976 die Petition gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterzeichnet hatte, wurde sie zusätzlich drangsaliert. 1984 stellte sie einen Ausreiseantrag, 1985 durfte sie das Land verlassen.
Ja, Angelika Mann hatte eine Tochter namens Ulrike Weidemüller. Sie ist ebenfalls als Schauspielerin und Sängerin tätig und trat damit in die Fußstapfen ihrer Mutter.
Mit Angelika Mann verliert Deutschland eine der vielseitigsten und beliebtesten Künstlerinnen der Nachkriegszeit. Über 50 Jahre stand sie auf der Bühne – als Sängerin, Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin. Ihre Stimme auf dem „Traumzauberbaum” begleitete Generationen von Kindern, ihre Berliner Schnauze und ihre unbändige Energie begeisterten das Publikum in Ost und West.
„Die Lütte” mag klein gewesen sein – doch auf der Bühne war sie eine der Größten.
✍️ Quellen
Deutsche Presse-Agentur (dpa), ZDF, t-online, Berliner Kurier, ORF, Wikipedia
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